Donnerstag, den 17.03.16 12:15

aus der Kategorie: Mobilfunk

Verbraucherschützer warnen vor immer dreisterem Telefon-Betrug

© ExQuisine - Fotolia.comTelefon-Betrug wird immer dreister – Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor einem immer dreister werdenden Telefon-Betrug. Die Abzock-Versuche werden dabei immer perfider, nutzen die Ängste der Betroffenen aus und erschleichen sich durch falsche Behauptungen Vorteile. Die Verbraucherschützer haben die häufigsten Abzock-Szenarien genauer erklärt.

Telefon-Betrug immer dreister

Obwohl das Gesetz die telefonische Werbung stark reglementiert, beschweren sich noch immer zahlreiche Betroffene bei den Verbraucherzentralen. Nicht immer sind die Werbeanrufe, die den Abschluss eines Vertrages oder den Verkauf eines Produktes zum Ziel haben, als solche zu erkennen. Wie die Verbraucherzentrale Sachsen mitteilt, lassen sich Unternehmen zum Teil immer dreistere Maschen einfallen, um Verbraucher abzuzocken.

Auf klassische Werbegespräche verzichten sie dabei immer häufiger, heißt es. Vielmehr seien die Anrufer rhetorisch bestens geschult und verwickeln die Betroffenen in ein Gespräch, welches nicht auf den ersten Blick als Verkaufsgespräch zu erkennen ist, zum Teil unnötige Ängste schürt und unbemerkt Druck aufbaut.

So erklärte ein Anrufer, der sich als Anwalt ausgab, einer Verbraucherin am Telefon mit Nachdruck, sie habe bei ihrer letzten Bestellung via Amazon oder Ebay auch einen Gewinnspielvertrag abgeschlossen, der in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Unternehmen genannt und automatisch mit der Bestellung aktiviert werde. Allerdings könne er ihr eine Ermäßigung anbieten, die jedoch nur dann gilt, wenn die Kundin sofort zusage. „Hätte die Verbraucherin hier zugesagt, wäre die Falle zugeschnappt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wäre ihr dann ein Gewinnspiel-Abo untergeschoben worden“, mutmaßt Janine Hartmann von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Telefon-Betrug mit falschen Forderungen

Das Spiel mit der Angst scheint derzeit besonders beliebt. „Immer wieder berichten uns Verbraucher, dass sie von einer vermeintlichen Staatsanwaltschaft, einem Gericht, einer Rechtsabteilung oder auch der Verbraucherzentrale angerufen wurden“, erklärt Janine Hartmann. Die Anrufer geben an, dass der Betroffene eine höhere Geldsumme nicht beglichen habe und diese nun rechtliche Konsequenzen nach sich zieht. Oft wird zugleich angeboten, die gesamte Forderung zu löschen, sofern sofort eine Teilsumme entrichtet wird. Die dafür notwendigen Bankdaten nennt der Anrufer am Telefon.

© Robert Kneschke - Fotolia.com

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Als besonders perfide empfinden die Verbraucherschützer die Tatsache, dass die Betrüger dabei gern mit der korrekten Rufnummer der missbräuchlich genutzten Institutionen anrufen. „Das ist technisch leider ohne weiteres möglich“, so Hartmann. „Generell ist es aber so, dass keine dieser Einrichtungen ungefragt anruft und dubiose Überweisungen fordert.“ Die Verbraucherschützer raten dazu, auf derartige Anrufe nicht zu reagieren. Sollten tatsächlich Gelder offen sein, dann informieren der Vertragspartner oder ein Inkassounternehmen schriftlich über den Umstand. Auch ein Vollstreckungsbescheid, der von einem Gerichtsvollzieher eingetrieben wird, wird schriftlich mitgeteilt.

Vorsicht vor Computer-Wartung

Eine bereits bekanntere Masche ist der Anruf eines angeblichen Computer-Supports, der über eine Schadsoftware oder ein anderes Sicherheitsproblem informiert und Zugriff auf den Computer fordert. Welchem Zweck die Anrufe dienen, ist zum Teil unklar: „Möglicherweise steht der Verkauf einer bestimmten Software im Vordergrund. Denkbar ist aber auch, dass man per Fernwartung Zugriff auf den Computer der Betroffenen nehmen möchte.“ Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnte bereits vor rund einem Jahr vor der Masche, Betroffen sind vor allem Nutzer mit einem Windows-PC.

Die Verbraucherschützer geben zu bedenken, dass auch unseriöse Anrufe durchaus zu einem wirksamen Vertrag führen können. Aus diesem Grund sollten Verbraucher besonders darauf Acht geben, wem sie persönliche Daten mitteilen, nicht vorschnell Zahlungen tätigen und nicht allen Versprechungen am Telefon glauben schenken.

Bildquelle: © ExQuisine – Fotolia.com


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