In den frühen Morgenstunden erschütterten mehrere Explosionen die belgische Hauptstadt Brüssel. Mehre Menschen wurden getötet, zahlreiche verletzt. Das belgische Krisenzentrum teilt mit, dass die Mobilfunknetze im Stadtgebiet derzeit überlastet sind und bittet darum, von unnötigen Anrufen abzusehen und auf die sozialen Netzwerke auszuweichen.
Anschläge in Brüssel
Gegen 8 Uhr morgens gab es in der Abflughalle des Brüsseler Flughafens Zaventem zwei Explosionen, kurz nach 9 Uhr erschütterte eine weitere Detonation die U-Bahn-Station Maelbeek. Den bisherigen Angaben nach handelt es sich um Terroranschläge auf die belgische Landeshauptstadt, in der auch die EU ihren Sitz hat.
Wie viele Tote und Verletzt es gegeben hat, ist derzeit noch unklar. Bisherige Meldungen sprechen von mindestens 34 Todesopfern und mehr als 170 Verletzten. Die Regierung hat die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen, das Verkehrsnetz wurde zum Teil stillgelegt.
Wie das Krisenzentrum mitteilt, kommt es auch zu Einschränkungen bei der mobilen Kommunikation. Das Handynetz ist im Stadtgebiet überlastet und zum Teil nicht mehr in der Lage, den Ansturm zu bewältigen. Die Krisenexperten raten dazu, Notrufnummern über das Festnetz anzuwählen. Wer Auskunft über Angehörige sucht, kann aus dem Ausland die Nummer +3278151771 anrufen, allerdings sollte im Vorfeld versucht werden, Kontakt zu Freunden, Bekannten und Verwandten über die sozialen Medien aufzunehmen.
Handynetz in Brüssel überlastet
Um die überlasteten Netze nicht weiter zu beanspruchen, sollte auf unnötige Telefonate verzichtet und auf soziale Netzwerke ausgewichen werden. Das soziale Netzwerk Facebook hat erneut den Safety Check aktiviert, mit denen Nutzer ihren Angehörigen mitteilen können, dass es ihnen gut geht. Der Dienst kam erstmals 2015 zum Einsatz und wurde auch nach den Terroranschlägen in Paris genutzt. Facebook reagierte mit ihm auf den Tsunami aus dem Jahr 2011 und wollte die Kommunikation zwischen Nutzern im Krisengebiet und den Angehörigen daheim verbessern.
Carmen Hornbogen
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