Dienstag, den 05.04.16 10:40

aus der Kategorie: TMobile

Spotify-Drosselung: Telekom verkauft ihre Kunden „für dumm“

DSL Drossel TrafficTelekom verkauft Kunden „für dumm“  – Ab dem 28. April wird auch der Spotify-Dienst laut der Telekom im Rahmen der Netzneutralität gedrosselt, unbegrenztes Streaming ist dann nicht mehr möglich. Laut der Verbraucherzentrale Sachsen verkauft die Telekom ihre Kunden mit dieser Aussage aber „für dumm“.

Spotify-Drosselung ab dem 30. April

Wie die Telekom bereits vor einigen Tagen bekannt gab, wird die Spotify-Option ab dem 28. April gedrosselt. Unbegrenztes Streaming von Musiktiteln auf dem Smartphone ist dann nicht mehr möglich. Die Spotify-Option soll jedoch weiterhin nicht das Datenvolumen des Telekom-Kunden belasten, erst mit dem Verbrauch des Inklusivvolumen durch andere Dienste greift die Drossel.

Die Telekom begründet diesen Schritt in ihrem hauseigenen Blog mit den der neuen EU-Verordnung zur Netzneutralität, welche am 30. April 2016 in Kraft tritt. Laut dem EU-Verordnung müssen Internetanbieter ab diesem Datum den kompletten Internetverkehr gleich behandeln. Eine Diskriminierung oder Störung soll es unabhängig von Sender und Empfänger sowie den Inhalten nicht mehr geben. So dürfen beispielsweise Streamingdienste wie Spotify und Facebook keine Sonderbehandlung mehr erhalten.

Telekom verkauft Kunden „für dumm“

Für die Verbraucherzentrale ist die Wahrung der Netzneutralität sehr wichtig, da so verhindert wird, dass die großen Player Vorteile (keine Berechnung des Datenvolumens) gegenüber kleineren oder innovativen Diensten mit Internetanbietern aushandeln. Dennoch berechnet die Telekom auch über den 28. April das verbrauchte Datenvolumen beim Streamingdienst Spotify nicht. Für Dr. Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen verkauft die Telekom ihre Kunden daher „für dumm“.

„Wenn nun die Telekom behauptet, dass sie mit der Änderung ihres Spotify-Modells dem neuen Netzneutralitätsgebot gerecht werden würde, wird wohl eher der Nutzer für dumm verkauft“, so Henschler. Denn die Behauptung könnte nur richtig sein, wenn sich das Streamen von Spotify auch bereits auf das Inklusivvolumens auswirkt. „Da das Inklusivvolumen aber nach wie vor von der Spotify-Nutzung ungeschmälert bleibt und erst dessen ohnehin erfolgende Drosselung auch Spotify verhindert, hat das mit Netzneutralität sehr wenig zu tun“, kritisiert Henschler.

Mit der Aussage hat die Verbraucherzentrale Sachsen unserer Meinung nach nicht ganz unrecht. Die Netzneutralität setzt von Anfang an eine Gleichbehandlung voraus, bei der Spotify-Option würde dies erst nach der Drosselgrenze geschehen. Um weiterhin den Streamingdienst Spotify zu nutzen, empfiehlt die Telekom die Buchung einer SpeedON-Option. Zum Monatsbeginn hat die Telekom mit SpeedON M und SpeedON L erst zwei neue SpeedON-Optionen eingeführt.


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