Dienstag, den 21.06.16 11:39

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Telekom und Vodafone wollen sich bei Netzausfällen helfen

vodafone-telekomGemeinsam gegen Netzausfälle – Die beiden Netzbetreiber Telekom und Vodafone beraten über eine Zusammenarbeit, um sich in Zukunft bei Netzausfällen gegenseitig zu helfen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Mobilfunkkunden, sondern auch die stärker werdende Vernetzung von Alltagsgegenständen.

Telekom und Vodafone beraten über Null-Fehler-Strategie

Die beiden Netzbetreiber Telekom und Vodafone hatten in den vergangenen Wochen immer wieder mit Netzausfällen zu kämpfen. Zuletzt traf es Anfang des Monats die Telekom, die zwar ein funktionierendes Netz aufwies, jedoch Probleme mit einer zentralen Datenbank hatte. Ein Notfallsystem steht für solche Fälle zwar bereit, sprang jedoch nicht an.

Während Netzausfälle für viele Kunden ärgerlich sind, jedoch kein größeres Problem darstellen, können vernetze Geräte ohne Mobilfunk- oder Internetanbindung häufig nicht mehr vollumfänglich arbeiten. Allein in Deutschland soll es bis 2020 767,5 Millionen vernetze Geräte geben, die untereinander kommunizieren und auf stabile Verbindungen angewiesen sind. Netzausfälle könnten dann weitreichende Folgen haben.

Als Beispiel nennt die Welt den in der Europäischen Union ab 2018 verpflichtend in PKWs eingebauten Notruf eCall, der bei einem Unfall die Rettungsstellen über den Standort des Fahrzeugs, den Schaden und weitere wichtige Details informiert. Ein Netzausfall könnte dann katastrophale Folgen haben. Zwar ist das System in der Regel in der Lage, bei einem Netzausfall einen Notruf über ein alternatives Netz abzusetzen, kann dann jedoch lediglich eine Sprachverbindung zur 112 aufbauen. Die Übermittlung der Standortdaten über das Datennetz ist nicht mehr möglich.

Gemeinsam gegen Netzausfälle

Um gegen Netzausfälle besser gewappnet zu sein, beraten die Telekom und Vodafone auf technischer Ebene über eine Zusammenarbeit, berichtet die Welt. Genaue Pläne gibt es noch nicht, denkbar wäre jedoch ein National Roaming, bei dem das jeweils andere Netz einspringt, sollte es zu Ausfällen kommen. Ein ähnliches Verfahren kommt bereits bei Telefónica zum Einsatz, bei dem Kunden von o2 und E-Plus auf beide Infrastrukturen zugreifen können.

Ziel der Gespräche sei es, einen gemeinsamen Konzens zu finden, um Netzausfälle in Zukunft besser abfedern zu können und größere Schäden zu vermeiden, heißt es. Zwar sind die Pläne eher auf vernetze Geräte und ausfallsensible Technologien ausgelegt, von einer möglichen Zusammenarbeit könnten jedoch auch Mobilfunkkunden profitieren.

Telekom

Interessant ist die Thematik vor allem deshalb, weil sich immer wieder zeigt, dass ein stabiles Netz kein Garant für eine stets verfügbare Verbindung ist. Beim jüngsten Telekom-Vorfall funktionierte das Netz ohne Einschränkungen, Probleme gab es lediglich in einer nachgelagerten Datenbank, die ein Einbuchen der Mobilfunknummern ins Netz verhinderte. Dadurch zeigten die Kundentelefone „kein Netz“ an, obwohl das Netz selbst jederzeit zur Verfügung stand.


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