Dienstag, den 28.06.16 14:25

aus der Kategorie: Microsoft

Microsoft muss 10.000 Dollar Entschädigung für Windows 10 Zwangsupgrade zahlen

windows-1010.000 Dollar Entschädigung für Windows 10 Zwangsupgrade – Der Software-Riese Microsoft zahlt einer Kundin eine Entschädigung in Höhe von 10.000 Dollar, da das Unternehmen ohne die Erlaubnis der Frau ein Upgrade auf Windows 10 vorgenommen hatte. Dabei war es zu einem Ausfall des Systems und zu Umsatzeinbußen im Geschäft der Kundin gekommen.

Kritisches Microsoft Upgrade auf Windows 10

Mit Start der neuen Betriebssystemversion Windows 10 wollte Microsoft alte Fehler ausbügeln und vor allem die bisherigen Update-Verweigerer ansprechen. Die Vorgängerversion Windows 8 erfreute sich nur mäßiger Beliebtheit und hatte zum Teil mit harscher Kritik zu kämpfen. Um besonders viele Nutzer zu einem Umstieg auf Windows 10 zu bewegen, bot Microsoft das Upgrade für die meisten Windows 7 und Windows 8 Nutzer kostenfrei an. Interessierte Nutzer können noch bis 29. Juli 2016 ein kostenfreies Upgrade durchführen, danach wird Windows 10 auch für sie zu den üblichen Preisen verfügbar sein.

Mit dem Ansinnen, möglichst viele Kunden zu einem Wechsel zu bewegen, trieb es Microsoft in den Augen zahlreicher Kunden und Verbraucherschützer jedoch zu weit. Die rund 6 GB große Upgrade-Datei wurde automatisch auf die Rechner von Windows 7 und Windows 8 Nutzern heruntergeladen und blockierte wertvolle Speicherressourcen des Systems – auch dann, wenn die betroffenen Nutzer Windows 10 gar nicht installieren wollten. Eine Information über den Download erhielten sie nicht, die Datei schlummerte versteckt in einem Systemordner und wartete auf ihren möglichen Einsatz.

In den USA erstritt eine Kundin in einem ähnlichen Fall nun eine Entschädigung in Höhe von 10.000 US-Dollar, da ihr PC ohne ihre Zustimmung ein Upgrade auf Windows 10 vorgenommen hatte. Den Informationen nach hatte der Rechner der Frau, die ein Reisebüro betreibt und den PC für die täglichen Arbeiten und Buchungen benötigt, im September 2015 versucht, ohne ihre Zustimmung ein Upgrade auf Windows 10 vorzunehmen.

10.000 Dollar Entschädigung für Windows 10 Zwangsupgrade

Das Upgrade schlug mitten im Installationsprozess fehl und legte den Rechner der Frau lahm. Schnelle Hilfe beim Microsoft-Support gab es nicht, heißt es. Der PC konnte mehrere Tage nicht genutzt werden, die Kundin musste sich schlussendlich einen neuen Rechner zulegen, um weiterhin ihrer Arbeit nachgehen zu können. Sie verklagte daraufhin Microsoft und forderte eine Entschädigung für den Verdienstausfall und die Anschaffung des neuen Geräts.

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Wie die Seattle Times berichtet, ging das Unternehmen erst gegen ein Urteil in Berufung, einigte sich dann jedoch mit der Frau auf die Zahlung einer Entschädigung. Der Rechtsstreit wurde daraufhin vor rund einem Monat eingestellt und die Kundin mit 10.000 US-Dollar – ohne Anerkennung einer Schuld, wie Microsoft betonte – entschädigt.

Die Frau hatte vor Gericht glaubhaft darlegen können, dass sie bis zum Zeitpunkt des unerwünschten Upgrades nichts von Windows 10 gehört und dem Upgrade nicht zugestimmt hatte.


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