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Montag, den 11.07.16 17:15

aus der Kategorie: Unity Media

Unitymedia lässt Altkunden keine Wahlfreiheit beim Router

Unitymedia LogoUnitymedia Altkunden keine Wahlfreiheit beim Router – Unitymedia-Kunden mit einem Altvertrag werden ab 1. August nicht vom Ende des Routerzwangs profitieren. Wie der Kabelnetzbetreiber mitteilt, dürfen sich nur Kunden, deren Vertrag nach April 2013 abgeschlossen wurde, für einen eigenen Router entscheiden. Alle anderen Kunden müssen dafür zunächst ihren Vertrag ändern.

Unitymedia Altkunden keine Wahlfreiheit

Am 1. August 2016 wird der Routerzwang an DSL- und Kabelanschlüssen aufgehoben, Kunden sind dann nicht mehr auf die Geräte der Anbieter angewiesen, sondern können einen passenden Router frei wählen. Möglich macht das eine Definitionsänderung des Netzabschlusspunktes, der bislang den Router mit einschloss und sich ab August nur noch auf die TAE- oder Kabeldose Dose an der Wand bezieht.

Vodafone kündigte bereits an, dass ein Router des Unternehmens trotz Wahlfreiheit weiterhin benötigt wird, etwa im Falle einer Störung. Nun erklärt auch Unitymedia, dass nicht alle Kunden ab 1. August 2016 ein Gerät ihrer Wahl nutzen können, sondern zum Teil weiterhin auf die Geräte des Kabelnetzbetreibers angewiesen sind.

“Die Einführung der Routerfreiheit erfordert zur Umsetzung eine umfangreiche Anpassung der IT-Systeme für die einzelnen Tarife”, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens, die einige Fragen und Details zur anstehenden Änderung erläutert. “Für die ganze Breite des historischen Tarif-Portfolios ist das nicht zu leisten, vom Gesetz aber auch nicht gefordert, da die Routerfreiheit verpflichtend nur für Neuverträge gilt.”

Unitymedia Kunden mit Verträgen vor 2013 weiterhin mit Zwangsrouter

Betroffen von dieser Sonderbehandlung sind Unitymedia-Kunden, die ihre Verträge vor April 2013 abgeschlossen haben und noch einen der der alten Tarife nutzen. Um ebenfalls von der Wahlfreiheit profitieren zu können, müssen sie eine Vertragsänderung durchführen und in einen der neuen Tarife wechseln. Bleibt der Altvertrag bestehen, kann weiterhin lediglich der Zwangsrouter des Unternehmens genutzt werden.

“Wir wollen aber, dass auch Bestandskunden dieses Wahlrecht nutzen können, deshalb haben wir uns für die Stichtagsregelung entschieden, die den ganz großen Teil der Kunden mit umfasst, sowie ergänzend die Tarifwechseloption für interessierte Kunden mit vereinzelten, noch älteren Tarifen”, erklärt das Unternehmen die Festlegung auf die Grenze im April 2013. “Bei einem Vertragswechsel beginnt eine neue Laufzeit.”

Fraglich ist, ob Unitymedia die gesetzliche Neuregelung der Routerfreiheit korrekt interpretiert. Im Gesetzestext findet sich der Passus, dass die Netzbetreiber die Zugangsdaten zur Nutzung eines eigenen Routers “in Textform, unaufgefordert und kostenfrei bei Vertragsschluss” bereitzustellen haben. Bei Unitymedia wird dies so interpretiert, dass die neue Routerfreiheit lediglich für Neukunden gilt.


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1 Kommentar zu Unitymedia lässt Altkunden keine Wahlfreiheit beim Router

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  1. Smash schrieb am 14.07.2016 um 11:28

    Unitymedia ist das allerletze.

    „Bei einem Vertragswechsel beginnt eine neue Laufzeit.“

    Das sagt doch alles…

    …raffgierig und Kundenunfreundlich.

    Das sollte verboten werden, genauso wie wenn man nicht kündigt verlängert sich ein Vertrag automatisch um 1 oder 2 Jahre usw…

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