Freitag, den 12.08.16 12:50

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Telefónica verwehrt spusu Zutritt zum deutschen Markt

Spusu Österreich DreiTelefónica und spusu – Der österreichische Anbieter spusu versucht, sein Geschäft auf den deutschen Markt auszuweiten, hat damit jedoch bislang nur wenig Erfolg. Einem Bericht der WirtschaftsWoche zufolge bremst Telefónica das Unternehmen aus und verschleppt die Verhandlungen seit gut zwei Jahren.

spusu aus Österreich

Der in Österreich aktive Mobilfunkanbieter spusu verfolgt ein attraktives Konzept und wandelt nicht verbrauchte Gesprächsminuten, SMS und Megabyte in Datenkontingente um, die im Folgemonat zur Verfügung stehen. Damit ist das Unternehmen in Österreich sehr erfolgreich und will das Geschäft auf andere europäische Länder ausdehnen.

Der Start der spusu-Angebote ist unter anderem auch in Deutschland geplant, der tatsächliche Launch steht allerdings noch in den Sternen. spusu agiert als virtueller Netzbetreiber und kann nicht auf eine eigene Netzinfrastruktur zugreifen. Das Unternehmen ist auf einen etablierten Netzbetreiber angewiesen, der sein Netz zur Verfügung stellt und über den sich spusu „einmieten“ kann. Hierzulande hat spusu offenbar Telefónica als Partner im Auge.

Wie die WirtschaftsWoche berichtet, laufen die Verhandlungen zwischen spusu und Telefónica bereits seit rund zwei Jahren, sind jedoch noch weit von einem gemeinsamen Konsens entfernt. spusu-Firmengründer Franz Pichler ist der Meinung, dass Telefónica nach der Fusion zwischen o2 und E-Plus dazu verpflichtet ist, neuen Anbietern Zugang zum Netz zu gewähren. Um den Zusammenschluss erfolgreich vollziehen zu können, musste Telefónica bestimmte Auflagen erfüllen und erlaubte unter anderem Drillisch, Produkte im Netz von o2 zu realisieren.

Telefónica verwehrt spusu Zugang

In der Chef-Etage von Telefónica ist man offenbar der Meinung, damit das Soll erfüllt zu haben und begegnet der Forderung von spusu nicht so aufgeschlossen, wie es sich das österreichische Unternehmen wünschen würde. „Ich prozessiere ungern und hoffe weiter auf faire Verhandlungen, aber zur Not ziehe ich vor Gericht und kämpfe durch alle Instanzen“,wird Franz Pichler von der WirtschaftsWoche zitiert.

Telefónica

Ganz allein ist er mit seiner Meinung allem Anschein nach nicht. Den Angaben nach teilt das Bundeskartellamt die Ansicht, das spusu den Wettbewerb in Deutschland positiv beeinflussen könnte. „Wir würden den Marktzutritt eines virtuellen Netzbetreibers aus dem Ausland begrüßen“, schrieb die Behörde dem Bericht der WirtschaftsWoche nach an die EU-Kommission. Bislang sieht das Kartellamt „allenfalls geringfüge Anzeichen für eine nachhaltige positive wettbewerbliche Entwicklung“.


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