Mittwoch, den 21.09.16 14:06

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Datenautomatik: Nach 2 Jahren wieder auf dem Rückzug

o2 Base Vodafone DatenautomatikDatenautomatik auf dem Rückzug – Rund zwei Jahre nachdem sich Vodafone, o2 und Drillisch für die Datenautomatik entschieden haben, ist das System bereits wieder auf dem Rückzug. o2 und BASE verzichten auf das bei vielen Kunden unbeliebte Konzept und setzen wieder auf eine klassische Drosselung oder eine moderatere Drosselrate.

Datenautomatik in der Kritik

Als BASE im Sommer 2014 als erster deutscher Anbieter von der üblichen Drosselung auf wenige Kbit/s abwisch und eine Datenautomatik einführte, stieß das Unternehmen noch auf harsche Kritik. Nicht nur die Kunden empfanden die automatische Aufbuchung neuer Datenkontingente als Kostenfalle, auch Verbraucherschützer sahen in dem System mehr Nach- als Vorteile.

Die Auseinandersetzungen führten vor Gericht und endeten damit, dass BASE das Anfangs sehr eng ausgelegte System, dem sich Kunden nur schwer verweigern konnte und welches nicht nur zusätzliche Datensnacks, sondern auch dauerhafte Datenupgrades buchte, zum Teil deutlich lockern musste.

Nach ersten Anlaufschwierigkeiten entdeckten auch andere Netzbetreiber die Datenautomatik für sich und führten sie in den hauseigenen Tarifen ein. Im September 2014 legte Vodafone die Drosselung ad acta, im Januar 2015 auch o2. Im April 2015 kamen die ersten Drillisch-Marken hinzu, bei denen die Datenautomatik mittlerweile fast ausnahmslos genutzt wird.

Datenautomatik bei BASE und o2 Geschichte

Einzig die Telekom ließ den Trend an sich vorüberziehen und bot ihren Kunden weiterhin eine reguläre Drosselung an. Im Laufe der Zeit reagierten die Anbieter zudem auf die Vorgaben der Verbraucherschützer, einige Gerichtsurteile und die Wünsche der Kunden und ließen zum Teil die nachträgliche Deaktivierung zu. Erhalten blieb die Automatik dennoch und gehörte im Tenor der Anbieter zum Angebot dazu.

helloMobil Datenautomatik im Überblick

helloMobil Datenautomatik im Überblick

Der seit gut zwei Jahren anhaltende Trend scheint nun jedoch jäh zu einem Ende zu kommen. Mit der Neuausrichtung der Marke BASE verzichtete Telefónica auf eine Datenautomatik und führte die bereits in Vergessenheit geratene Drosselung wieder ein. Statt zusätzliches Volumen automatisch aufzubuchen, lässt der Anbieter seinen Kunden die Wahl und bietet ihnen optionale Datenpakete an, die diese freiwillig nutzen können oder nicht.

Mit Einführung der neuen o2 Free Tarife, welche ab 5. Oktober 2016 die Blue All-in Angebote ablösen, verzichtet auch o2 auf die monatelang genutzte Datenautomatik. Statt dieser oder einer klassischen Drosselung auf wenige Kbit/s setzt das Unternehmen auf eine moderate Drosselung auf 1 Mbit/s, welche über GSM und UMTS zur Verfügung gestellt wird. Eine Begrenzung der Datenmenge gibt es ebenfalls nicht, o2-Kunden können nach Erreichen der Volumengrenze unbegrenzt mit bis zu 1 Mbit/s weitersurfen.

Vodafone und Drillisch weiterhin mit Datenautomatik

Ob auch Vodafone und die Drillisch-Marken in absehbarer Zeit auf die Automatik verzichten werden, bleibt abzuwarten. Vodafone hatte erst vor kurzem ein neues Red-Portfolio eingeführt, bei dem weiterhin eine Datenautomatik zum Einsatz kommt. Auch bei vielen Drillisch-Marken ist die automatische Aufbuchung fester Tarifbestandteil.

Es ist anzunehmen, dass die Vorstöße von o2 und BASE die Führungsriegen bei Vodafone und Drillisch zumindest zum Nachdenken anregen werden. Ob daraus als Konsequenz eine Abkehr von der Datenautomatik resultiert, bleibt abzuwarten. Mit den neuen Systemen von BASE und o2 ist die Automatik zumindest vorerst wieder auf dem Rückzug.


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