Dienstag, den 20.12.16 17:16

aus der Kategorie: Apps, Facebook

EU-Kommission wirft Facebook Irreführung bei WhatsApp-Übernahme vor

Facebook WhatsappEU-Kommission wirft Facebook Irreführung vor – Die Europäische Kommission prüft die vor wenigen Jahren stattgefundene Übernahme des Messengers WhatsApp durch Facebook. Die EU vermutet, dass das soziale Netzwerk zum damaligen Zeitpunkt irreführende Angaben gemacht und die Fusion unter falschen Voraussetzungen stattgefunden hat.

EU-Kommission wirft Facebook Irreführung

Die Übernahme des beliebten Messengers WhatsApp durch das soziale Netzwerk Facebook im Jahr 2014 beschäftigt erneut die Europäische Kommission. Die EU überprüft die zum damaligen Zeitpunkt getätigten Aussagen und wirft Facebook eine Irreführung vor.

Das soziale Netzwerk hatte vor der Fusion angegeben, dass es nicht zuverlässig möglich sei, die Benutzerkonten beider Dienste automatisch miteinander abzugleichen. Diese Zusage hatte die Kommission unter anderem dazu bewogen, ihre Zustimmung zur Übernahme zu geben.

Im August dieses Jahres gab Facebook bekannt, die Nutzerkonten der beiden Dienste stärker miteinander verknüpfen und die Profile teilweise zusammenführen zu wollen. Das Hauptaugenmerk lag vor allem auf der Mobilfunknummer, die Facebook-Nutzer bei WhatsApp verwendeten und über die zukünftig Freunde besser gefunden und passendere Werbung eingeblendet werden sollte. Die EU-Kommission sah darin jedoch die Zusage von 2014 konterkariert, dass ein automatischer Abgleich der Daten nicht möglich sei.

EU prüft WhatsApp-Übernahme

“Unternehmen sind verpflichtet, der Kommission im Rahmen von Prüfverfahren akkurate Angaben zu machen. Diese Verpflichtung müssen sie ernst nehmen. Wir können Unternehmenszusammenschlüsse nur dann fristgerecht und objektiv prüfen, wenn die beteiligten Unternehmen präzise Informationen bereitstellen. In diesem speziellen Fall vertritt die Kommission die vorläufige Auffassung, dass Facebook im Rahmen der Prüfung der Übernahme von WhatsApp falsche oder irreführende Angaben gemacht hat. Facebook hat jetzt die Gelegenheit zur Stellungnahme”, erklärt die für Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager in einer Information der Kommission.

Auch wenn Facebook nach starker Kritik den Datenabgleich vorläufig gestoppt hat, muss das Unternehmen nun bis 31. Januar 2017 Stellung beziehen und sich zu den Vorwürfen äußern. Eine Rückabwicklung der 2014 stattgefundenen Fusion wird es allerdings nicht geben. “Die laufende Prüfung ist darauf beschränkt, Verstöße gegen Verfahrensvorschriften zu bewerten”, heißt es. Die Zustimmung der EU-Kommission zur Übernahme beruhte nicht allein auf dieser einen Zusicherung, daher bleibt sie “in vollem Umfang wirksam und wird von der laufenden Prüfung nicht berührt”.

Sollten sich die Vorwürfe bestätigten, ist es der Kommission erlaubt, eine Geldbuße in Einklang mit Artikel 14 Absatz 1 der EU-Fusionskontrollverordnung zu verhängen. Diese kann bis zu ein Prozent des Umsatzes betragen, den Facebook generiert.


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