Sonntag, den 08.01.17 15:05

aus der Kategorie: TMobile

Telekom will Abgabe von Prepaid-Karten für Terrorabwehr erschweren

telekom-xtra-cardTelekom erschwert Prepaid-Karten-Kauf – Die Deutsche Telekom will in Europa die Abgabe von Prepaid-Karten einschränken. Zur Terrorabwehr sollen die verkauften Mengen kontrolliert werden und vor der Benutzung eine Registrierung und Identifizierung des Teilnehmers nötig sein.

Telekom verschärft Abgabe von Prepaid-Karten

Die Deutsche Telekom will einem Bericht der Wirtschaftswoche zufolge eine europaweite Anti-Terror-Initiative starten und will so den verstärkten Missbrauch von Prepaid-Karten kurzfristig eindämmen. Deutschland hat zwar im vergangenen Sommer ein Gesetz zur Identitätsprüfung beschlossen, dies trifft allerdings erst am 1. Juli 2017 in Kraft.

„Eine Registrierung mit Identifizierung sowie eine Limitierung der Kartenmenge pro Kauf sind Möglichkeiten, die im politischen Diskussionsprozess erörtert werden sollten“, sagte der Datenschutz zuständige Telekom-Vorstand Thomas Kremer gegenüber der Wirtschaftswoche.

Terrormiliz IS hortete 200.000 Prepaid-Karten

Die Verschärfung der Abgabe von Prepaid-Karten kommt nicht von ungefähr, wie ein Fall in Ungarn zeigt. Hier hatte Mitglieder der Terrormiliz IS im Namen eines verstorbenen Obdachlosen 200.000 Prepaid-Karten über die Telekom-Tochter Magayar Telekom bezogen. Einzelne Prepaid SIM-Karten wurden von Ermittlungsbehörden bei den Anschlägen in Paris und Brüssel bei den getöteten Terroristen sichergestellt.

Damit die Ermittlungsbehörden nicht auf die Schliche des Terrorplans kamen, wechselten die Terroristen nach jedem Anrufe die Prepaid-Karte in ihrem Handy. Nur so konnten diese ungestört telefonieren, ohne dass ihre Identität nachträglich festgestellt werden konnte. Nach wie vor können Prepaid-Karten in einigen europäischen Ländern wie Österreich, Holland und Rumänien ohne Vorlage des Personalausweises erworben werden.

Deutschland führt Prepaid-Ausweispflicht ein

Ab dem 1. Juli 2017 tritt in Deutschland eine Identitätsprüfung bei dem Kauf von Prepaid-Karten ein. Deutschland hat die Identitätsprüfung im vergangenen Sommer beschlossen. Laut dem neuen Paragrafen 111 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) müssen beim Erwerb einer Prepaid-Karte dann Name, Anschrift und Geburtsdatum vorgelegt werden. Unklar ist noch, wie die Mobilfunkanbieter die Identitätsprüfung beim Online-Kauf  einer Prepaid-Karte bewerkstelligen wollen.

Bislang wurde dies lediglich an die hinterlegte Anschrift verschickt und es erfolgte im Gegensatz zu einem Handyvertrag keine Verifizierung durch den Postboten. Um die persönliche Identität nachzuweisen ist jedoch der Abgleich eines Personalausweises, Reisepass oder anderen gültigen Ausweis mit Lichtbild notwendig. Für Ausländer reicht jedoch ein Aufenthaltstitel oder ein Ankunftsnachweis. Für die Anbieter würden durch ein Postident-Verfahren zusätzliche Kosten anfallen und für Verbraucher ein Mehraufwand bei der Aktivierung.


Werde jetzt Mobilfunk-Talk Online-Redakteur

Jetzt kommentieren (0)

Zur Diskussion im Forum: T-Mobile Forum

Tipp: Nur für kurze Zeit - Callya Freikarte oder o2 Freikarte oder BASE SIM-Karte oder Telekom Freikarte kostenlos bestellen!

Kommentare zu Telekom will Abgabe von Prepaid-Karten für Terrorabwehr erschweren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Profilbilder bei Gravatar
Startseite | Datenschutz | Impressum