Mittwoch, den 07.06.17 16:15

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Verbraucherzentrale: Widerruf auch ohne Originalverpackung möglich

© Ingo Bartussek - Fotolia.comWiderruf ohne Originalverpackung – Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat in einer Stichprobe ermittelt, dass viele Shops den Widerruf nur mit Originalverpackung akzeptieren. Dabei ist diese für diese für die Wahrnehmung dieses Rechts nicht erforderlich.

Widerruf ohne Originalverpackung

Bei Onlinebestellungen gilt ein 14-tägiges Widerrufsrecht, bei Nichtgefallen können Artikel in vielen Fällen problemlos umgetauscht werden – zumindest dann, wenn die Originalverpackung noch existiert. Obwohl diese eigentlich für die Wahrung der Rechte nicht notwendig ist, machen viele Onlineshops den Widerruf an ihr fest.

In einer Stichprobe mit 25 Onlineshops ermittelte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, dass viele Shops die eigentlich eindeutige rechtliche Vorgabe missachten. Auch ohne Originalverpackung darf der Händler die Rücknahme laut Gesetz nicht verweigern, erklären die Verbraucherschützer, dennoch forderten neun der 25 untersuchten Shops die OVP bei einem Widerruf ebenfalls zurück.

OVP wird von vielen Shops verlangt

Die Shops Babybjörn, Bolia, Charles-Vögele, Footshop, Huamet, Medpet und Schlummersack gaben an, dass jeder Artikel im Rahmen des Widerrufs in der OVP zurückgegeben werden muss. Cyberport und Notebooksbilliger drohten mit „Wertersatz“ und „Abzügen vom Kaufpreis“, sollten Kunden die widerrufenen Artikel ohne oder mit beschädigter OVP zurücksenden. „Etwas tricky, aber noch regelkonform agierte ein Fashionshop (Engelhorn). Der nämlich wollte die „schnelle Abwicklung“ von Retouren  ohne Originalverpackung nicht gewährleisten“, heißt es.

Obwohl Händler den Widerruf nicht verweigern oder mit Sanktionen belegen können, wenn die Originalverpackung nicht mehr existiert oder beschäftigt wurde, raten die Verbraucherschützer dazu, diese eine Zeit lang aufzubewahren:

Denn viele Händler bieten freiwillig mehr als das 14-tägige Widerrufsrecht. Sie gewähren ein Rückgaberecht, das oft weit über den gesetzlichen Standard hinausreicht. 17 von 25 Händlern in der Stichprobe machten davon Gebrauch und erweiterten dabei ihre Rückgabefristen von 14 auf meist 30, in Ausnahmefällen auf 90 (Lidl) oder sogar 100 Tage (Zalando).

Gut die Hälfte (neun) dieser Shops, darunter Otto, Zalando, Bonprix und Tchibo, wollte Retouren allerdings nach der Widerrufszeit nur noch in der Originalverpackung zurücknehmen. Und das ist erlaubt. Für Kunden gelten in diesen Shops paradoxe Verpackungs-Vorgaben: Innerhalb von 14 Tagen können sie die Waren ohne Originalverpackung zurückschicken. Wer sich länger Zeit nimmt, braucht sie für die Retoure wieder.

Bildquelle: © Ingo Bartussek – Fotolia.com


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