Freitag, den 09.06.17 12:44

aus der Kategorie: Mobilfunk

Roamingabschaffung: Das sollten Sie ab 15. Juni beachten

Roamingabschaffung – Ab 15. Juni 2017 gehören Roaminggebühren der Vergangenheit an. Deutsche Mobilfunkkunden können dann zu den Preisen ihres Inlandstarif im europäischen Ausland kommunizieren. Dennoch gibt es ein paar Punkte zu beachten.

Roamingabschaffung am 15. Juni 2017

Die in den Ländern der EU anfallenden Roaminggebühren werden am 15. Juni 2017 abgeschafft. Die in Deutschland gültigen Konditionen können dann auch im europäischen Ausland genutzt werden, ohne das zusätzliche Kosten entstehen. Allerdings gilt das nur für bis zu vier Monate pro Jahr. Wer sich länger im Ausland aufhält, kann dennoch zur Kasse gebeten werden.

Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklärt, müssen die Anbieter betroffene Kunden in einem solchen Fall jedoch erst informieren, bevor sie zusätzliche Gebühren erheben dürfen. Erst wer nach diesem Warnschuss weiterhin im Ausland telefoniert, simst und surft muss mit einem Aufschlag auf der Mobilfunkrechnung rechnen.

Roamingabschaffung mit einigen Stolpersteinen

Darüber hinaus gibt es weitere Stolpersteine, die deutsche Kunden beachten sollten, rät die Verbraucherzentrale. Vor allem jüngere Tarife sollten auf ihre Roamingfreischaltung hin überprüft werden. Seit einigen Monaten offerieren einige Anbieter spezielle “Inlandstarife”, mit denen die Nutzung nur innerhalb Deutschlands möglich ist. Im Ausland verweigert die Simkarte ihren Dienst.

Roaming Deutsche Telekom

Auch ein Blick auf die Roamingoptionen kann sich lohnen. Viele Anbieter bieten und boten verschiedene Auslandsoptionen an, die bereits in den Tarifen aktiv sind und zum Teil bessere Konditionen als der regulierte EU-Tarif bieten. Je nach Ausgestaltung der Option kann jedoch auch der EU-Tarif deutlich bessere Konditionen bereit halten als das Roamingpaket. Etwa dann, wenn der Tarif im Inland 4 GB Datenvolumen bereithält, die Roamingoption im Ausland allerdings nur 1 GB zulässt. In einem solchen Fall kann der EU-Tarif die bessere Alternative sein, da er die Nutzung des inländischen Volumens im EU-Ausland zulässt.

Vor Reiseantritt nach dem 15. Juni 2017 sollten deutsche Mobilfunkkunden ihre Tarife und Optionen daher überprüfen und kontrollieren, ob es attraktive Alternativen zu den eingestellten Tarifen, Paketen und Optionen gibt.

Aus für die Roaminggebühren

Weitere Ratschläge der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen:

  • Gleiche Entgelte wie zu Hause fallen im EU-Ausland nur bei angemessener Datennutzung – dem sogenannten „Fair Use“ – an. Damit das Surfen fern von zu Hause nicht allzu stark ausufert, können Mobilfunkunternehmen den Umfang der Datennutzung im EU-Ausland einschränken. Kunden, die die vorgegebenen Grenzen beim Online-Surfen überschreiten, werden unter Umständen von ihren Anbietern fürs Power-Surfen im Netz zur Kasse gebeten. Um nach der Rückkehr beim Blick auf die Mobilfunkrechnung böse Überraschungen zu vermeiden, sollten sich Urlauber und sonstige Reisende mit den „Fair Use“-Regeln ihres Anbieters vertraut machen.
  • Telefonieren in Ländern, die nicht zur Europäischen Union gehören, kann aber weiterhin sehr schnell ins Geld gehen. Das Aus für die bisherigen Roaming-Regeln gilt nämlich nicht in Ländern wie Thailand, der Schweiz oder der Türkei. Nur bei der mobilen Datennutzung werden Nutzer auch außerhalb der EU vor dem finanziellen Kollaps geschützt.
  • Vor bösen Überraschungen bei den Kosten ist deshalb sicher, wer sich nicht über seine SIM-Karte ins Internet einwählt, sondern dafür das schiff- oder hoteleigene Drahtlosnetzwerk (WLAN) beziehungsweise ein Internetcafé nutzt. Auf Online-Banking oder andere sensible Geschäfte sollte man allerdings über WLAN sicherheitshalber besser verzichten.
  • Auch im Ruhemodus können Smartphones und Tablets durchaus Datenvolumen verbrauchen: zum Beispiel durch die Aktualisierung von Software und Apps oder durch Herunterladen von E-Mails. Wer das verhindern möchte, sollte das Gerät vor Reiseantritt so einstellen, dass es nicht ohne Rückfrage Daten über Mobilfunknetze herunterlädt.

Wer nach der Rückkehr nach Hause Kosten auf seiner Mobilfunkrechnung vorfindet, die nicht den neuen Vorgaben entsprechen, kann sich an die Verbraucherzentrale in seiner Nähe wenden.


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