Donnerstag, den 16.11.17 11:30

aus der Kategorie: DSL & Internet

Urteil: DWD-App „WarnWetter“ darf nicht mehr kostenlos angeboten werden

DWD-App nicht mehr kostenlos – Mit der App „WarnWetter“ warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) nicht nur kostenfrei vor Unwettern und meteorologischen Ereignissen, sondern verbreitet auch zahlreiche zusätzliche Informationen. Wetter Online stieß das sauer auf und die beiden Konkurrenten trafen sich vor Gericht. Das Ergebnis: Der DWD darf „WarnWetter“ nicht mehr kostenfrei anbieten.

WarnWetter App des Deutschen Wetterdienstes

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) darf die hauseigene App „WarnWetter“ nicht mehr kostenfrei anbieten. Zu dieser Entscheidung kam das Landgericht Bonn unter dem Aktenzeichen 16 O 21/16, nachdem der DWD-Konkurrent Wetter Online gegen das Angebot vorgegangen war.

Kernstück der „WarnWetter“ App ist die Warnung vor Stürmen, Wintereinbrüchen und anderen meteorologischen Ereignissen, die eine Gefahr für Leib und Leben darstellen können. Darüber hinaus liefert die App allerdings auch Wetterberichte und verstößt damit in den Augen der Bonner Richter gegen das Wettbewerbsrecht. Aus diesem Grund müsse der DWD nach geltendem Recht eine Vergütung für den Dienst verlangen.

Wetter Online sieht Wettbewerbsverzerrung

Konkret sieht Wetter Online in der kostenfreien „WarnWetter“ App eine Wettbewerbsverzerrung, die durch Steuergelder finanziert werde. Im Gegensatz zum DWD können Wetter Online und andere Anbieter nicht auf diese Art der Finanzierung zugreifen und müssen für ihre Dienste und Apps Gebühren erheben oder sie über Werbeeinblendungen finanzieren.

Das Bonner Landgericht sah die Tatsache als erwiesen an, dass der DWD mit der App nicht hoheitlich auftrete, sondern trotz des kostenfreien Angebots wirtschaftliche Interessen verfolge. Die Anwendung steigere den Bekanntheitsgrad, das Ansehen und die Marktmacht des DWD und falle damit unter das Wettbewerbsrecht, heißt es. Dadurch müsse der DWD für „WarnWetter“ entsprechende Gebühren erheben.

Während die Branche das Urteil begrüßt und der Meinung ist, dass der DWD mit seiner App übers Ziel hinaus schieße, gibt der DWD an, bewusst nur einen kleinen Teil der vorliegenden Informationen zu verbreiten. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.


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