Donnerstag, den 21.12.17 11:20

aus der Kategorie: Mobilfunk

Bundesnetzagentur will Verbraucher besser vor ungewollten Abos schützen

© Ingo Bartussek - Fotolia.comUngewollte Abos auf Mobilfunkrechnungen – Die Bundesnetzagentur will stärker gegen ungewollte Abo-Dienste und Drittanbieter vorgehen. Dadurch sollen Verbraucher besser gegen unerwünschte Posten auf ihren Mobilfunkrechnungen geschützt werden.

Abos und Drittanbieterdienste

Trotz verbesserter rechtlicher Bedingungen stellen Abos und Drittanbieterdienste für viele Mobilfunkkunden noch immer ein Ärgernis dar. Die Posten, die wöchentlich oder monatlich abgerechnet werden, tauchen meist unerwartet auf den Rechnungen auf und sind nur schwer wieder zu kündigen. Das bereits abgerechnete Geld ist in der Regel verloren.

Auch die Bundesnetzagentur hat das Problem erkannt und will in Zukunft stärker gegen unerwünschte Abos und Drittanbieter vorgehen. Zu diesem Zweck wurde ein Verfahren zur Festlegung von verbraucherschützenden Regelungen zum Bezahlen über die Mobilfunkrechnung in die Wege geleitet.

Besserer Schutz vor Abos

„Wir wollen verhindern, dass Mobilfunknutzern ungewollt Drittanbieterleistungen in Rechnung gestellt werden“, erklärt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. „Technische Möglichkeiten zum Schutz von Verbrauchern sollten effizient angewandt werden.“ Konkret soll das Verfahren klären, ob die von den Mobilfunkanbietern zum Teil bereits eingesetzten Sicherungsmechanismen ausreichend sind, um Kunden vor ungewollten Abrechnungen zu schützen, oder ob diese ausgeweitet werden müssen.

Bundesnetzagentur homann

Jochen Homann, Präseident der Bundesnetzagentur

Wie die Aufsichtsbehörde angibt, beschweren sich nach wie vor zahlreiche Verbraucher über versteckte Abo-Verträge, die erst auf der Mobilfunkrechnung sichtbar werden. Diese verstecken sich häufig hintern Bildern und Texten und werden vom Kunden unbemerkt ausgelöst. Diesem intransparenten und häufig nur durch technische Manipulation möglichen Vorgehen will die Bundesnetzagentur einen Riegel vorschieben und eine einheitliche Regelung etablieren.

In erster Instanz wurde dazu ein umfangreicher Fragenkatalog veröffentlicht, der sich vor allem an betroffene Unternehmen, Fachkreise und Verbraucherverbände richtet. Die Anhörung findet bis einschließlich 28. Februar 2018 statt. Um sich vor ungewollten Drittanbieterdiensten zu schützen, können Verbraucher bereits jetzt eine Drittanbietersperre über ihren Mobilfunkanbieter einrichten lassen.

Bildquelle: © Ingo Bartussek – Fotolia.com


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