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Mittwoch, den 24.01.18 18:06

aus der Kategorie: Mobilfunk, TopNews

Keine Transparenz: Mobilfunkanbieter informieren kaum über Vertragsdetails

© Benicce – Fotolia.comTransparenz im Mobilfunk – Seit Juni 2016 müssen Mobilfunk- und Festnetzanbieter genauer über ihre Tarife informieren und unter anderem Produktinformationsblätter zur Verfügung stellen. Wie die Stiftung Warentest feststellte, fehlt es dem Telekommunikationsmarkt trotz verbesserter gesetzlicher Vorgaben jedoch weiterhin an Transparenz.

Produktinformationsblätter und Co.

Seit dem 1. Juni 2017 sind für Telekommunikationsanbieter verpflichtet, vor Abschluss eines Vertrages unaufgefordert Produktinformationsblätter zur Verfügung zu stellen. In ihnen müssen unter anderem die Laufzeit, die Surfgeschwindigkeit, die monatliche Kosten und die Tarifinhalte genannt werden. Seit Dezember 2017 ist die zweite Stufe der Transparenzverordnung in Kraft, seit dem müssen die Anbieter auf den Rechnungen zudem über das Kündigungsdatum und damit zusammenhängende Details informieren.

Allerdings ist der Telekommunikationsmarkt trotz verbesserter rechtlicher Vorgaben noch immer intransparent, fand die Stiftung Warentest heraus. Mängel gab es den Angaben nach sowohl online als auch offline in den Geschäften vor Ort. So seien vier von fünf untersuchten Mobilfunk- und Festnetzanbietern mit einem bundesweiten Filialnetz mit der Wertung “inakzeptabel” durchgefallen. Einzig die Telekom schnitt mit “bedenklich” etwas besser ab, allerdings hauptsächlich deshalb, weil die Mitarbeiter vor Ort die Produktinformationsblätter zumindest aushändigten. Die übrigen Anbieter taten das erst gar nicht.

Transparenz nicht vorhanden

Auch auf Nachfrage konnten die Mitarbeiter nicht immer konkret Auskunft über die Kündigungstermine oder die tatsächlichen Internetgeschwindigkeiten geben. Offenbar spiele die Transparenzverordnung bei der Schulung der Mitarbeiter bislang kaum eine Rolle, mutmaßt Stiftung Warentest. Allerdings scheinen auch viele Kunden noch nicht zu wissen, was ihnen von Rechtswegen her zusteht. Die Empfehlung lautet daher, gezielt nach den Informationsblättern zu fragen und sich nicht darauf zu verlassen, dass diese unaufgefordert ausgehändigt werden.

Beispiel für Produktinformationsblätter verschiedener Anbieter

Doch auch online schwächelten die Anbeter bei der Umsetzung der neuen Verordnung. Insgesamt wurden 31 Anbieter überprüft, sieben von ihnen erhielten das Urteil “bedenklich”, neun sogar “inakzeptabel”. Die restlichen 15 Anbieter erreichten zumindest ein “angemessen”. Hauptkritikpunkt: Die Produktinformationsblätter waren häufig nicht direkt auf der Angebotsseite ersichtlich, waren inhaltlich mangelhaft oder gar nicht erst eingepflegt.

Transparenzverordnung ohne Transparenz

Direkte Rechtsfolgen können Verbraucher von der Transparenzverordnung nicht ableiten. Allenfalls kann eine Nachbesserung verlangt werden, beispielsweise wenn die tatsächlichen Werte nicht die in den Produktinformationsblättern versprochene Geschwindigkeit erreichen. Die neuen Vorgaben sollen es Kunden vorrangig erleichtern, die Tarifdaten zu vergleichen und den für sich passenden Anbieter zu wählen. Allerdings sind diese trotz eindeutiger rechtlicher Vorgaben noch immer nicht überall direkt einsehbar.

Alle Informationen zum Test der Stiftung Warentest sind im Magazin “test” 2/2018 zu finden.

Bildquelle: © Benicce – Fotolia.com


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