Montag, den 12.03.18 13:41

aus der Kategorie: Mobilfunk

Marktwächter fordern Ende zusätzlicher Gebühren für Auslandsanrufe

Roaming Deutsche TelekomMarktwächter fordern Ende zusätzlicher Gebühren – Die Marktwächter der Verbraucherzentralen fordern ein Ende der zusätzlichen Gebühren für Anrufe von Deutschland ins EU-Ausland. Einer aktuellen Studie zufolge ist sich mehr als die Hälfte aller Mobilfunknutzer nicht bewusst, dass die Abschaffung der Roaminggebühren nicht für Gespräche ins Ausland gilt.

Roam-like-At-Home-Prinzip

Seit Sommer 2017 gehören die Roaminggebühren innerhalb der EU der Vergangenheit an. Mobilfunkkunden können in den Mitgliedsstaaten wie Zuhause telefonieren und müssen bei normaler Nutzung keine Zusatzkosten befürchten. Allerdings gilt diese Kostenbremse nicht für Gespräche, die von Deutschland ins EU-Ausland geführt werden. Ein Umstand, der bei den Marktwächtern der Verbraucherzentrale auf Kritik stößt.

Bis zu 1,49 Euro pro Minute erheben die Mobilfunkanbieter für ein Auslandsgespräch. Erschwerend hinzu kommt, dass sich die Mehrheit der deutschen Kunden gar nicht bewusst ist, dass diese Art der Kommunikation noch immer zusätzlich in Rechnung gestellt wird. In einer Untersuchung gaben 52 Prozent der Befragten an, dass die Abschaffung der Roaminggebühren ihrer Meinung nach auch für Gespräche ins Ausland gelte. 27 Prozent haben in den vergangenen zwölf Monaten privat ins Ausland telefoniert. Rund 70 Prozent nutzen dafür ihren normalen Mobilfunk- oder Festnetztarif und keinen günstigeren Auslandstarif.

Weiterhin Kosten für Gespräche ins Ausland

“Vielen Verbrauchern ist […] der Unterschied zwischen den Roaming-Tarifen, die in der Regel nicht vom Standardtarif des Mobilfunkkunden abweichen, und den Auslandstarifen nicht klar”, erklärt Tom Janneck, Teamleiter im Projekt Marktwächter Digitale Welt. “In der jetzigen Situation zahlen viele Verbraucher für ihre Anrufe ins Ausland also deutlich mehr, als sie erwarten. Ein Blick in den jeweiligen Auslandstarif des eigenen Anbieters ist daher immer empfehlenswert.”

Um das Ungleichgewicht in den Griff zu bekommen, fordern die Marktwächter ein Eingreifen der EU. Diese verhandelt derzeit ein europäischen Kodex, bei dem der “Grundsatz der Nichtdiskriminierung für den Preis bei Anrufen und Nachrichten vom EU-Inland ins EU-Ausland” im Gesetz verankert werden soll. Zusätzliche Gebühren für Anrufe vom Heimatland ins EU-Ausland würden damit der Vergangenheit angehören.

“Diese Geldschneiderei der Telekommunikationsunternehmen muss unterbunden werden. Die Bundesregierung sollte den Vorschlag des EP in den Trilogverhandlungen unterstützen”, fordert Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv).


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