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Dienstag, den 13.03.18 16:25

aus der Kategorie: Telekom T-Home, TopNews

Telekom kündigt 30.000 VDSL-Kunden in Niedersachsen

Telekom ZentraleTelekom kündigt 30.000 VDSL-Kunden – Die Telekom spricht gegenüber 30.000 Kunden im Nordwesten Niedersachsens die Kündigung aus. Schuld ist ein Konflikt zwischen dem Netzbetreiber und EWE Tel, bei dem sich beide Seiten nicht auf einen gemeinsamen Vertrag einigen können.

Telekom kündigt 30.000 Kunden

Telekom-Kunden im Nordwesten Niedersachsen erhalten in diesen Tagen überraschend eine Kündigungsinformation. Der Netzbetreiber beendet den Vertrag von rund 30.000 Kunden zum Ende der Mindestvertragslaufzeit – sofern diese nicht von sich aus eine Vertragsänderung vornehmen. Betroffen sind Nutzer, die derzeit einen VDSL-Anschluss des Bonner Netzbetreibers verwenden.

Konkret werden Betroffene in dem Informationsschreiben zum Handeln aufgefordert, da die Telekom den bestehenden Vertrag “künftig nicht mehr anbieten” könne. Sollten die Kunden der Aufforderung nicht nachkommen, “müssen wir Ihren jetzigen Anschluss bald kündigen”. Der Schritt werde nötig, weil das Unternehmen die am Wohnort der Kunden genutzte VDSL-Technik entfernen müsse, heißt es. Das bedeutet, dass zwar weiterhin Telekom-Anschlüsse genutzt werden können, die mögliche Bandbreite jedoch stark zurückgeschraubt wird. Statt wie bisher 50 Mbit/s können Betroffene nur noch maximal 16 Mbit/s nutzen. Dadurch sind unter Umständen auch verknüpfte Dienste wie EntertainTV nicht mehr verwendbar.

Konflikt mit EWE

Hintergrund der Ankündigungen ist ein Konflikt mit EWE Tel, dem Anbieter, der in den betroffenen Gebieten die Leitungshoheit inne hat. Um Kunden dort die eigenen Services anbieten zu können, muss sich die Telekom auf die Leitungen von EWE Tel einmieten. Die Verhandlungen bezüglich einer solchen Mietvereinbarung führten jedoch bislang zu keinem Ergebnis. Beide konnten sich (noch) nicht auf einen gemeinsamen Konsens einigen.

Die Leidtragenden sind nun die Kunden, die ihre Verträge aufgrund der nicht vereinbaren Haltungen der beiden Unternehmen künftig nicht weiter nutzen können. Zwar ist eine Weiterversorgung größtenteils möglich, kann jedoch nicht mehr über VDSL, sondern nur noch über ADSL stattfinden – langsamere Geschwindigkeiten inklusive.

“Wir machen das nicht aus Jux und Dollerei”, wird Telekom-Pressesprecher George-Stephen McKinney vom NDR zitiert. Betroffenen Kunden dürfte das jedoch egal sein.


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5 Kommentare zu Telekom kündigt 30.000 VDSL-Kunden in Niedersachsen

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  1. Stephan Broszio Telekom-Sprecher schrieb am 13.03.2018 um 19:56

    Ist leider ein alte und nicht richtige Meldung. Es gibt auch keinen Streit mit EWE. Hier die Fakten: Mit dem Vectoring-Ausbau können wir Millionen Kunden Bandbreiten bis zu 100 MBit/s bieten. Entweder als eigene Leistung auf unserem Netz oder eingekauft bei Wettbewerbern. Letzteres erfordert neben Mietverträgen allerdings eine technische Umstellung. Daher können wir in einigen Nahbereichen für eine Zwischenzeit statt bis zu 25 bzw. 50 MBit/s nur langsamere Bandbreiten bis zu 16 MBit/s anbieten. In Niedersachsen betrifft dies die Kunden von rund 10.000 VDSL-Anschlüssen. Der weitaus größte Teil von ihnen konnte in dem noch laufenden Prozess für eine ADSL- oder ADSL/Hybrid-Lösung gewonnen werden. Sie sind also nicht gekündigt, sondern haben ein neues Vertragsverhältnis.

    Hintergrund: Vectoring bringt deutlich höhere Bandbreiten, allerdings kann in einem Anschlussbereich aus technischen Gründen immer nur ein Carrier Vectoring ausbauen. In 7.200 Nahbereichen ist dies die Telekom, in knapp 400 sind dies Wettbewerber. Über 200 entfallen davon auf EWE. Die Telekom muss ihre VDSL-Produktion in den Carrier-Ausbaugebieten einstellen. Sie kauft stattdessen Leistungen in den Nahbereichen jeweils bei dem Wettbewerber ein, der den Nahbereich mit Vectoring ausbaut. In diesem Fall EWE.

    Aus vertragsrechtlichen Gründen können wir Kunden nicht einfach umschalten, da sich Änderungen in den Leistungen und Vertragsinhalten ergeben; z.B. gibt es Entertain aktuell nicht im Wholebuy-Portfolio oder die bestehenden Vertragslaufzeiten können nicht übernommen werden. Diesen Kunden teilen wir die Netzänderung mit, weisen sie auf die Alternativen hin und betonen, dass wir bei keiner Reaktion kündigen müssen. Zur individuellen Beratung haben wir extra die Hotline 0800 55 33 555 eingerichtet. Und, wie
    gesagt, werden wir als nächstes den heruntergestuften Kunden ein neues Angebot auf Basis des Vectoring-Ausbaus von EWE machen mit Bandbreiten bis zu 100 MBit/s.

    • Matthias schrieb am 13.03.2018 um 22:37

      > Aus vertragsrechtlichen Gründen können wir Kunden nicht einfach umschalten, da sich Änderungen in den Leistungen und Vertragsinhalten ergeben; z.B. gibt es Entertain aktuell nicht im Wholebuy-Portfolio oder die bestehenden Vertragslaufzeiten können nicht übernommen werden.

      Quelle: https://www.mobilfunk-talk.de/news/247812-telekom-kuendigt-30-000-vdsl-kunden/

      Ich übersetze das Mal: Das Datenvolumen wird teurer und daher würdet ihr bei einem eingekauften Vectoring-VDSLer weniger verdienen, insbesondere an Anschlüssen wo das Fernsehen auch über das Internet läuft. Daher schwatzt ihr den Kunden lieber krüppelige LTE-Hybrid-Lösungen auf, statt euch zu fairen Preisen in den Nahbereich von EWE einzukaufen.

      Es ist doch in der Branche bekannt, dass die Telekom die Hand ganz weit aufhält, wenn andere ihre Leitungen nutzen müssen, aber sie extrem knickrig ist, wenn sie Fremdleitungen anmietet. Das wird EWE einfach nicht mitgemacht haben.

      Fairer Weise muss man sagen, dass EWE anders als die Telekom die Leitungen nicht zu einem festen Preis anbieten müssen, sondern frei verhandeln dürfen.

    • Grompa schrieb am 14.03.2018 um 10:09

      Ich denke mal bei der Telekom heisst es aktuell „Gier frisst Hirn“.

  2. Chicken-Driver schrieb am 13.03.2018 um 18:40

    Ich noch mal, habe eben mal Telefoniert. Man sagte mir, das das Gebiet nicht mehr profitabel genug ist, und darum VDSL dort beendet wird. Tja, Deutschland hat den Anschluss nicht nur verpasst, das Land wird es auch nicht mehr schaffen auf den rollenden Wagen aufzuspringen. Der Wagen wird schneller, Deutschland’s kleiner Kinderwagen schaft es nicht.

  3. Chicken-Driver schrieb am 13.03.2018 um 18:25

    Und hier muss die Regierung ein Riegel vorschieben. Ihr sollt ausbauen NICHT abbauen ………

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