Mittwoch, den 06.06.18 13:10

aus der Kategorie: Yourfone

yourfone: Nach Verkauf nun Insolvenzantrag gestellt

Yourfone Shopyourfone Insolvenzantrag – Gut fünf Monate nach dem Verkauf der Drillisch-Marke yourfone an Aptus hat das Unternehmen ein Schutzschirmverfahren eingeleitet. Damit kann für die rund 100 verbliebenen Shops ein Insolvenzplan ausgearbeitet werden. Ziel ist die Erhaltung der Standorte.

yourfone Insolvenzantrag

Nachdem Drillisch die yourfone-Shopkette überraschend zum Jahreswechsel 2017/2018 an Aptus verkauft hat, hat der neue Eigentümer nun ein Schutzschirmverfahren im Rahmen eines Insolvenzantrags eingeleitet. Dem hat das zuständige Amtsgericht bereits am 30. Mai 2018 zugestimmt.

In Kürze will Aptus mit der Ausarbeitung eines Insolvenzplans beginnen, der die Sanierung der yourfone-Shopkette zum Ziel hat. Den Plänen nach sollen so gut wie alle noch vorhandenen yourfone-Shops erhalten bleiben. Aptus hatte die yourfone Shop GmbH mit rund 100 Shops Anfang des Jahres übernommen. Gleichzeitig wurden die Verträge mit ca. 100 yourfone-Partnershopbetreibern fristgerecht gekündigt.

yourfone Shops sollen erhalten bleiben

„Aptus hat Yourfone als Sanierungsfall übernommen und in den vergangenen Monaten bereits erfolgreich Restrukturierungsmaßnahmen einleiten können. Ziel ist es, den überwiegenden Teil der Yourfone und seine Standorte zu erhalten und die Sanierung noch in diesem Jahr erfolgreich zu beenden“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber Telecom-Handel.

Bei inside-handy.de ist man kritischer und sieht das Insolvenzverfahren eher als Möglichkeit, um beispielsweise die zum Teil teuren Mietverträge in Einkaufscentern außerhalb der Fristen auflösen zu können. Dafür sprechen Berichte von Mitarbeitern, deren Gehalt vom Mai noch aussteht und nicht überwiesen wurde, heißt es. Sollten sich die Berichte als wahr herausstellen, könnte es um die Shops schlechter stehen als kommuniziert.

Die Redaktion berichtet ebenfalls von der These, dass der Verkauf an Aptus lediglich ein Kniff von Drillisch gewesen sei, um den geltenden Betriebsvereinbarungen zu entgehen. Durch diese war es nur schwer möglich, Mietverträge und Beschäftigungsverhältnisse ohne größere Bedingungen aufzulösen. Mit dem Verkauf und der anschließenden Insolvenzanmeldung sei das nun deutlich leichter möglich. „Konkrete Belege hierfür existieren derzeit allerdings nicht. Eine Anfrage von inside handy an Ilion Holding, zu der auch die Aptus Shop GmbH gehört, blieb bislang unbeantwortet“, so inside-handy.de


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3 Kommentare zu yourfone: Nach Verkauf nun Insolvenzantrag gestellt

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  1. PetitFramboise schrieb am 29.06.2018 um 11:49

    Ich gebe dann mal einfach weiter…

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    wie in unserer letzten Mail angekündigt, möchten wir Euch kurzfristig und fortlaufend über den aktuellen Verfahrensstand informieren.

    Wie bereits avisiert, müssen wir im Rahmen der Sanierung das Filialnetz deutlich straffen. Die Reduzierung der Shops ist leider auch mit einem erheblichen Personalabbau verbunden.

    Im Rahmen des Schutzschirmverfahrens haben wir als Betriebsrat die Verhandlungen mit der Geschäftsleitung über den Sozialplan mit einem fairen Interessenausgleich am Montag dieser Woche abgeschlossen. Im Ergebnis lässt sich festhalten, dass 136 Mitarbeiter ihre Anstellung verlieren und in den kommenden Tagen eine entsprechende Kündigung erhalten. Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen, doch wir haben in dieser Situation leider keine andere Möglichkeit.

    Nur durch den Personalabbau können wir das Überleben des Unternehmens sichern und für die verbleibenden 143 Mitarbeiter den Arbeitsplatz erhalten. Das entspricht mehr als der Hälfte aller Stellen. Mit den verbleibenden 38 Stores wollen wir zukünftig unter einer neuen Marke am Markt auftreten. Wir befinden uns diesbezüglich in den finalen Verhandlungen mit dem „Onliner“, so dass wir kurzfristig weitere Details bekanntgeben werden. Der konkrete Zeitplan für die Zusammenarbeit und die nächsten Schritte steht bereits.

    Um euch das neue Shopkonzept vorzustellen, planen wir ab Mittwoch, den 11. Juli 2018, entsprechende Mitarbeiterveranstaltungen vor Ort in Berlin. Den genauen Ablauf und die Zeiten dazu geben wir euch noch bekannt, so dass ihr auch dementsprechend planen könnt. Mit der Umgestaltung der ersten Stores starten wir bereits Anfang bis Mitte Juli, ihr dürft also gespannt sein.

    Wir bedauern sehr, dass wir bezüglich des Stellenabbaus keine andere Möglichkeit haben und wir möchten uns bei den betreffenden Mitarbeitern ganz herzlich für die Zusammenarbeit und das Engagement jedes Einzelnen bedanken. Auch wenn die Situation für uns alle nicht einfach ist, bitten wir euch weiterhin um eure Unterstützung. Nur gemeinsam kann uns sowohl die Erfüllung des Insolvenzplans gelingen als auch ein erfolgreicher Neustart aus der Sanierung.

    Viele Grüße

    Simon Leopold, Markus Schneider und Euer Betriebsrat

  2. o2 can do schrieb am 25.06.2018 um 12:54

    Es sollen nur an die 40Shops erhalten bleiben. Ergo werden auch viele Mitarbeiter gekündigt. Vielen Shopvermietern wurde die Miete noch nicht überwiesen um die unter Druck setzen zu können. Es wird wegen einem Sozialplan und Abfindungsprogramm diskutiert. Das ist das, was ich aus näheren Quellen erfahren habe.

  3. Anonym schrieb am 07.06.2018 um 13:10

    Stand heute ist bei uns Mitarbeitern immer noch kein Lohn auf dem Konto , auch die gekündigten Mitarbeiter haben Probleme ihren Lohn zu bekommen da Aptus sich nicht verantwortlich fühlt und die Agentur für Arbeit auch nicht und die Gehälter erst nach kompletter Beendigung des Arbeitsverhältnisses als Insolvenzgeld ausgezahlt werden! So mit Mitarbeitern die arbeiten wollen und für ihr Geld arbeiten bzw gearbeitet haben umzugehen ist eine riesen Sauerei! Viele Mitarbeiter haben Existenzängste aber das ist der Firma egal. In dem Betrieb ist der Mitarbeiter nur eine Nummer und wird zur Not ersetzt bzw es passiert gar nichts. Hauptsache die Obere Chefetage bekommt ihr Geld!

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