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Mittwoch, den 13.06.18 17:30

aus der Kategorie: o2 News und Nachrichten, TopNews

o2 schließt verstärkt Shops in guten Lagen

o2 Shopo2 schließt verstärkt Shops – Mit der Zielsetzung, der führende digitale Telekommunikationsanbieter Deutschlands zu werden, scheint für viele Shops des Netzbetreibers o2 kein Platz mehr zu sein. Der Anbieter schließt zahlreiche Filialen – auch in eigentlich gut laufenden Lagen. In den Augen der Händler ist das Problem hausgemacht.

o2 schließt verstärkt Shops

Nach der Übernahme von E-Plus sah es lange Zeit nicht gut für o2 aus. Anhaltende Netzprobleme, Einschränkungen aufgrund der Zusammenlegung von o2 und E-Plus und über Monate hinweg andauernde Service-Engpässe bei der Erreichbarkeit des Kundensupports haben den Spaß an der Marke nicht nur zahlreichen Kunden verdorben. Auch die Mitarbeiter des Unternehmens hatten mit den Problemen zu kämpfen und mussten die Wut der Kunden nicht selten in den Shops vor Ort abfangen.

Wie die WirtschaftsWoche berichtet, sehen sich viele Mitarbeiter, die o2 trotz der Probleme nach der E-Plus-Übernahme die Treue gehalten und den Netzbetreiber so manches mal verteidigt haben, von ihrem Arbeitgeber im Stich gelassen. Nach Bekanntgabe der Zielsetzung, o2 in den nächsten Jahren zum führenden digitalen Telekommunikationsanbieter Deutschlands auszubauen, scheint für die Shops und deren Mitarbeiter kein Platz mehr in der Vertriebsstruktur zu sein. So zumindest dürften es die Mitarbeiter empfinden, die in diesen Tagen aufgrund von Shopschließungen ihren Arbeitsplatz verlieren.

Shops geben o2 die Schuld

“Telefónica hat uns goldene Zeiten versprochen und uns dann absichtlich verhungern lassen” wird ein Händler von der WirtschaftsWoche zitiert. Die Shopschließungen betreffen den Angaben nach vor allem ehemalige E-Plus-Shops, die zum Zeitpunkt der Übernahme noch mit “kühnen Wachstumsprognosen zum Weitermachen unter der Dachmarke O2” geködert wurden.

De Facto habe es Telefónica vor allem bei den ehemaligen E-Plus-Händlern nie geschafft, dauerhaft funktionierende Systeme einzuführen. Der Zugriff auf Kundendatenbanken und interne IT-Systeme sei auch heute noch, rund vier Jahre nach der Übernahme, nicht in allen Shops reibungslos möglich, so die WirtschaftsWoche. Vor dem Landgericht München kämpfen Händler bereits um höhere Ausgleichzahlungen, die die Umsatzeinbußen aufgrund der fehlerhaften IT-Systeme ausgleichen sollen.

o2 Shops

Dabei war bereits 2016 abzusehen, dass die anhaltenden Probleme die Existenz vieler Händler bedrohen. In internen Schreiben wiesen die Händler das Unternehmen bereits vor zwei Jahren auf die Missstände hin – passiert sei seitdem wenig. Durch den fehlenden Zugriff auf die selbst aufgebauten Kundendatenbanken entging vielen Händlern das wichtige Geschäft mit den Bestandskunden. Diese kauften statt im Geschäft vor allem online oder am Telefon. Den Angaben nach hatten Filialen aufgrund dessen teilweise Umsatzausfälle von mehr als 50 Prozent.

Händler sehen sich benachteiligt

Einige Betroffene vermuten hinter den Einschränkungen und Vorfällen in den letzten Jahren System. Unter anderem ist in diesem Zusammenhang von einer “gezielten Manipulation der Software” die Rede. Merkwürdig kommt Händlern auch vor, dass nur die Shops von den IT-Problemen, die den Zugriff auf die Kundendaten verhinderten, betroffen sind. Die Callcenter und Hotline-Mitarbeiter, die gezielt nahezu unschlagbare Angebote unterbreiten, hätten diese Probleme nicht gehabt, heißt es.

“Ein Stammkunde wurde sogar angerufen, als er gerade in meinem Shop war und ich aufgrund der IT-Probleme nicht weiterhelfen konnte”, erklärt ein Händler seine Beobachtung. “Da wusste ich, dass Telefónica auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit keinen Wert mehr legt.”

In den vergangenen Wochen haben unter anderem o2 Shops in Bottrop, Gladbeck, Duisburg, Limburg, Montabaur, Bergheim und Recklinghausen geschlossen. Zum Teil Filialen in guter Lage. Allerdings relativiert die WirtschaftsWoche auch: “Die goldenen Zeiten für Mobilfunkshops sind vorbei. Alle Mobilfunkbetreiber – auch die Telekom und Vodafone – leiten ihren Vertrieb auf digitale Kanäle um. An die Spitze will sich Telefónica setzen.”


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