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Mittwoch, den 18.07.18 16:09

aus der Kategorie: DSL & Internet

Bundesnetzagentur: Festnetz-Portierung darf höchstens 11,44 Euro kosten

© ExQuisine - Fotolia.comGebühren für Festnetz-Portierung – Die Bundesnetzagentur hat festgelegt, welchen Betrag Verbraucher für eine Rufnummernportierung im Festnetz höchstens zahlen müssen. Ein Anbieter hatte einen Preis deutlich über der marktüblichen Höchstgrenze erhoben – zu viel, entschied die Aufsichtsbehörde.

Zu hohe Portierungskosten im Festnetz

Wie im Mobilfunk können auch Festnetzkunden in vielen Fällen ihre Rufnummer mitnehmen, wenn sie einen Anbieterwechsel vornehmen. Dabei darf der abgebende Anbieter die Kosten dieses Vorgang in Rechnung stellen und eine Portierungsgebühr erheben. Die Bundesnetzagentur hat nun nach einer Verbraucherbeschwerde einen Höchstwert für diese Kosten festgesetzt.

Ausschlaggebend dafür war die Preisliste des nordfriesischen Anbieters Freikom gewesen, der satte 39,90 Euro für die Übernahme einer Festnetzrufnummer zu einem anderen Anbieter erhob. Nach einer Überprüfung stellte die Bundesnetzagentur fest: Viel zu hoch. Marktüblich sei ein Höchstwert von 29,95 Euro inklusive Umsatzsteuer, heißt es. Die Erhebung der horrenden Gebühren von knapp 40 Euro untersagte die Aufsichtsbehörde daraufhin.

Portierung darf maximal 11,43 Euro kosten

Außerdem legte die Bundesnetzagentur fest, dass die Mitnahme einer Ortnetzrufnummer höchstens 9,61 Euro netto kosten dürfe. Inklusive Umsatzsteuer sind das aufgerundet 11,44 Euro. “Nach den telekommunikationsrechtlichen Vorgaben zum Kundenschutz dürfen Verbrauchern nur die Kosten in Rechnung gestellt werden, die einmalig beim Wechsel entstehen”, erklärt die Aufsichtsbehörde in einer Pressemitteilung. “Das von der Bundesnetzagentur angeordnete Entgelt in Höhe von 9,61 Euro netto wurde anhand eines europäischen Preisvergleichs ermittelt.”

Selbstverständlich könne Freikom auch in Zukunft niedrigere Entgelte verlangen oder ganz auf die Gebühr verzichten. Der Höchstwert von 11,43 Euro brutto darf jedoch nicht mehr überschritten werden. Einen Haken gibt es jedoch: “Die Entscheidung wirkt unmittelbar nur gegenüber dem Unternehmen Freikom“, teilt die Bundesnetzagentur mit. “Ihr ist allerdings eine Signalwirkung auch für die Überprüfung anderer Portierungsentgelte beizumessen.”

Portierungskosten nicht einheitlich

Ob die Entscheidung eine Anpassung der Gebühren bei anderen Anbietern nach sich zieht, bleibt also abzuwarten. Wer auf deutlich höhere Gebühren stößt, sollte diese dennoch der Bundesnetzagentur melden und eine Prüfung vornehmen lassen. Es ist anzunehmen, dass dann auch bei anderen Anbietern eine Anpassung erfolgt, sollten diese die höheren Kosten nicht stichhaltig belegen können.

Außerdem könnten sich auch Auswirkungen auf die Portierungsgebühren im Mobilfunkbereich ergeben, die derzeit bei einer Höchstgrenze von 30,72 Euro brutto liegen. In der Regel erheben die Mobilfunkanbieter zwischen 25 Euro und 30 Euro für die Rufnummernmitnahme.

Bei Freikom hat man die Preisliste bereits korrigiert und die bislang gültigen Gebühren von 39,90 Euro auf 11,44 Euro herabgesetzt.

Bildquelle: © ExQuisine – Fotolia.com


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