Dienstag, den 12.04.11 14:44

aus der Kategorie: Mobilfunk, Ratgeber & Tipps, Vermischtes

Schuldenfalle Pseudo-Prepaid: Bericht im SWR-Fernsehen

Bereits seit knapp 3 Jahren wird bei Mobilfunk-Talk über die Problematik der Kostenkontrolle bei Pseudo-Prepaid-Anbietern diskutiert. Nun ist die Tragweite der Problematik auch beim Fernsehen angekommen. Am Donnerstag, den 14. April 2011 um 21 Uhr berichtet das SWR-Verbrauchermagazin „Marktcheck“ über die Kostenfallen bei Prepaid.

Prepaid ist nicht gleich Prepaid

Normalerweise soll ja eine Prepaidkarte die Kostenkontrolle garantieren. Wenn der Kontostand auf Null sinkt, werden sämtliche aktive Verbindungen, beim Roaming auch passive Verbindungen gekappt. Damit werden im Gegensatz zu Verträgen hohe Rechnungen vermieden.

Bei Pseudo-Prepaid ist das anders. Zwar müssen Telefonate und SMS, wie bei echtem Prepaid auch, im Voraus bezahlt werden. Allerdings werden Datenverbindungen, Rufumleitungen, Sondernummern und Roaming erst verzögert abgerechnet, was den Kontostand der Prepaidkarte innerhalb von Stunden ins hohe Minus bringen kann.

Wird dieses Minus nicht umgehend ausgegleichen, erfolgt recht zügig eine Sperrung der Karte, was weitere Kosten nach sich zieht. Zudem folgt eine Rechnung des Anbieters wie sonst bei Postpaid-Verträgen üblich.

Merkmale von Pseudo-Prepaid

Wie kann ein Interessent eines Discount-Tarifs, der Wert auf Kostenkontrolle legt, echtes Prepaid von Pseudo-Prepaid (auch unechtes Prepaid genannt) unterscheiden? Folgende Merkmale weisen auf Pseudo-Prepaid hin:

  • Die Aufladung des Guthabens ist nur per Bankeinzug möglich
  • Es wird eine positive Bonität vorausgesetzt (SCHUFA-Abfrage)
  • Bereits bei der Kartenbestellung wird eine deutsche Bankverbindung verlangt

Wer Wert auf Kostenkontrolle legt, sollte von diesen Prepaidangeboten Abstand nehmen. Bei Kunden, für die die Kostenkontrolle nicht so wichtig ist, könnte auch ein echter Postpaidtarif die Alternative sein.

Weitere Infos zum Thema gibt es auch unter www.swr.de/marktcheck. Die Sendung kann dort auch nach der Ausstrahlung abgerufen werden.


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2 Kommentare zu Schuldenfalle Pseudo-Prepaid: Bericht im SWR-Fernsehen

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  1. Kreisl schrieb am 22.10.2011 um 09:53

    Ich bin der Meinung das es solche Pseudo Prepaid Verträge nicht geben darf es sollte gesetzlich Verboten werden Prepaid Angebote die keine sind, so gekennzeichnet werden dürfen( dann sollten die Anbieter lieber Postpaid darauf schreiben).
    Ich selbst nutze kaufe nur Prepaidkarten wo ein Konto Manager existent ist.
    Mann erkennt echtes Prepaid daran das mann das Guthaben mir *100# oder per Kontohotline abrufen kann, und diese lassen sich mit Karten des jeweiligen Anbieter aufladen.

  2. Lars schrieb am 13.04.2011 um 14:43

    Hmm, da bin ich ja mal gespannt…
    Bislang hört sich das für mich eher mäßig gut recherchiert an; denn auch bei den s.g. „echten“ Prepaidkarten kann man ja ins Minus rutschen, s.bspw. Congstar AGB 6.5.
    …Durch die nachträgliche Abrechnung von Sonderdiensten
    kann sich auf dem Konto ein negativer Saldo ergeben,
    der vom Kunden auszugleichen ist. congstar ist
    berechtigt, nachfolgende Aufladebeträge mit einem
    negativen Saldo zu verrechnen. Ein bei Beendigung des
    Vertragsverhältnisses verbleibender negativer Saldo wird
    dem Kunden mit einer Abschlussübersicht in Rechnung
    gestellt….

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