Montag, den 18.04.11 08:10

aus der Kategorie: Sonstige Discounter

Weissfunk offenbar pleite

Das Mobilfunk-Abenteuer von Schwarzfunk hat offenbar ein jähes Ende gefunden. Denn die Kunden der Marke Weissfunk können seit einigen Tagen nicht mehr telefonieren und sind auch nicht mehr erreichbar. Auch ist die Homepage und der Betreiber nicht mehr erreichbar.

Kautionen sind wohl futsch

Das ist für die Kunden keine gute Nachricht, denn Weissfunk hat sich auf Kunden mit negativen SCHUFA-Einträgen spezialisiert. Zur Realisierung des Vertrages musste ein Höchstumsatz festgelegt werden und dazu eine Kaution zur Absicherung der Forderungen von Weissfunk hinterlegt werden.

Da Schwarzfunk nicht mehr erreichbar ist, muss man von einer Insolvenz ausgehen. Damit müssen die Weissfunk-Kunden bei einem Insolvenzverfahren mindestens den Großteil der hinterlegten Kaution abschreiben.

Rufnummer kann noch portiert werden

Wer seine Rufnummer retten will, sollte dies schnell tun und sich einen neuen Anbieter suchen. Empfehlenswert ist dabei ein Prepaidanbieter, da es hier keine Probleme mit der SCHUFA geben wird. Wer im Vodafone-Netz bleiben will, kann dabei beispielsweise auf das Angebot von Bildmobil, Allmobil oder Fyve zurückgreifen.

Die Portierung kann noch bis zum 30. April 2011 über den virtuellen Netzbetreiber Gesmo realisiert werden, danach ist auch die Rufnummer futsch!

Auch Gutmobil droht die Abschaltung

Die wahrscheinliche Insolvenz von Schwarzfunk droht auch eine weitere Mobilfunkmarke in den Abgrund zu reißen. Die Marke Gutmobil ist ein Mobilfunktarif, bei dem man für karikative Zwecke spenden kann, und den Empfänger der Spende selbst bestimmt. Die Webseite ist noch erreichbar, wird aber seit über einem halben Jahr nicht mehr gepflegt.

Geschichte von Schwarzfunk

Schwarzfunk startete im April 2005 als Ableger des SMS- und Communityportals uboot.com einen Prepaidtarif im E-Plus-Netz mit einem besonders günstigen SMS-Preis. Zum Start des Tarifs kosteten Gespräche in alle deutschen Netze einheitlich 35 Cent pro Minute, innerhalb von Schwarzfunk 25 Cent pro Minute. Für eine innerdeutsche SMS wurden 15 Cent, innerhalb von Schwarzfunk 12 Cent fällig.

Der Tarif wurde am 31. August 2008 eingestellt und die Bestandskunden von E-Plus übernommen. Innerhalb von Schwarzfunk gab es dabei zum Zeitpunkt der Einstellung einen Einheitstarif von 4 Cent pro Minute und SMS. Ansonsten kosteten innerdeutsche Gespräche 18 Cent pro Minute und eine innerdeutsche SMS 8 Cent. Der Abruf der Mailbox war dabei kostenlos.

Einige Wochen später startete Schwarzfunk die Marke Weissfunk im E-Plus-Netz, die Vertragstarife ohne SCHUFA-Abfrage anbot. Diese kosteten 10 Euro monatlich mit einem recht teuren Einheitstarif von 15 Cent pro Minute und SMS. Im monatlichen Grundpreis war dabei ein Einfachhandy enthalten.

Am 1. April 2009 wechselte Weissfunk zum Vodafone-Netz und senkte dabei die Preise. Der monatliche Grundpreis wurde auf 9 Euro, die Gesprächs- und SMS-Kosten auf 9 Cent pro Minute und SMS gesenkt. Die übrigen Konditionen blieben aber unverändert.

Der Tarif krankte vor allem an dem hohen monatlichen Grundpreis ohne entsprechende Gegenleistung und den hohen Kautionsforderungen, für die man sich teilweise schon ein mittelklassiges Smartphone leisten konnte. Von daher war das Projekt Weissfunk von vornherein zum Scheitern verurteilt.


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