Dienstag, den 13.09.11 16:28

aus der Kategorie: Mobilfunk Gerichtsurteile, Ratgeber & Tipps

Urteil: Kleingedruckte Handy-Kosten sind deutlich zu kennzeichnen

Die Telekom Tochter Telekom Shop Vertriebsgesellschaft hat im Rechtsstreit mit der Verbraucherzentrale Hamburg eine juristische Niederlage kassiert. Bei dem Streit ging es um die Aufmachung einer Werbeanzeige der Telekom in einer Tageszeitung.

Handy-Kosten müssen deutlich sein

So wurde ein Smartphone in einer Werbeanzeige für 49,95 Euro beworben, dass das Smartphone jedoch nur in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag, wurde im Kleingedruckten versteckt. Die im Kleingedruckten angefallen Zusatzkosten waren jedoch nicht mal mit einer Lupe zu entziffern.

Die Verbraucherzentrale Hamburg mahnt den Telekom-Shop daraufhin an, solche Preisverschleierungen zu unterlassen und in Zukunft Preise deutlicher zu kennzeichnen. Da der Telekom Shop kam dem nicht nach, so landete der Fall vor dem Landgericht Bonn.

Urteil stärkt Rechte von Mobilfunkkunden

Wie auch bereits in einigen Gerichtsurteilen zuvor, wurde der Klage zu Gunsten der Verbraucher stattgegeben. Das Landgericht Bonn entschied unter dem Aktenzeichen (Urt. v. 05.08.2011, Az. 11 O 35/11), dass der Shop nicht mit einem Preis für Geräte werben darf, ohne deutlich den Endpreis, sowie auf die Zusatzkosten des Gerätes hinzuweisen. Der Telekom Shop hat das Urteil inzwischen anerkannt.

Irreführende Flatrate-Werbung

Bereits vor einigen Wochen erwirkte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen eine Unterlassungserklärung gegen die vier großen Mobilfunkanbieter wegen irreführender Flatrate Werbung. Hier ging es um Slogans wie Slogans wie “Internet-Flat mit bis zu 7.200 kBit/s unbegrenzt surfen”, oder “Surfen Sie unbegrenzt im Internet”. Diese sind nach der neuen Rechtsprechung nicht mehr zulässig.

Das neue Urteil vom Landgericht Bonn ist nur eines von vielen Urteilen, die in letzter Zeit die Rechte von Verbrauchern stärken. Dennoch gibt es auch für den Mobilfunkbereich noch einige Verfehlungen, die bisher noch nicht angemahnt wurden, oder sich über weitere Instanzen ziehen. Kunden sollten sich daher bei fragwürdigen Geschäftspraktiken, immer an ihre Verbraucherzentrale vor Ort wenden.


Silke B.

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