Sonntag, den 23.10.11 11:31

aus der Kategorie: Mobilfunk, Mobilfunk Gerichtsurteile

Handynummern dürfen nicht als Premiumnummer abgerechnet werden

Seit vielen Jahren bieten die Netzbetreiber Vodafone, E-Plus und o2 ihre Kundenbetreuung unter einer Kurzwahlnummer an. Während bei Vodafone die Kurzwahlnummer zum netzinternen Preis oder sogar kostenlos abgerechnet wird und bei o2 maximal 30 Cent pro Gespräch berechnet werden, kostet die Kundenbetreuung bei E-Plus bis zu 99 Cent pro Gespräch. Bis zum 30. September 2011 kostete die Hotline sogar bis zu 1,99 Euro pro Minute.

Keine Abrechnung als Sonderrufnummer

Da die teure Kundenhotline auch aus anderen Netzen über eine normale Handyvorwahl erreichbar ist, sind zahlreiche Kunden dazu übergegangen, die hohen Hotline-Preise zu umgehen, indem sie sie von anderen Anbietern angerufen hatten. Schließlich wird nur der normale Minutenpreis für ein netzinternes oder Fremdnetzgespräch abgerechnet.

Allerdings sind einige Anbieter dazu übergegangen, die Kundenhotline, die über eine gewöhnliche Handyvorwahl erreichbar ist, als Sonderrufnummer abzurechnen. Bei Tarifen mit Inklusivminuten wurden diese auch nicht auf das Hotline-Gespräch angerechnet, sondern extra tarifiert. Bekannt für dieses überraschende Vorgehen sind dabei Alice, Fonic, o2, Vodafone und Talkline, es können aber auch Kunden anderer Anbieter, vor allem im o2-Netz und im Vodafone-Netz, betroffen sein.

Berechnung als Premiumnummer unzulässig

Die Berechnung von normalen Handynummern als Sonderrufnummer ist für Telefonate ab dem 9. März 2011 unzulässig. Laut Nummernplan der Bundesnetzagentur (Abschnitt 3d) sind Rufnummern für mobile Dienste (das sind Handynummern) keine Premium-Dienste. Daher dürfen sie auch nicht als Premiumnummer abgerechnet werden.

Auch Berechnungen vor diesem Stichtag sind problematisch. Da aber in der Regel die Widerspruchsfrist schon abgelaufen ist, sind die Aussichten für eine Erstattung der zuviel gezahlten Entgelte eher schlecht. Betroffene Kunden sollten gegen die Rechnung mit Hinweis auf die Verfügung der Bundesnetzagentur schriftlich Widerspruch einlegen. Auch für Prepaidkunden steht diese Widerspruchsmöglichkeit offen. Die Widerspruchsfrist ist auf der Rechnung angegeben oder ist in den AGBs geregelt, beträgt aber in der Regel 80 Tage.

E-Plus jetzt mit Langwahlnummern

E-Plus bietet mittlerweile auch Langwahlnummern für Anrufe aus den anderen deutschen Netzen an, die auch aus dem Ausland erreichbar sind. Die Base Kundenhotline ist nun unter der 0163-1631140, die Reparaturhotline unter der 0177-1771717 und die Prepaidhotline unter der 0177-1771147 erreichbar. Die E-Plus Kundenhotline ist unter der 0177-1771000 erreichbar. Auch bei den E-Plus-Discountern wird die Kundenhotline einfach um die Vorwahl ohne 0 ergänzt. Beispielsweise ist Aldi-Talk nun auch unter der 0177-1771157 erreichbar.


Michael Beck

Werde jetzt Mobilfunk-Talk Online-Redakteur

Jetzt kommentieren (0)

Zur Diskussion im Forum

Tipp: Nur für kurze Zeit - Callya Freikarte oder o2 Freikarte oder BASE SIM-Karte oder Telekom Freikarte kostenlos bestellen!

Kommentare zu Handynummern dürfen nicht als Premiumnummer abgerechnet werden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Profilbilder bei Gravatar
Startseite | Datenschutz | Impressum