Mittwoch, den 14.03.12 16:45

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Kabelloser Strom: Handy & Notebook Ladegeräte bald überflüssig

Für viele Smartphone und Notebook Besitzer ist das Aufladen ihres Gerätes eine ständig lästige Sache. Einmal vergessen ist das Handy oder Notebook am nächsten Morgen nicht mehr einsatzfähig. Doch dank des US-Unternehmens WiTricity könnte bereits Ende 2012 eine Ladegerät für Smartphones und Notebooks überflüssig  werden.

Technologie mit kabellosen Strom

Das Unternehmen WiTricity arbeitet an einer Technologie, die das kabellose aufladen von akkubetriebenen Geräten wie z.B. Smartphones, oder Notebooks über mehrere Meter hinweg ermöglichen soll. So könnte sich ein Handy in einer Jackentasche im Flur in Zukunft selbständig aufladen.

Drahtloser Strom durch Magnetfelder

Die Technologie die das Unternehmen WiTricity entwickelt basiert auf Magnetresonanz. Dazu wird eine Spule unter Strom gesetzt, die ein oszillerendes Magnetfeld erzeugt. Das Magnetfeld wird von einer zweiten Spule aufgenommen, deren Elektronen in Schwingung geraten und dadurch über Meter hinweg Strom erzeugen.

Elektrische Zahnbürste nutzt Magnetfelder

Drahtloser Strom durch Magnetfelder kommt bereits heute zum Einsatz. So wird diese Übertragung von Strom in Transformatoren oder in Ladestationen von elektrischen Zahnbürsten genutzt. Allerdings beträgt hier der Abstand zwischen Ladestation und Gerät nur wenige Zentimeter, in Zukunft soll dieser mehrere Meter betragen können.

Keine Gefahr für menschlichen Körper

Da der erzeugte Strom nur an Empfängerspulen fließt, die genau auf den Sender abgestimmt sind, besteht keinerlei Gefahr für Leib und Leben. Normale Gegenstände oder der menschliche Körper spüren ähnlich wie beim Magnetfeld der Erde, das der Mensch ohnehin täglich ausgesetzt ist, nichts.

Format bereitet größte Herausforderung

Während WiTricity-Chef Eric Giler bereits Fernseher und Smartphones präsentierte, die sich kabellos aufladen lassen, bereitet derzeit der Formfaktor die größte Herausforderung. Zu Beginn der Tests wurden Empfängerspulen auf der Rückseite des Geräts angebracht, die teilweise so groß waren wie das Gerät selbst.  Inzwischen genügen jedoch Schaltkreise, die sich problemlos in Smartphones oder Notebooks unterbringen lassen.

Vermarktung 2012 mit Mediatek

Für die Vermarktung der eingebauten Empfängerspulen hat die Firma WiTricity den taiwanischen Elektronik-Zulieferer Mediatek ins Boot geholt. Das Elektronikunternehmen ist für die Entwicklung von Schaltkreisen in Smartphones bekannt und beliefert bereits einige Android Smartphone-Hersteller. Mit Meditathek soll bereits 2012 eine Einbindung der neuen WiTricity-Technologie in gängigen Smartphones gelingen.

Senderspulen in Haushalt notwendig

Damit Smartphones und andere akkubetriebenen Geräte den kabellosen Strom empfangen können, ist der Einbau von Senderspulen im Haushalt notwendig. Als bisherige Prototypen werden flache Matten eingesetzt, die an der Zimmerdecke angebracht werden und mit dem Stromkreis verbunden werden. Der Radius der Senderspulen beträgt zwei Meter, somit lassen sich die meisten Räume komplett versorgen. Geräte mit eingebauten Empfängerspulen würden sich in diesen Räumen automatisch bei Bedarf mit Strom versorgen.

Fazit:

Das Unternehmen WiTricity ist nicht das erste Unternehmen eine Lösung für kabellosen Strom bietet. So verkauft der Hersteller Duracell bereits eine MyGrid Ladeplatte, allerdings haben diese nur eine begrenzte Reichweite. WiTricity hat sich als Ziel gesetzt in Zukunft neben Smartphones und Notebooks auch andere Geräte wie Lampen und Audioanlagen kabellos mit Strom zu versorgen. Den Verbrauchern kann es nur Recht sein, denn wer stolpert in seiner Wohnung nicht ab und an über ein Kabel, oder ärgert sich über das Kabelwirrwarr am Fernseher? Es stellt sich nur die Frage, wie der Anbieter in Zukunft den einfachen „Stromklau“ verhindern möchte.


Silke B.

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2 Kommentare zu Kabelloser Strom: Handy & Notebook Ladegeräte bald überflüssig

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  1. Riegel schrieb am 22.03.2012 um 21:39

    „keine Gefahr für Leib und Leben“ so wird hier erneut geschrieben. Woher wissen Sie das?
    Alle Nerven des menschlichen Körpers arbeiten mit Stromimpulsen und sind somit physikalisch gesehen durch wechselnde Magnetfelder zu beeinflussen.
    Wir leben in einer Welt die immer stärker durch Elektrosmock belastet ist. Die großmundigen Versprechen der Industrie „keine Gefahr für Leib und Leben“ werden durch von ihr bezahlte Gutachten belegt aber durch andere nicht von ihr bezahlte wiederlegt. Letztlich ist ein großes Menschheitsexperiment, ob elektromagnetische Strahlen für den Menschen und seine Umgebung schädlich sind. Ich denke ja sie sind es. Eine weitere massive Quellen von elektromagnetische Strahlen möchte ich nicht in meiner Wohnung haben – kein Problem, ich muss mir ja so eine Matte nicht zulegen – wenns aber der Nachbar macht und sie evt. direkt an der Wand aufhängt, die an mein Schlafzimmer grenzt….?

    • Ich kann mich dem Komentar von Riegel voll und ganz anschließen.
      Und wenn doch eine Gefahr für Leib und Leben besteht, wer kann es dann nachweisen, das es durch diese Technik verursacht wird.
      Wer wird sich den solche Gutachten leisten können und werden diese dann auch vom Gesetzgeber bestand haben?

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