Sonntag, den 20.05.12 15:12

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Achtung beim Handy-Kauf: 1-Euro-Preise nicht eindeutig definiert

Die Zeit der subventionierten Handys und Smartphones geht dem Ende entgegen. Viele Mobilfunkbetreiber oder Händler bieten hauptsächlich Tarife oder Ratenzahlung während der Laufzeit an. Der Kunde selbst erkennt dann kaum noch, wie hoch der Endpreis  für ihn dann tatsächlich ausfällt.

Verbraucherzentrale verteilt Abmahnungen

Gegen Tricks bei der Vermarktung von Mobilfunkgeräten geht die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vor. Es wurden bereits mehrere Abmahnungen und Unterlassungserklärungen gegen Unternehmen abgegeben. Gerade im Zusammenhang mit Tarif-Optionen bei Anbietern  wurden bereits diverse Erfolge erzielt.

Käufer gewöhnten sich an Subventionen

Bisher erhielten Kunden häufig zum Vertrag ein subventioniertes Handy gleich mit dazu. Allerdings nutzen Unternehmen neuerdings diese über Jahre bei Kunden genutzte Geschäfts-Politik aus und gehen stückweise von subventionierten Handys ab. Anbieter und Händler lassen sich während der Laufzeit von 24 Monaten das Gerät in Raten bezahlen. Diesbezüglich hat die Verbraucherzentrale gerichtlich zu einer Änderung des „Geschäftsgebarens“ Unterlassungserklärungen abgegeben und das mit Erfolg.

Handy-Werbung gesplittet

Der Trend zu einer gesplitteten Werbung ist offensichtlich. Dabei arbeitet der Anbieter oder der Händler mit einem Trick. Der ursprünglich sehr teure Smartphone-Preis wird auf gesplittetin eine äußerst niedrige Anzahlung und in 24 weiteren Monats-Raten. Ein etwa 500 Euro teures Smartphones kann auf diesem Wege für 1 Euro oder z.B. 69,90 Euro angeboten werden als sogenannte Einmalzahlung.

Ratenzahlung oft teuer

Für viel Käufer ist der Preis der Einmalzahlung zunächst verlockend günstig. Allerdings folgt dem Vertrag eine 24-monatige Ratenzahlung, die dann zusätzlich geleistet werden muss. In der Werbung wird oftmals nur die Höhe  der zu zahlenden Monatsrate genannt und nicht der Gesamtpreis der Raten. Damit Käufer sich nicht über überhöhte Preise ärgern, müssen Einmalzahlung, Monatsraten und ggf. weitere Kosten im Kleingedruckten addiert werden. Doch viele Käufer übersehen oft wichtige Vertrags-Bestandteile.

Verbraucherzentrale mahnt erfolgreich ab

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat bereits acht Mobilfunkanbieter abgemahnt. Zu diesen zählen  Fonic, Freenetmobile, o2 und Simply. Gerichtlich wurden bereits Unterlassungserklärungen abgegeben und die Forderung gestellt, das jetzige „Geschäftsgebaren“ zu ändern. Und das mit einigem Erfolg. Laut Auffassung der Verbraucherzentrale  stellt diese Art von Werbung einen Verstoß gegen die Preisgabenverordnung dar. Darin heisst es u.a., der Endpreis muss- soweit dies möglich ist- deutlich genannt werden. Damit entsprechend klar ersichtliche Endperise genannt werden, musste die Verbraucherzentrale mehrmals nachfassen. Auch gegen Vodafone, Congstar und Primacall wurden einstweilige Verfügungen erwirkt.

Tipp: Auf der ganz sicheren Seite sind Verbraucher, wenn sie ein Gerät zum Einmalpreis, ohne Ratenkauf erwerben. Zusammengerechnet sind viele Angebot oft günstiger als ein Kauf auf Monatsraten.


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