Montag, den 29.10.12 08:40

aus der Kategorie: Android, Google, TopNews

Google punktet durch nacktes Android

In naher Zukunft wird Google sein nächstes Smartphone präsentieren. Mittlerweile wird das Release mit einem ähnlichen Interesse verfolgt, wie die Publikation der neuen Apple-Geräte. Die Frage, die sich dabei jedoch stellt: Was unterscheidet ein Google-Smartphone von einem anderen Handy, welches ebenfalls mit Android arbeitet und somit eigentlich auch ein Smartphone “mit Google” ist?

Google als Hersteller

Bei seinen “eigenen” Smartphones fungiert Google keineswegs als der eigentliche Hardware-Hersteller, gibt einem entsprechenden Partner aber die Vorgaben für die Produktion eines selbst-entworfenen Gerätes. Diese enge Partnerschaft fruchtete in der Vergangenheit und wurde mit den neueren Smartphones von Google immer erfolgreicher.

Bisheriger Partner war Samsung, beim kommenden Nexus-Modell, so nennt sich die Serie der von Google in Auftrag gegebenen Smartphones, wird aller Voraussicht nach wohl LG den Zuschlag erhalten. Unklar ist jedoch, ob es einen exklusiven Partner geben wird, der dann auch die neuste Android-Version auf dem neuen Nexus-Gerät verwenden wird.

Android-Smartphones warten auf Updates

Zwischen Smartphones von Google und derer anderer Hardware-Hersteller, die lediglich das Android-Betriebssystem für ihre Geräte verwenden, bestehen kleine, aber ausschlaggebende Unterschiede. In der heutigen Zeit, in der die Entwicklung von immer stärker werdender Hardware unaufhörlich voran schreitet ist es fast unmöglich ein neues Top-Smartphone länger als ein halbes Jahr unter den besten der jeweilige Klasse zu positionieren. Daher werden die entsprechenden Betriebssysteme immer wichtiger und sind teilweise der Grund für den Kauf.

Herkömmliche Android-Smartphones von den großen Herstellern, beispielsweise Samsung, LG, HTC oder Motorola, kommen mit einer möglichst aktuellen Variante des Google-Betriebssystems auf den Markt. Wird dann ein Update durch den Suchmaschinen-Giganten freigegeben, so müssen diese Hardware-Hersteller die neue Firmware erst an ihre personalisierten Oberflächen anpassen. Bei Samsung wäre das dann zum Beispiel TouchWiz. Dieser Schritt dauert allerdings teilweise mehrere Monate, sodass Nutzer eines Android-Smartphones keinesfalls sofort nach der Publikation in den Genuss der Firmware kommen.

HTC One X und Samsung Galaxy S3

Google punktet durch nacktes Android

An dieser Schnittstelle besteht der kleine, aber feine Unterschied zu den Modellen von Google. Diese kommen/kamen alle mit der aktuellsten Version von Android auf den Markt und hatten keine weitere Oberfläche über den Betriebssystem. Ein Android-Update kam und kommt daher beinahe sofort nach dem Release von Google auf das Gerät. Ein Schritt, der bei immer mehr Nutzern ein ausschlaggebendes Verkaufsargument ist. So war es tatsächlich so, dass das im November letzten Jahres vorgestellte Galaxy Nexus sein Update auf Android 4.1 Jelly Bean vor dem im Sommer präsentierten Galaxy S3 von Samsung bekam. Ein Punkt, der einen wiederholten “Shitstorm” auf Facebook auslöste. Dem so genannten “Shitstorm” müssen sich aber beinahe alle Handyhersteller stellen, denn für den Endkunden ist teilweise nicht ersichtlich, weshalb das eigene Smartphone noch kein Update erhalten hat, ältere Geräte aber beispielsweise bereits die aktuellste Version von Android an Bord haben.


Jannis Prieschenk

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