Mediaspar, Bonusrückzahlungen bleiben aus

  • Hallo,
    da Mediaspar Insolvenzantrag gestellt hat, kann man keinen Mahnbescheid mehr erlassen.
    Was kann man machen ? Die Mobilfunkverträge sind doch durch Mediaspar vermittelt worden, warum soll man die volle Rate beim Mobilfunkanbieter noch zahlen?

  • Hallo,


    dass ist und bleibt bei ALLEN Drittanbietern das Risiko. Teils werden Rabatte bei Mobilfunkverträgen direkt über den Vertragsanbieter und teils über den Drittanbieter gewährt. Was der Drittanbieter - in diesem Fall Mediaspar - mit dir vereinbart, ist nicht die Sache des Mobilfunkanbieters.


    Dieses Risiko geht jeder ein, der auch günstige Mobifunkverträge über Anbieter wie sparhandy, Handyflash, DeinHandy, Modeo, Handybude u.s.w. abschließt. Es kam in der Vergangenheit immer wieder zu Insolvenzen. Generell sollte man einen Anbieder, der wie sparhandy schon 15 Jahre auf dem Markt agiert bevorzugen und auf den ein oder anderen Euro verzichten.


    Gruß

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  • Wie oben schon erklärt, der bei Mediaspar abgeschlossene Vertrag besteht aus 2 Teilen. Einmal aus dem Tarifvertrag mit dem jeweiligen Netzbetreiber und einmal aus dem Rabattvertrag mit Mediaspar. Die Insolvenz von Mediaspar begründet rechtlich nicht automatisch die Nichtigkeit des Tarifvertrags.


    Einfacher gesagt: De Facto hast du einen normalen Laufzeitvertrag zu Konditionen X - in der Regel der stinknormale Normalpreis ohne jegliche Rabatte - mit dem Netzbetreiber geschlossen. Gleichzeitig einen zweiten über Mediaspar, in dem dir Mediaspar zusichert, dass du für Zeitraum X Summe Y als Rabatt/Nachlass/ect. bekommst. Die beiden Verträge haben aber in dem Sinne nichts miteinander zu tun, deswegen wird Vertrag 1 nicht hinfällig, nur weil Vertrag 2 nicht funktioniert.
    Hier wurden schlicht zwei verschiedene Absprache getroffen, die so kausal nichts miteinander zu tun haben - zumindest rechtlich nicht.


    Anderes Beispiel, auch wenns hinkt ;)


    Wenn dir ein Freund ein Auto auf Raten verkauft, dir deine Frau sagt "Mach das, nimm das Auto, ich geb dir jeden Monat die Hälfte dazu" und sie dann plötzlich nicht mehr zahlen kann, ist das in etwa das gleiche. Der Kaufvertrag mit deinem Freund besteht trotzdem, du bist rechtlich also verpflichtet, die Raten zu bezahlen - auch wenn deine Frau dir die versprochenen 50 Prozent nicht mehr dazu gibt. Hier liegen zwei verschiedene Absprache vor, die zwar auf den ersten Blick etwas miteinander zu tun haben, de Facto aber unabhängig voneinander laufen.


    Ja ich weiß. Blödes Beispiels, aber mir ist nichts besseres eingefallen ;)


    Das ist - wie Webmaster - schon sagte, leider das Risiko, wenn man über solche Drittanbieter bucht.


    Hatten wir auch schon mal hier:


    Handyliga.de Insolvenz: Das müssen Kunden wissen


    und hier:


    Getgoods.de ist Pleite – Online-Händler beantragt Insolvenzverfahren

  • Ja, das mag alles sein, aus Verbrauchersicht ist das nicht in Ordnung, dass man sich durch eine Insolvenz aus der Verantwortung zieht, schließlich wurden diese Verträge bis zuletzt aggressiv beworben.
    Zum Glück fehlen mir nur 60€, ich habe dafür den besten Mobilfunkvertrag aller Zeiten bei otelo(Vodafone-Netz) abgeschlossen mit 5,7"-Handy längst bei eb.. für 183€ verkauft für 19,95€ mit 10€ Bonus/alles monatlich, Flatrate+1GB, für mich hat sich das immer noch gelohnt.Für das 183€-verkaufte Handy bestellte ich mir in 2015 ein aktuelles siswoo C55 mit Lte, für 130€ in China, etwas später gab es es noch Datenflat, 3GB, 50Mbit Telekom-LTE von Handyspar für durchschnittlich 5,55€!

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  • Das es durch die aktuelle "Geiz ist Geil" Mentalität auch zu Insolvenzen kommt ist völlig klar. Die Kalkulationen sind gerade bei Drittanbietern am untersten Limit, wie du ja schön aufzeigst. Da ist nichts mehr verdient und das Unternehmen muss auch Mitarbeiter u.s.w beschäftigen.


    Gibt es dann zu viele unvorhergesehene Zahlungsausfälle durch Kunden oder Provisionszahlungen der Mobilfunkanbieter verschieben sich, kann es schon passiert sein. Dafür kann das Unternehmen teils gar nichts direkt dafür, sondern hatte zu wenige Reserven.


    Bei jeder Insolvenz gibt es Verlierer, dass ist nicht nur bei Mediaspar so, sondern überall. Woher sollen die Geld nehmen wenn es weg ist.

  • Zitat

    Ja, das mag alles sein, aus Verbrauchersicht ist das nicht in Ordnung, dass man sich durch eine Insolvenz aus der Verantwortung zieht, schließlich wurden diese Verträge bis zuletzt aggressiv beworben.


    Deswegen sollte man sich bei solchen Billig-Preisen nicht gedankenlos in Versuchung führen lassen, sondern sich informieren, was man da genau kauft.
    Wer blind abschließt, weil es ja so billige ist, muss dann eben damit rechnen, das da auch mal was schief gehen kann...


    Das Risiko ist da - Buchen sollte man nur, wenn man damit leben kann... Sich hinterher aufregen geht zwar auch, aber bringt halt nicht wirklich was.


    Und aus der Verantwortung zieht sich ja keiner. Jeder Gläubige kann sich beim Insolvenzverwalter melden und wird dann bei der Aufteilung der Insolvenzmasse berücksichtigt. In wie weit und mit welcher Summe hängt von dem ab, was noch da ist und wie viele Gläubige es insgesamt gibt.

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