Sms von o2 - Regulierter EU-Roaming Tarif

  • Erhielt von o2 gerade diese SMS:


    Zitat


    Lieber o2 Kunde, anlässlich eines EuGH-Urteils werden wir Ihren Vertrag auf den regulierten EU-Roamingtarif mit gleichen Konditionen wie im Inland umstellen. Weitere Infos unter https://o2online.de/goto/eugh-roaming1. Für Roaming innerhalb der EU könnte der regulierte EU-Roamingtarif günstiger als Ihr aktueller Roamingtarif sein. Diesen Vorteil würden Sie verlieren, wenn Sie der Umstellung widersprechen. Für Roaming außerhalb der EU können allerdings höhere Kosten als in Ihrem aktuellen Tarif entstehen. Um zu widersprechen und damit im aktuellen Tarif zu verbleiben, antworten Sie binnen 14 Tagen kostenlos mit NEIN auf diese SMS. Ihr o2 Team


    Verstehe nicht, was das beduetet. Sollte ich nun etwas tun oder nicht?

  • Nein, du bekommst einfach den normalen EU-Tarif, wie er gesetzlich vorgesehen ist.

    Sprich "Roam like at home", der seit 2017 gilt.

    o2 hatte damals Bestandskunden, die einen anderen Roamingplan hatten, nicht automatisch umgestellt, hätte das laut EuGH aber tun müssen - das holen sie jetzt nach.

    Du dürftest also einen separaten Roamingtarif nutzen und wirst deshalb jetzt auf das allgemeingültig für alle umgestellt.

    Ggf. kannst du prüfen, ob dir deswegen seit 2017 zusätzliche Kosten entstanden sind. Die kann man erstatten lassen.


    Siehe: https://www.mobitalk.de/urteil…streit-von-2017-gegen-o2/

  • Vielen Dank, auch für den Link.


    Ich muss also nichts tun (etwa also nicht mit "Nein" widersprechen), weil diese Umstellung für mich vorteilhaft ist bzw. eine ist, die nach dem Gesetz schon hätte ab 2017 gelten müssen bei o2. Und der Vorteil ist für mich, dass ich ab jetzt offenbar weniger Roaming-Gebühren zahlen müsste, als ich es vorher ab 2017 hätte tun müssen oder getan habe, weil o2 offenbar das Gesetz nicht beachtet hatte, falls ich richtig verstehe.


    Um herauszufinden, ob ich jemals nach 2017 Roaming-Gebühren gezahlt hätte, die ich nicht hätte zahlen müssen, müsste ich wohl alle Rechnungen einzeln durchsehen oder gibt es da eine automatisierte Möglichkeit, die nicht so aufwändig wäre?

  • prepaid.

    Hat den Titel des Themas von „Was bedeutet SMS von o2: anlässlich eines EuGH-Urteils werden wir Ihren Vertrag auf den regulierten EU-Roamingtarif mit gleichen Konditionen wie im Inland umstellen?“ zu „Sms von o2 - Regulierter EU-Roaming Tarif“ geändert.
  • Zitat
    Ich muss also nichts tun (etwa also nicht mit "Nein" widersprechen), weil diese Umstellung für mich vorteilhaft ist bzw. eine ist, die nach dem Gesetz schon hätte ab 2017 gelten müssen bei o2. Und der Vorteil ist für mich, dass ich ab jetzt offenbar weniger Roaming-Gebühren zahlen müsste, als ich es vorher ab 2017 hätte tun müssen oder getan habe, weil o2 offenbar das Gesetz nicht beachtet hatte, falls ich richtig verstehe.

    Ja, o2 hätte dich schon 2017 umstellen müssen. Dass das nicht passiert ist liegt zum einem am "Rechtsempfinden" von o2 und zum anderen daran, dass die diesen Streit bis vor den EuGH getrieben haben, was eben ein paar Jährchen gedauert hat :D


    Ob du mit dieser "neuen" Regelung jetzt weniger bezahlst als bisher, kann ich dir aber leider nicht sagen. Das kommt drauf an, was du jetzt für einen Roamingtarif hast. In der Regel ist die EU-Regulierung aber die günstigste Option, da die ja besagt, dass man seinen Tarif wie im EU-Ausland wie in Deutschland nutzen kann (unter Fair-Use-Gesichtspunkten). Die "alternativen Roamingtarife", wie sie vor 2017 zum Einsatz kamen, waren da meist schlechter.


    Aber je nach Situation kann es natürlich auch anders sein. Wer als Beispiel viel in der Schweiz ist und einen alternativen Roamingtarif hat(te), bei dem die Schweiz inklusive ist, kann da natürlich Nachteile haben, wenn das Land im regulierten Tarif nicht mehr inklusive ist.


    Aber wenn du ein normaler Reisender bist, der ein paar mal pro Jahr im Ausland bzw. im Urlaub ist, dürfte der EU-Tarif für dich besser sein.


    Zitat

    Um herauszufinden, ob ich jemals nach 2017 Roaming-Gebühren gezahlt hätte, die ich nicht hätte zahlen müssen, müsste ich wohl alle Rechnungen einzeln durchsehen oder gibt es da eine automatisierte Möglichkeit, die nicht so aufwändig wäre?

    Leider nein, das muss man wenn dann händisch prüfen.

    Ob sich das bei dir lohnt, kannst du nur selbst entscheiden. Das kommt drauf an, wie oft du in der Zeit im EU-Ausland warst und wie hoch da die Kosten waren. Wegen ein paar Euro lohnt sich der Aufwand mMn jedoch nicht.


    Nachtrag: Das hier ist unser Ratgeber zum Thema regulierter EU-Tarif: https://www.mobitalk.de/eu-roaming-gebuehren-im-ausland/


    Falls dich das näher interessiert, was der überhaupt kann und was nicht :)

  • Ich habe noch bzw. hatte einen alten Vertrag, vielleicht 20, 25 Jahre alt oder so, den o2 nach eigenem Ermessen in einen Vertrag mit seinerzeit aktuellen Tarifen vor einiger Zeit / einigen Jahren geändert hat. Welche Bedingungen der genau hat, war bisher vollständig nicht feststellbar. Ich vermute einfach, die rückwirkende Anpassung bringt für mich keine Nachteile.


    Ja, vielen Dank für den Link, sehr interessant.


    Ich, als ganz gewöhnlicher Nutzer, werde es also einfach lassen wie es von alleine abläuft, also nicht eingreifen, nichts tun, also auch nicht versuchen herauszufinden, ob vielleicht zu viel Gebühren bezahlt worden sind, viel zu hoher Aufwand und wohl auch nicht lohnenswert. Übrigens erstaunt mich immer mehr und wieder, welch unfaßbarer Aufwand für Kunden durch solche Unternehmen wie o2 durch gewisse Praktiken immer wieder entstehen für Kunden.


    Würde mich ja mal interessieren, wie viel Gebühren o2 eingeheimst hat seit 2017 in diesem Zusammenhang (von anderen falschen Berechnungen zu Lasten von Kunden seit jeher ganz zu schweigen), die auch nicht zurückgefordert werden, und ob sich das gelohnt hat für o2 abzüglich aller Kosten, die wegen des oder der Gerichtsprozesse und allem was damit in Zusammenhang steht, angefallen sind für o2.


    Herzlichen Dank für die Hilfe!

  • Zitat

    Übrigens erstaunt mich immer mehr und wieder, welch unfaßbarer Aufwand für Kunden durch solche Unternehmen wie o2 durch gewisse Praktiken immer wieder entstehen für Kunden.

    Liegt auch daran, dass solche Neuregelung wie eben hier beim Roaming sehr oft viel zu schwammig formuliert sind und dadurch viel Interpretationsspielraum lassen. Gerade beim Roaming war mir von Anfang an klar, dass die Anbieter das zur ihren Gunsten auslegen.


    Da war nur geregelt, dass Roam-like-at-home gilt, aber nicht wirklich für wen. Sprich: Nur für Neukunden, deren Vertrag nach dem 17.6.2017 gebucht wurde? Auch für Bestandskunden? Wenn ja, für alle oder nur für bestimmte? Nämlich die, die schon den Standard-Tarif nutzen oder auch für Leute wie dich, die einen alternativen Roamingtarif verwenden?


    War nirgends geregelt. Ich hab 2017 damals sogar mit der Verbraucherzentrale und der Bundesnetzagentur debattiert, ob die Auslegung von Anbieter X so rechtens ist oder nicht :D :D :D


    Und das hat man leider sehr oft bei solchen Entscheidungen. Es wird was festgelegt, aber nicht definiert, was nun wann wirklich gilt.

    Sieht man gerade auch wieder schön bei der Update-Pflicht für Smartphones. Festgelegt ist, dass es sie geben soll. Aber für wie lange und was "Update-Pflicht" nun ganz konkret heißt, da hat sich keiner drüber Gedanken macht. Stattdessen wird im Gesetzesentwurf bei " Für wie viel Jahre soll die Pflicht gelten" super-schwammig vom "Erwartungshorizont eines Durchschnittskäufers" gesprochen.


    Ja, was in denn der Erwartungshorizont eines Durchschnittskäufers? Wer ist denn eigentlich ein Durchschnittskäufer?


    Hilfreicher für alle wäre, wenn man einfach sagt "Hey, jeder muss mindestens 2 Jahre" und fertig. Aber da muss man sich dann wohl wieder zu viele Gedanken machen, ob die 2 Jahre bei Waschmaschinen genau so sinnvoll sind wie bei Smartphones :D


    Wir haben zu diesem Thema hier den Artikel dazu, falls es dir interessiert: https://www.mobitalk.de/smartp…-bessere-gewaehrleistung/

  • Vielen Dank für den Link, ja, durchaus interessant.


    Als "Ursache für den Aufwand für Kunden" könnte man also wohl klassischer / klischeehafter Weise eine Kombination aus Politik, Lobbyismus, der Macht und Willkür etc. solcher (jeglicher) Konzerne ansehen, aus der sich letztendlich völlig schwachsinnige / sinnlose / unbrauchbare Regelungen ergeben (oder schlicht auch einfach als Wahnsinn bezeichenbar), die die Konzerne nach Belieben auslegen / anwenden, die dem Kunden, auf welche Weise auch immer, letztlich zur Last fallen. Oder so.


    Also eigentlich nichts Neues, aber immer wieder irgendwie erstaunlich. Aber, mindestens gefühlt (vermutlich aber wohl auch tatsächlich), an Intensität und Vorkommen deutlich zunehmend.

  • Ist wohl vorrangig Unwissenheit. Das entscheiden Leute, die bestenfalls Grundkenntnisse beim Thema Handy, Tarife und Co. haben - Neuland und so - da ist es klar, dass die die typischen Stolpersteine nicht sehen und entsprechend auch nicht vorbeugen können.


    Ist ähnlich wie mit dem aktuellen Debakel rund um die Masken oder die Testzentren. Wenn man die nicht kontrolliert, war ja abzusehen, dass da mehr Tests abgerechnet werden, als wirklich stattfanden... Kann sich eigentlich jeder denken - aber naja :D


    Da es aktuell ist und zum Thema passt:


    https://www.mobitalk.de/simqua…nungen-unbedingt-pruefen/


    Auch sowas, was vier Jahr nach Inkrafttreten der Verordnung eigentlich gar nicht mehr passieren darf. Und rausgekommen ist es nur durch Zufall.

  • Tja, eine "Unwissenheit", die gewissen Unternehmen / Politikern auf jeden Fall irgendwie Vorteile / Geld bringt.


    Ja, das stimmt, die Seuche überflutete Politiker / "Superreiche" / gewisse Unternehmen regelrecht mit Geld, legal erwirtschaftet oder nicht ganz so legal.


    Danke für den Link.


    Das Auffällge an derartigen welcher Art auch immer gelagerten "Versehen" / "Interpretationsschwächen" scheint aber immer irgendwie zu sein - nach dem wie ich es wahrnehme - dass der Kunde zu viel zahlt / die Nachteile hat. Ich kann mich nicht erinnen, dass es auch nur einmal ein Konzern / Unternehmen war, der / das zu wenig Geld gekriegt hätte (bzw. falls doch, es das nicht nachdrücklich / konsequent zurückgefordert hätte). Diese Unternehmen werden ja Horden von Rechtsanwälten und Steuerberatern (bzw. eine riesige Kanzlei) haben und weitere Fachleute, die so eine Regelung / ein Gesetz richtig umzusetzen in der Lage sein sollten. Jetzt könnte man natürlich einwenden, so etwas könne nun mal passieren, auch Fachleuten...aber...irgendwie scheint es möglich zu sein, wenn es um "Schlupflöcher" / eigene Vorteile geht, dass dann immer irgendwie "richtig interpretiert" wird.

  • Solche Berater haben die natürlich - aber die raten wohl logischerweise meist auch eher dazu, es erstmal "gewinnbringend" umzusetzen und ggf. nachträglich zu revidieren. Bringt so ja auch erstmal Geld, etwas "großzügig auszulegen" :D


    Im Falle von simquadrat gab es jetzt vier Jahre lang zusätzliches Geld, mit dem man wirtschaftlich arbeiten konnte. Und jetzt sagt man eben "Hupsala, sorry. Zahlen wir natürlich zurück" - auf Antrag des Kunden.

    Und die müssen davon erstmal wissen, Bock darauf haben, sich wegen ggf. ein paar Euro die Mühe zu machen und so weiter.

    Da werden also sich genug Gelder als "Reingewinn" übrig bleiben, weil sich die entsprechenden Kunden nie melden werden, um es zurückzufordern.


    So verdient man am Ende auch Geld :D


    Und so läuft es doch immer und überall. Motto: Lieber um Verzeihung bitten als um Erlaubnis ;)

  • Ja, dass überhaupt die ahnungslosen Kunden zu allem Überfluß beantragen müssen, ihr Geld zurückzukriegen, statt dass es das Unternehmen automatisiert von sich aus macht (natürlich behauptend, es sei technisch etc. nicht möglich), ist eine weitere Dreistigkeit, aber es funktioniert eben.


    Ja, sogar wohl verdammt viel Geld. Bei der Menge an Kunden, die solche Unternehmen ja allgemein haben, kommen da eben verdammt schnell mal Millionenbeträge - selbst bei geringen unrechtmäßigen Abbuchungen - oder noch viel mehr zusammen. Einfach so, mit geringstem Aufwand bzw. einer "Falschinterpretation". Ohne Risiko wohl bzw. mit geringem.

  • Die EU Regelung abzulehnen wäre wohl für Bestandskunden von Blau interessant gewesen. Preislich hätte es keinen Unterschied (bis auf den Wegfall der 7Cent SMS was aber nicht direkt vom EU Roaming beinflusst wurde sondern vom Wegfall der entsprechenden Regelung) gemacht aber man hat jetzt die Fair Use Klauseln an der Backe. Ich habe keine Ahnung in wie weit die durchgesetzt werden aber wenn ist es bei längeren Auslandsaufenthalten ein klarer Nachteil (weil durch EU Regelung zeitlich begrenzt). Einziger Haken an der Sache: Blaus Bestandskunden wurden meines Wissens nach gar nicht erst gefragt.

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