Ortung durch Gesundheitsamt per Handynummer?

  • Guten Abend Mitleser,


    ich habe gestern vorsorglich einen Corona-Test durchführen lassen. Mit meinen 69 gehöre ich schon eher zum alten Eisen. Für den Test in Bayernmusste ich auch alles mögliche ausfüllen. Man wollte auch unbedingt von mir meine Handynummer, obwohl ich das Handy kaum nutze und auch nicht so gut bedienen kann.


    Mir kommt das ganze etwas komisch vor. Als ich nur ne Festnetznummer gab, wurden die richtig pampig. Ich bin mir nicht sicher ob das Gesundheitsamt - im Falle einer positiven Testung - per Rufnummer lokalisieren möchte. Ich habe da so meine Zweifel. Außerdem sollte ich diese Corona-App installieren, weiß aber gar nicht wie das geht und was diese Software noch so macht.


    Weiß jemand, ob man von positiv Getesteten den Standort per Handynummer ortet, um herauszufinden, ob diese sich weiterhin in Quarantäne befinden? Habe da irgendwie so ein Gefühl

  • Die wollen einfach gern so viele Kontaktoptionen wie möglich. Ein Nachverfolgen des Standortes per Handy findet aber NICHT statt.


    Nochmal für alle, die über diesen Thread stolpern:


    EUER HANDY WIRD NICHT VERFOLGT!


    Da das Festnetz so langsam ausstirbt und die meisten deutlich besser über Handy erreichbar sind, wollen die logischerweise die Handynummer haben, um dich im Notfall kontaktieren zu können - wenn du daheim beispielsweise nicht ran gehst. Das ist auch für dich ein Schutz, da sonst im Zweifel auch schnell mal jemand die Tür aufbricht, wenn man dich partout nicht erreicht. Dann geht man davon aus, dass du daheim liegst und nicht mehr agieren kannst.... Das soll dir keine Angst machen, sondern nur erklären, warum man gern so viele Optionen wie möglich hätte. Die haben da ja auch ihre Erfahrungswerte.


    Zum Thema Corona-Warn-App haben wir in unserem Blog einen ganzen Ratgeber veröffentlichen, der erklärt, wie das Ganze funktioniert. Kurzum: Auch hier findet keine Standortortung oder Nachverfolgung statt:


    https://www.mobitalk.de/corona…ssen-nutzer-jetzt-wissen/


    Zitat

    Habe da irgendwie so ein Gefühl


    Und das ist falsch. Punkt.

    Dich ortet keiner. Dich verfolgt keiner. Dich trackt keiner.

  • Zwar setzt die Corona-App auf Bluetooth, allerdings schon beim Start der App erscheint oben ein großes Banner "Standortdienste deaktiviert". Die App fordert dich danach auf, den Dienst zu aktivieren. Wenn nein, wird die Risiko-Ermittlung gestoppt!


    Zwar benötigt die App selbst die Standortdaten nicht, aber Google bzw. Android setzen bei Bluetoothverwendung eine Standortverbindung voraus.Damit z.B.Google(und andere US-Unternehmen) durch Standortverlauf ein Bewegungsprofil erstellen können(und wollen) reicht es aus, das bei anderen Apps und deren Einrichtung wie z.B. Google Maps eine aktive GPS-Verbindung besteht. Für eine GPS-Verbindung aber sorgt auch die Corona-App. Man müsste also in den Einstellungen anderer Apps wie Google Maps-Berechtigungen-Standort-extra deaktivieren was heißt, das eine Navigation nicht möglich ist. Grundsätzlich ist bei Android der Bluetoothdiebst udn due GPS-Funktion untrennbar gekoppelt.


    Die Corona-App Entwickler versichern zwar, das bei Nutzugn keine Standortdaten ermittelt werden, aber ohne Standortermittlung funktioniert die Basisfunktion der App nicht. Laut Entwickler werden diese Daten aber nicht gespeichert. Die App erkennt bei deaktivierter Standortermittlung nicht, wenn sich andere Bluetooth-Geräte in der Nähe befinden. Ohne aktivierter Standorteermittlung kann nicht nach Bluetoothsignalen anderer Smartphones gesucht werden.


    PS: Ob das auch bei iOS so ist, kann ich nicht sagen.

  • Hallo zusammen,


    wir wissen alle nicht was vielleicht im Hintergrund passiert. In den Fällen, wo ich etwas angeben sollte, hat die Festnetznummer ausgereicht.

    Es gibt Regionen und Standorte wo eine Festnetznummer zwingend notwendig ist. - 800 Meter von uns ist der Netz-Empfang sehr gut, bei uns in der Straße nicht.- Das ist dann auch meine Begründung, wenn ich gefragt werde.

    Wen man zu Beispiel drei Rufnummern nutzt, um Kontakte zu trennen, ist man wahrscheinlich sicherer. Allerdings habe auch ich in diesem Jahr vermehrt „Fehlanrufe“ erhalten, die sich schwer erklären lassen, da sie für mich derzeit keinen Sinn ergeben. Unter anderem hatten wir in der letzten Zeit z.B. Anrufe einer Person die bat um Auskunft. Sie würde jemanden suchen, einen Allerweltsnamen aus unserer Stadt…... .

    Der Corona-App würde ich auch vertrauen. Sie ist meiner Meinung nach sicherer als „Whatsapp“. Ich würde zusätzlich nach ca. 9 Wochen schriftlich um die Bestätigung der Löschung meiner Daten bitten.

  • Ein Vergleich zwischen Corona Warnapp und WhatsApp hinkt ja, denn beide haben ja komplett andere Funktionen. Während WhatsApp als Messenger mit Backup-Funktion funktioniert, ist ein Speichern von Daten fast unumgänglich um die vielen Funktionen des Messengers zu erfüllen.


    Die Coronapp benötigt solche Daten nicht (ausser Standort), eine Speicherung ist nicht zwangsläufig notwendig im Umfang wie bei WhatsApp. Sie wird weder zum Übertragen und den Versand privater Nachrichten benötigt, noch zu deren Empfang.

  • Zitat

    wir wissen alle nicht was vielleicht im Hintergrund passiert. In den Fällen, wo ich etwas angeben sollte, hat die Festnetznummer ausgereicht.

    Also bei der Corona-Warn-App wissen wir das sehr genau. Da der Code für alle einsehbar ist, kann da auch jeder, der will, schauen, was die App wie macht und was sie (nicht) speichert.

    Das haben ja Chaos Computer Club und Co. gemacht und konnten nichts finden, was es zu bemängeln gebe.


    Deswegen versteh ich auch dieses Misstrauen nicht. Die Corona-Warn-App gehört zu den wenigen Anwendungen, bei der man tatsächlich ganz genau weiß, wie sie arbeitet und was sie macht.

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