Der CEO des Chipherstellers Intel, Paul Otellini hat den Mobilfunkkonzern für seine Entscheidung gerügt, in Zukunft mit Microsoft zusammenarbeiten zu wollen und dessen Betriebssystem zu nutzen. Es seien große Summen Geld bei dieser Entscheidung geflossen.
Microsoft zahlt für Zusammenarbeit
Wie ZDNet berichtet, hat der Intel-CEO bei einem Meeting mit Analysten Stellung zu Nokias neuer Strategie genommen. Ihm zufolge hat sich Nokia allein wegen des Geldes für Microsoft und dessen WP7 entschieden, anstatt Googles Android zu wählen. Google soll dem finnischen Hersteller ebenfalls Angebote gemacht haben. Die Rede ist von Milliarden, die bei dem Deal im Gespräch waren. Eric Schmidt hat bestätigt, mit Nokia Verhandlungen geführt zu haben, zu finanziellen Angeboten machte er aber keine Angaben. Derweil hat Nokia-CEO Stephen Elop schon am Rande des Mobile World Congress bestätigt, dass Microsoft sich die Zusammenarbeit einige Milliarden kosten lassen will.
“Android und MeeGo besser geeignet”
Otellini glaubt, dass Nokia sich für das falsche OS entschieden hat: “Ich hätte nicht die Entscheidung getroffen, die er getroffen hat. Ich hätte mich vermutlich für Android entschieden”, zitiert ihn ZDnet. “MeeGo wäre die beste Strategie gewesen, aber er kam wohl zu dem Schluss, dass er sie sich nicht leisten konnte.” Seiner Ansicht nach wird es Nokia sehr schwierig haben, sich von anderen WP7-Herstellern abzuheben, ein Problem, dass bei Android wohl weniger ausgeprägt wäre und bei MeeGo gar nicht auftreten würde.
Intel ist Nokias Partner bei dessen mobilem Betriebssystem MeeGo, welches bis vor kurzem als Software für Top-Smartphones geplant war. Nun will sich Intel einen neuen Partner suchen, um das System weiterzuentwickeln, so Otellini.
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Björn Mohr
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Kommentare zu Intel-CEO kritisiert Nokias WP7-Strategie