Freitag, den 24.07.15 12:58

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Vodafone Q1 2015/2016: Kundenzahl erreicht neuen Tiefststand

Vodafone-ZentraleDer Mobilfunkanbieter Vodafone hat heute seine Quartalszahlen für das abgelaufene Quartal Q1/16 vorgelegt. Im Zeitraum April bis Juni konnte der Düsseldorfer Netzbetreiber die Zahl seiner Vertragskunden weiter ausbauen, verlor allerdings weiter an Prepaid-Kunden. Der Service-Umsatz im Mobilfunkgeschäft ging gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. Erstmals konnten die Zahlen auf vergleichbarer Basis (inkl. Kabel Deutschland) wiedergegeben werden.

Vodafone kann Gesamtumsatz steigern

Als erster Netzbetreiber hat Vodafone die Quartalzahlen im Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2016 vorgelegt. Während der Gesamtumsatz im neuen Geschäftsjahr 2015/2016 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent auf 2,652 Mrd. stieg, ging der Serviceumsatz um 1,2 Prozent auf 2,441 Mrd. Euro zurück. Gegenüber dem Vorquartal Q4 2014/2015 mit 2,423 Mrd. Euro konnte der Serviceumsatz allerdings um 0,7 Prozent gesteigert werden.

Der Serviceumsatz im Mobilfunkgeschäft konnte im Vergleich zum Vorquartal ebenfalls um 0,9 Prozent auf 1,515 Mrd. Euro zulegen. Im Vergleich zum Vorjahr mit 1,546 Mrd. Euro verbuchte Vodafone jedoch einen Rückgang um 2,1 Prozent. Kabel Deutschland trug in den Ergebniszahlen 1,6 Prozent zur Wachstumsrate bei.

Kundenzahl von Vodafone auf Tiefststand

Zum Stichtag 30. Juni 2016 zählte Vodafone 30,315 Millionen Mobilfunkkunden, was einen neuen Tiefststand des einstigen Marktführers entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Kunden um 1,624 Millionen zurück, alleine in den drei Monaten des ersten Quartals 2015/2016 verlor Vodafone 628.000 Kunden. Allerdings gibt es bei Vodafone auch einen Lichtblick. Die Zahl der werthaltigen Vertragskunden konnte gegenüber dem Vorquartal um 104.000 gesteigert werden und beläuft sich nun auf 16,345 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr konnte Vodafone seine Vertragskundenbasis demnach um 841.000 ausbauen.

Dies ist wohl auch auf die niedrigste Kündigungsrate seit drei Jahren und die gesteigerte Vertragskundenbasis auf 1,4 Millionen im Einsteigersegment (otelo- und Smart-Tarife) zurückzuführen. Das Prepaid-Geschäft ist derzeit Vodafones Sorgenkind, alleine in den letzten 12 Monaten verlor der Netzbetreiber hier 2,465 Millionen Kunden. Dank dem größeren Anteil an Vertragskunden konnte Vodafone jedoch den ARPU (durchschnittlicher Umsatz pro Kunde) von 15 Euro aus dem Vorjahr auf 15,30 Euro steigern.

Vodafone Festnetzgeschäft wächst

Dank der Übernahme von Kabel Deutschland konnte Vodafone den Serviceumsatz im Festnetzgeschäft mit 926 Millionen Euro (+0,2%) relativ stabil halten. Der Kabelnetzbetreiber trägt mit einem Umsatzplus von 6,6 Prozent und 102.000 neuen Breitbandkunden einen massiven Anteil an der positiven Entwicklung. Im DSL-Segment ist der Umsatz weiterhin rückläufig, dieser lag mit 437 Millionen Euro 5,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Zahl der DSL-Kunden ging im Vergleich zum Vorjahr mit 2,92 Millionen um 4,4 Prozent auf 2,79 Millionen Anschlüsse zurück.

Allerdings ist der Rückgang auch auf die Kundenmigration von DSL auf Kabel zurückzuführen. Die Kundenbasis im „Highspeed“ Kabel und VDSL-Bereich hat nach Angaben von Vodafone einen Zuwachs von 567.000. Die Zahl der Kabel- Internet-Kunden stieg im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 2,73 Millionen Anschlüsse. Gegenüber dem Vorquartal betrug das Wachstum 3,9 Prozent.

5,5 Millionen Kunden im 4G-Netz

Wie der Netzbetreiber in seiner Pressemitteilung weiter bekannt gibt, surfen bereits jetzt 5,5 Millionen Vodafone-Kunden im 4G-Netz mit einer Bandbreite von bis zu 225 Mbit/s. Außerdem ermöglicht Vodafone als erster Mobilfunkanbieter die Telefonie über das LTE-Netz (VoLTE). Um den weiteren Netzausbau zu sichern, hat Vodafone bei der Frequenzauktion Frequenzen im Gesamtwert von 2,1 Mrd. Euro ersteigert.

Die flächendeckende Netzmodernisierung des 2G- und 3G-Netztes ist laut Vodafone zu 80 Prozent abgeschlossen. Durch die Modernisierung ist die Gesprächsabbruchrate auf 0,5 Prozent in den 81 größten Städten gesunken und erreicht einen neuen Tiefststand. Außerdem werden durch die Netzmodernisierung  9000 kWh Energie pro Jahr eingespart (-30 %).

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  1. Die Kunden- und Umsatzrückgänge bei Vodasumpf sind doch keine Meldung mehr wert. Wer Wert darauf legt, ein Mindestmaß an Qualität für sein Geld zu bekommen, hat Vodasumpf längst abgeschrieben. Europaweit finden wir kein Unternehmen mit einem solch schlechtem Ruf bei der Kundschaft.

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