Mittwoch, den 18.05.16 11:10

aus der Kategorie: Unity Media

Verbraucherzentrale NRW mahnt Unitymedia WifiSpot-Umstellung ab

verbraucherzentrale nordrhein-westfalenVerbraucherzentrale NRW mahnt Unitymedia ab – Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mahnt den Kabelnetzbetreiber Unitymedia ab und rügt das aktuelle Vorgehen gegenüber den Kunden. Deren Router sollen ins öffentliche WLAN WifiSpot Netz integriert werden und werden auch ohne Zustimmung der Betroffenen umgestellt.

Verbraucherzentrale NRW mahnt Unitymedia ab

Um den Aufbau des hauseigenen WifiSpot-Netzes, eines öffentlich zugänglichen WLAN Netzwerks im Verbreitungsgebiet, voranzutreiben, erhalten Unitymedia Kunden in diesen Tagen Informationsschreiben, die sie darüber aufklären, dass ihr WLAN Router Teil des Angebots wird und ein zweites Signal erhält. Über dieses, den Angaben nach losgelöstes Signal können andere Unitymedia Kunden in Zukunft auch außerhalb der eigenen vier Wände per WLAN im Internet surfen.

Der eigene Anschluss soll dabei nicht eingeschränkt werden und der Zugriff Dritter lediglich über das getrennte Signal erfolgen. Die Störerhaftung und damit die Verantwortung für das, was im öffentlichen Netzwerk passiert, übernimmt Unitymedia, heißt es. Betroffene Kunden haben lediglich die Möglichkeit, der Umstellung zu widersprechen. Eine separate Zustimmung ist nicht notwendig. Wer sich gegen die Freigabe seines Routers sperrt, darf selbst nicht auf andere zugreifen und wird vom WifiSpot Netz ausgeschlossen.

Zu den Bedingungen des WifiSpot Netzes gehört es, „es zu unterlassen, die Nutzung des Hotspots zu beeinträchtigen oder zu unterbinden“. Die regelmäßige Abschaltung in der Nacht oder bei Verlassen des Hauses oder die Deaktivierung während eines Urlaubs sind nicht erlaubt. Der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sind die Bedingungen und die Art der Umstellung ein Dorn im Auge, die Verbraucherschützer haben Unitymedia bereits eine Abmahnung zugestellt.

Verbraucherschützer kritisieren Unitymedia

Zwar begrüße die Verbraucherzentrale die Bereitstellung von öffentlichen Hotspots für jedermann, heißt es in einer Mitteilung, allerdings stößt die „Umsetzung von Unitymedia nach Gutsherrenart“ nicht auf Begeisterung: „Es ist ein missbräuchlicher Umgang mit dem Vertragsverhältnis, wenn die Umwandlung von Kunden-Routern zu Hotspots von Unitymedia ohne ausdrückliche Zustimmung der Kunden erfolgt.“

Unitymedia

Besonders negativ fällt dabei die fehlende Zustimmung der Kunden ins Gewicht, die lediglich ein Widerspruchsrecht haben. Die Widerspruchsfrist beträgt vier Wochen, geht in dieser Zeit keine entsprechende Anweisung ein, erfolgt die Umstellung automatisch. Die Verbraucherschützer sehen darin eine unzulässige Erweiterung des Vertragsverhältnisses. „Kunden sollen selbst entscheiden, ob über ihren jeweiligen Router im Haus ein Hotspot geschaltet wird oder nicht.“.

Zur Abmahnung führten jedoch auch die Vorgaben in den dem Schreiben beiliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Diese sehen vor, „dass Kunden die Nutzung des Hotspots nicht beeinträchtigen oder unterbinden und die Stromversorgung ihres Routers nicht über einen längeren Zeitraum unterbrechen dürfen. Die Verbraucherzentrale NRW hält diese Vorgaben für eine unangemessene Benachteiligung der Kunden und mahnt diese Klauseln ebenfalls ab.“ Die Verbraucherschützer raten Kunden, die die Umstellung nicht wünschen und den WLAN-Dienst unterwegs nicht nutzen möchten, einen fristgerechten Widerspruch einzulegen.


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