Der Tablet-Markt ist zwar noch jung, offenbart aber schon jetzt, dass es nicht jedes neue Produkt sofort schafft, die Kunden von sich zu begeistern. Nachdem das deutsche WeTab von Neofonie einen ordentlichen Holper-Start hinlegte fordert die Konkurrenz nun ein weiteres Opfer: Das JooJoo-Tablet von Fusion Garage gibt es nicht mehr.
Cloud-Computing schlägt nicht ein
Fusion Garage setzte mit seinem JooJoo-Tablet auf die Einbindung der Cloud. Das bedeutet, dass nahezu keine Anwendung auf dem Tablet selbst arbeitet, sondern alles in einer virtuellen Cloud erledigt wird und somit das Tablet ohne Internet-Zugang beinahe kaum zu gebrauchen ist.
Anfangs zeigten sich die Hersteller sehr überzeugt von dieser Technik: “Das JooJoo hat den größten App-Store der Welt: Das Internet”. Dies scheint sich jedoch nicht ausgezahlt zu haben, denn das JooJoo-Tablet kämpft mit dreistelligen-Absatzzahlen, weshalb nun die Produktion schließlich eingestellt wurde.
Tablet-Kampf: Aufgabe kein Einzelfall
Die Einstellung der Produktion des JooJoo-Tablets ist kein Einzelfall. Im noch jungen, aber hart umkämpften Tablet-Segment versuchen sich Hersteller besonders durch variierende Technik von anderen Anbietern abzusetzen. Dass gewisse Schritte dabei nicht funktionieren ist keine große Überraschung.

Das war's für das JooJoo-Tablet von Fusion Garage
WeTab von Neofonie praktisch auch vom Markt
Eine ähnliche Geschichte, wie das JooJoo-Tablet, legte auch das WeTab von Neofonie hin. Dabei war allerdings nicht nur die Technik, auf der es arbeitet ausschlaggebend, sondern vielmehr die PR-Abteilung von Neofonie, die wiederholt negative Schlagzeilen provozierte. Zuerst gab es eine angeblich von Apple geforderte Namensänderung von WePad in WeTab, dann konnten Lieferfristen nicht eingehalten werden und schließlich wurde ein unfertiges WeTab der Öffentlichkeit präsentiert. Anschließend lobte der Chef von Neofonie das eigene Tablet auf dem Online-Shop Amazon in den höchsten Tönen, was selbstverständlich auch nicht für positive Meinungen darüber sorgte, zumal er dies unter falschem Namen tat.
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Jannis Prieschenk
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