Der Mobilfunkbetrieber E-Plus hat mit den ersten Feldtest mit dem neuen Übertragungsstandard LTE begonnen. Parallel dazu setzt der Düsseldorfer Anbieter weiterhin auf den Ausbau des eigenen UMTS-Netzes.
E-Plus setzt auf TDD-LTE aus China
Wie auf dem MWC in Barcelona angekündigt, testet E-Plus ab sofort die vierte Generation des mobilen Internets. Genauer gesagt geht es um den TDD-LTE-Standard. Dabei stehen E-Plus der chinesische Hersteller ZTE und der Anbieter China Mobile zur Seite. Letzteres Unternehmen hatte die Entwicklung des hierzulande eher unbekannten Standards maßgeblich vorangebracht.
E-Plus testet auf seinen herkömmlichen Frequenzen von 1,8 und 2,1GHz, sowie auf dem neu erstandenen 2,6 GHz-Band, welche neuen Möglichkeiten LTE bietet. Dabei geht es darum festzustellen, welche maximalen Übertragungsraten möglich sind und ob die Technologie marktreif ist.

E-Plus Gruppe setzt auf Netzausbau mit LTE und HSPA+
80 Prozent mit HSDPA abgedeckt
Gleichzeitig berichtet der Düsseldorfer Mobilfunkanbieter an, dass das eigene UMTS-Netz nunmehr zu 80 Prozent mit dem schnelleren HSDPA-Standard ausgerüstet sei. Außerdem habe man in einigen Ballungszentren bereits die Netze mit dem darauf folgenden HSPA+ ausgestattet. Dieser Übertragungsstandard ermöglicht Datenraten von maximal 21,6 MBit/s.
HSPA+ und LTE gleichzeitig
In Zukunft will E-Plus sein Mobilfunknetz so modernisieren, dass beide neuen Technologien, HSPA+ und TDD-LTE damit kompatibel sind. Rafal Markiewicz, Technischer Leiter der E-Plus Gruppe kommentierte das folgendermaßen: “Wir bauen das Netz ja nicht für Techniker und Technikinteressierte, sondern wir wollen unseren Kunden die beste Performance bieten. Ob HSPA+ oder LTE, der eingesetzte Standard spielt für sie keine Rolle.”
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Björn Mohr
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