Was ist Android?

aus der Kategorie: Lexikon

Android ist ein auf Basis von Linux entwickeltes Betriebssystem für viele unterschiedliche Geräte. Den meisten ist das System aber in Verbindung mit Smartphones und Tablets ein Begriff. Android ist mit derzeit fast 70 Prozent Marktanteil das erfolgreichste mobile Betriebssystem, was es vor allem seinem quelloffenen Code zu verdanken hat. Der Begriff Android ist übrigens aus dem griechischen abgeleitet und bedeutet so viel wie „menschenähnlich“, was auf die einfache und intuitive Bedienung hinweisen soll.

Entwicklung im Jahr 2003

Das quelloffene Betriebssystem Android wurde ab 2003 ursprünglich durch eine kleine kalifornische Software-Firma entwickelt. Mit dem Einstieg des amerikanischen Internetkonzerns Google ab 2005 gewann die Entwicklung von Android zusätzlich an Dynamik.

Rasant steigende Marktanteile

2010, zwei Jahre nach der offiziellen Markteinführung erlangte Android im wachsenden Markt für Smartphone-Betriebssysteme bereits einen weltweiten Anteil von rund 18%. Auf dem amerikanischen Markt gelang es Android sogar innerhalb kürzester Zeit Apples iPhone-OS marktanteilsmäßig zuübertreffen.

Bedienung über Touchscreen Oberfläche

Das Betriebssystem Android wird ausschließlich über Touchscreen-Menüs bedient. Die Standard-Bedienoberfläche eines Android-Handys besteht aus drei Startbildschirmen beziehungsweise Menüleisten. Durch das Aufspielen von zusätzlichen Applikationen lassen sich die Bedienoberfläche und die Zahl der Dienstprogramme auf einem Android-Handy noch zusätzlich erweitern oder individuell konfigurieren.

Anroid auch auf dem Rechner

Die weltweite Entwicklergemeinschaft des Android-Systems ermöglicht in zunehmendem Maße auch die Portierung von Android auf nicht-android-basierte Smartphones sowie auf handelsübliche Standrechner oder Netbooks. Auf dem Linux-Kern basierende Plattformen eignen sich für derartige Portierungen naturgemäß besonders gut. Vereinzelt gelang bereits sogar eine Portierung von Android auf das iPhone.

Das Konzept von Android

Anders als andere Betriebssysteme wird Android als freie Software vermarktet. Hersteller von Smartphones müssen deshalb keinerlei Lizenzgebühren an Google oder die Open Handset Alliance zahlen, was das System sofort für Hersteller auf der ganzen Welt interessant machte. Aus diesem Konzept entstehen jedoch noch viele weitere Vorteile, unter anderem steht es jedem Hersteller frei, das System an seine Bedürfnisse anzupassen. Die einzelnen Versionen wurden alphabetisch nach amerikanischen Süßigkeiten benannt:

  • Andorid 4.1 Jelly Bean

    „Cupcake“ Android 1.5

  • „Donut“ Android 1.6
  • „Eclair“ Android 2.0.x /2.1
  • „Froya“ Android 2.2.x
  • „Gingerbread“ Android 2.3.x
  • „Honeycomb“ Android 3.x.x
  • „Ice Cream Sandwich“ Android 4.0.x
  • „Jelly Bean“ Android 4.1.x /4.2.x
  • „Key Lime Pie“ Android 5.0

Täglich eine Million Aktivierungen

Hersteller versehen Android gerne mit einer eigenen Benutzeroberfläche, die die eigene Produktreihe von der Konkurrenz abheben soll. Das quelloffene System ermöglichte außerdem auch den Einsatz auf günstigen Geräten, was mit den Systemen der Konkurrenz lange Zeit nicht möglich war. Android konnte sich so innerhalb kürzester Zeit die Marktführerschaft sichern und wächst seit seinem Bestehen stetig weiter. Erst kürzlich gab Google bekannt, dass täglich eine Million Geräte täglich aktiviert werden. Geld verdient Google vor allem durch Werbung, die in den kostenlosen Apps erscheint.

Die Features von Android wurden ständig erweitert. Teilweise wurde zu den Systemen der Konkurrenz aufgeschlossen, aber auch eigene Innovationen fanden immer wieder Einzug in das Betriebssystem. Dazu gehört zum Beispiel die Statusleiste, die den Benutzer über Neuigkeiten informiert, ohne dass dafür eine App geöffnet werden muss. In der Vergangenheit kam es allerdings auch zu zahlreichen Rechtsstreitigkeiten aufgrund von Patentverletzungen. Die meisten dieser Prozesse konnte Google jedoch für sich entscheiden.

Apps im Google Play Store

Aufgrund des phänomenalen Erfolgs fand Android auch schnell bei den Entwicklern von Apps Beachtung. Heute werden nahezu alle wichtigen Apps für das Google Betriebssystem entwickelt. Für viele Entwickler ist jedoch die Fragmentierung der Geräte ein Problem. Es existieren unzählige unterschiedliche Smartphones mit jeweils eigener Android-Version, sodass nicht jede App auch auf jedem Smartphone einwandfrei läuft.

Die Entwickler beschweren sich außerdem über die recht einfache Möglichkeit, Raubkopien abzuspielen. Kunden hingegen ärgern sich vor allem hierzulande darüber, dass im Play Store (ehemals Android Market) lediglich die Bezahlung per Kreditkarte ermöglicht wird. Zwar versprach Google des Öfteren, diesen Problemen nachzugehen, allerdings ist noch nicht abzuschätzen, wann die Probleme beseitigt werden.

Neuere Versionen von Android fragen im Play Store bereits ab, ob eine Kompatibilität gegeben ist, sodass zumindest diese Problematik etwas gemildert wurde. Wer sich etwas mit dem System beschäftigt, findet auch schnell unzählige Apps für sämtliche Einsatzbereiche. Viele davon sind sogar kostenlos erhältlich. Auch Viren und Malware findet sich mittlerweile weit weniger häufig im Play Store. Bei der Installation aus anderen Quellen sollte aber grundsätzlich eine gesunde Portion Skepsis an den Tag gelegt werden.

Da es sich bei Android um freie Software handelt, ist der Anteil von kostenlosen Applikationen auf der Android-Plattform relativ hoch. Besonders beliebt sind dabei zahllose, kostenfrei angebotene Arcade- und Actionspiele. Kostenpflichtige Applikationen können derzeit nur über das Google-eigene Internet-Bezahlsystem „CheckOut“ erworben werden, über das jedoch zahlreiche Kreditkartensysteme abgerechnet werden können.

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