Samstag, den 09.03.13 15:23

aus der Kategorie: Mobilfunk

Satellitentelefone: Weltweit immer erreichbar sein

Überall auf der Welt jederzeit erreichbar zu sein, können selbst moderne Handys und Smartphones nicht versprechen. Jedoch gibt es bereits heute mehrere Satellitennetze, die auch in entlegene Gegenden kommen. Mit einem speziellen Satellitentelefon kann man so unabhängig von den lokalen Mobilfunkanbietern telefonieren und surfen.

Telefonieren wo kein Handynetz ist

Auch wenn man den Eindruck hat, Mobiltelefone würden überall Empfang bieten, gibt es weiterhin Orte, an denen man nicht erreichbar ist bzw. auch niemanden erreichen kann. Seien es entlegene Bergregionen, die Ozeane oder ferne Länder. Die drei Satellitennetzbetreiber  Thuraya, Iridum und Inmarsat versprechen auch in diesen Gebieten Telefonate zu ermöglichen und sind dabei zum Teil pro Minute günstiger als Roaming mit dem herkömmlichen Handys. Doch auch Satellitennetze sind nicht perfekt und können in Grenzregionen (z.B. Südpol) oder in tiefen Tälern Empfangslücken vorweisen. Wir stellen hier die drei großen Satellitenanbieter und ihre Telefone vor.

Vollständige Abdeckung mit Iridium

Als einziger der drei Netzbetreiber verspricht Iridium wirklich vollständige Abdeckung der Erde, inklusive der Pole. Das dazugehörige Satellitentelefon ist besonders robust und genügt sogar Militärstandards, heißt es. Allerdings hat dies auch seinen Preis. Mit mindestens 1189 Euro kostet die Anschaffung eines Iridium -Telefons am meisten. Für einen Aufpreis von 260 Euro verfügtt es einen GPS-Empfänger installiert und kann die Position des Nutzers in Google Maps anzeigen. Auch die Minutenpreise sind mit mindestens 1,10 Euro pro Minute hier am höchsten.

Guten Datenanbindung mit Thuraya

Thuraya bietet demgegenüber die beste Datenanbindung. Während die übrigen zwei nur maximal 2,4 KBit/s ermöglichen, können bei Thuraya Daten mit 9,6 bis 60 Kbit/s übertragen werden. Der Nachteil ist die vergleichsweise geringe Netzabdeckung. So ist man in weiten Teilen der Ozeane und auf dem amerikanischen Doppelkontinent gar nicht erreichbar (siehe Bild). Mit Minutenpreisen ab 95 Cent ist der Anbieter preiswerter, als ridium und auch das Telefon kostet mit 888 Euro weniger. In dieses kann alternativ auch eine SIM-Karte gesetzt werden, um die lokalen Mobilfunknetze zu nutzen.

Inmarsat ab 80 Cent / Minute

Der günstigste Anbieter ist Inmarsat mit mindestens 80 Cent in der Minute. Auch das Satellitentelefon ist mit 679 Euro das günstigste unter den dreien. Die Netzabdeckung ist weltumspannend, jedoch an den beiden Polen eingeschränkt (siehe Bild). Auch hier ist ein GPS-Empfänger ins Satellitentelefon eingebaut.

Komplizierte Bedienung

Die Nutzung eines Satellitentelefons ist allerdings, auch wenn diese sich optisch ähneln, nicht gleichzusetzen mit dem eines herkömmlichen Handys. Bei einigen Netzen muss das Gerät „Sichtkontakt“ mit Satelliten haben und die Antenne nach diesen ausrichten. Des Weiteren ist die Akkulaufzeit durch die große Entfernung zum Satelliten starkt eingeschränkt. Als vollständiger Handy-Ersatz taugt die Technologie demnach wohl nicht.

Wer ein Satellitentelefon nicht kaufen, sondern nur für einen Urlaub oder ähnliches mieten möchte, kann auch das tun. Insgesamt lohnen sich diese Geräte kaum für den durchschnittlichen Nutzer, sondern bleibt etwas für jene, die an Orte reisen, wo die Mobilfunknetze sehr unzuverlässig oder nicht vorhanden sind.


Björn Mohr

Werde jetzt Mobilfunk-Talk Online-Redakteur

Jetzt kommentieren (0)

Zur Diskussion im Forum:

Tipp: Nur für kurze Zeit - Callya Freikarte oder o2 Freikarte oder BASE SIM-Karte oder Telekom Freikarte kostenlos bestellen!

Kommentare zu Satellitentelefone: Weltweit immer erreichbar sein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Profilbilder bei Gravatar
Startseite | Datenschutz | Impressum