Dienstag, den 06.08.13 14:01

aus der Kategorie: E-Plus / Base, o2 News und Nachrichten, TopNews

E-Plus-o2-Fusion: Netzagentur droht mit Frequenzentzug

Die Mobilfunkanbieter E-Plus und o2 sollen einen Teil ihrer Frequenzen abgeben müssen – sollte es zur geplanten Fusion der beiden Netzbetreiber. In einem Brief der Bundesnetzagentur an die beiden Unternehmen, soll diese bereits mit dem Entzug der Frequenzen für GSM und UMTS drohen.

BNetzA sieht Wettbewerb in Gefahr

In dem Brief, aus dem die FAZ zitiert, heißt es die Frequenzen seien an „wettbewerbliche Unabhängigkeit“ gebunden, welche im Falle eines Zusammenschlusses der beiden Mobilfunkbetreiber zum größten deutschen Anbieter womöglich nicht mehr gegeben wäre. Die Vermeidung einer Konzentration von zu vielen Frequenzen auf einen Anbieter, scheint der Bundesnetzagentur (BNetzA) ein hohes Ziel zu sein: „Im äußersten Fall kann die Bundesnetzagentur das durch einen Widerruf der betroffenen Frequenzzuteilung durchsetzen“.

Konkurrenz zeigt sich besorgt

E-Plus hat den Eingang des Briefes bereits bestätigt. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte aber, dass die Gespräche mit der Behörde erst ganz am Anfang stünden. Demnach ist noch unklar wie viele der für rund 50 Millarden Euro im Jahr 2000 ersteigerten Frequenzen abgegeben werden müssen. Die Konkurrenz begrüßt den Vorstoß der Netzagentur. „Sollte es zu dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen kommen, gäbe es ein massives Ungleichgewicht bei den Frequenzen oberhalb von 1000 Megahertz“, sagte ein Sprecher der Telekom der Zeitung.

o2 und E-Plus planen Zusammenschluss

o2 und E-Plus planen Zusammenschluss

E-Plus und o2 zusammen im Vorteil

Dabei geht es vor allem um die UMTS-Frequenzen, welche vorrangig für mobiles Internet genutzt und erst im Jahr 2020 wieder neu vergeben werden. Bei den GSM-Frequenzen steht eine erneute Versteigerung bereits für das Jahr 2016 an. Bei beiden wäre das fusionierte Netz von E-Plus und o2 üppig ausgestattet. Vodafone und die Telekom fürchten bei diesem wichtigen Wettbewerbsfaktor einen unfairen Nachteil zu erfahren.

Fusion zur neuen Nummer 1

Grund für den Brief ist der geplante Zusammenschluss der beiden Mobilfunkanbieter, der Ende vergangenen Monats bekannt gegeben wurde. Genauer gesagt kauft der spanische Telefónica-Konzern, zu dem auch o2 gehört dem niederländischen Unternehmen KPN die Marke E-Plus ab. Damit würde an der Zahl der Kunden gemessen der größte deutsche Mobilfunkanbieter entstehen. E-Plus und o2 wollen auch ihr Netz kombinieren, um so eine bessere Netzabdeckung und -qualität bieten zu können. Die Details der Übernahme und des Netzzusammenschlusses müssen noch geklärt werden, anschließend müssen das Bundeskartellamt und die Bundesnetzagentur grünes Licht geben.


Björn Mohr

Werde jetzt Mobilfunk-Talk Online-Redakteur

Jetzt kommentieren (1)

Zur Diskussion im Forum: o2 Forum E-Plus / Base Forum

Tipp: Nur für kurze Zeit - Callya Freikarte oder o2 Freikarte oder BASE SIM-Karte oder Telekom Freikarte kostenlos bestellen!

1 Kommentar zu E-Plus-o2-Fusion: Netzagentur droht mit Frequenzentzug

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Profilbilder bei Gravatar
Startseite | Datenschutz | Impressum