Dienstag, den 12.11.13 11:00

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Vodafone: Kräftiger Umsatzeinbruch und 280.000 Kunden weniger

Dem Düsseldorfer Netzbetreiber macht der harte Wettbewerb weiter stark zu schaffen. Der Mobilfunkkonzern verlor im abgelaufenen Quartal rund 300.000 Kunden und verbuchte einen kräftigen Umsatzrückgang. Durch massive Investitionen in den nächsten zwei Jahren in Netz, Service und Produkte möchte Vodafone schnellstmöglich auf die Erfolgsspur zurückfinden. In ersten Großstädten will Vodafone zudem Bandbreiten von bis zu 225 Mbit/s realisieren.

Vodafone mit starkem Einbruch

Im Berichtszeitraum Juli – September sank der Gesamtumsatz des Unternehmens um 5,4 Prozent auf 2,307 Milliarden Euro. Der Serviceumsatz in allen Sparten verzeichnete einen Umsatzrückgang von 6,1 Prozent auf 2,125 Milliarden Euro. Ohne die Absenkung der Terminierungsentgelte sank der Service-Umsatz auf 2,136 Milliarden Euro (-3,7 Prozent).

Der anteilige Service-Umsatz für Mobilfunkleistungen sank im Vergleich zum Vorjahr um satte 6,3 Prozent auf 1,626 Milliarden Euro. Der Service-Umsatz im Festnetzbereich war mit 498 Millionen ebenfalls rückläufig. Umsatzwachstum zeigte nur das Datengeschäft mit einem Plus von 7,1 Prozent.

VodafonezentraleVodafone verliert weiter Mobilfunkkunden

Zum Stichtag 30. September 2013 zählte Vodafone 31,961 Mobilfunkkunden und damit 8,9 Prozent weniger als im Vorjahr (35,097 Millionen). Im Vergleich zum ersten Quartal mit 32,242 Millionen Kunden, sank die Zahl der Kunden um weitere 281.000. Der starke Kundenrückgang ist weiterhin auf die Ausbuchung inaktiver Prepaid-Kunden zurückzuführen.

Im zweiten Quartal konnte Vodafone erstmals nach langer Zeit wieder 70.000 neue Vertragskunden gewinnen. Als Grund gibt Vodafone die neuen RED-Tarife und den erweiterten Fokus auf Einsteiger-Tarife an. Mittlerweile haben sich 13 Prozent aller Vertragskunden für einen RED-Tarif entschieden. Zu den 1,8 Millionen Red Nutzern zählen alleine 500.000 Geschäftskunden. Der durchschnittliche Umsatz pro Mobilfunkkunde stieg um 3,4 Prozent auf 15,80 Euro.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Datenumsatz um 7,1 Prozent. Der anteilige Datenumsatz am Mobilfunk Service-Umsatz stieg um 4,3 Prozent und macht mittlerweile 33 Prozent am gesamten Mobilfunkumsatz aus. Der Anteil an Smartphone-Nutzer stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11,8 Prozent und die Zahl der Tablet-Nutzer um satte 58 Prozent. 40 Prozent aller Vodafone Kunden nutzen bereits ein Smartphone und etwa 500.000 Kunden einen Tablet-PC mit Vodafone SIM-Karte.

vodafone-kabel-deutschlandVodafone Festnetzgeschäft: Weniger Umsatz und Kunden

Auch im Festnetzgeschäft hatte Vodafone Umsatzeinbußen in Höhe von 5,6 Prozent. Die Zahl der DSL-Kunden ging im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 Prozent auf 3,016 Millionen zurück. Mit der Übernahme von Kabel Deutschland für rund 10 Milliarden Euro möchte Vodafone zukünftig sein Festnetzgeschäft weiter stabilisieren und neue Märkte erschließen.

Unter den vier Netzbetreibern macht sich der harte Wettbewerb derzeit bei Vodafone am meisten bemerkbar. Auch die Vodafone-Mitarbeiter kriegen dies zu spüren, so hat das Unternehmen die Weihnachtsfeiern für Mitarbeiter in diesem Jahr gestrichen. Vodafone CEO Jens Schulte-Bockum setzt intern auch weiterhin den Fokus auf größte Kostendisziplin.

Über die geplanten Investitionen werden wir in Kürze in einem weiteren Artikel berichten.

vodafone-zweites-quartal-2013


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1 Kommentar zu Vodafone: Kräftiger Umsatzeinbruch und 280.000 Kunden weniger

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  1. Dirk schrieb am 05.08.2016 um 08:03

    Vodafone ist es selber Schuld. Wenn ich die Preise sehe, wundert es mich nicht, dass sie Kunden verlieren und der Kundendienst von Vodafone ist auch sehr schlecht, die sind unfreundlich.

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