Sonntag, den 05.01.14 12:50

aus der Kategorie: Mobilfunk, Ratgeber & Tipps

SEPA-Lastschrift: Droht Rücklastschriftwelle in der Mobilfunkbranche?

Seit dem 2. November 2009 wird für den europäischen Zahlungsverkehr die SEPA-Überweisung und die SEPA-Lastschrift angeboten. Was ursprünglich als Erleichterung für internationale Zahlungen diente, wird nun auch ab dem 1. Februar 2014 für innerdeutsche Zahlungen, wie auch für inländische Zahlungen in den anderen europäischen Teilnahmestaaten, Standard. Damit sind auch Umstellungen in der Mobilfunkbranche verbunden. Mobilfunk-Talk beleuchtet die möglichen Umstellungsprobleme und gibt dazu Tipps für den Vertragsabschluss.

Risiko: IBAN-Code

Ab dem 1. Februar 2014 gibt es in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, Monaco und der Schweiz ein einheitliches SEPA-Verfahren (SEPA = Single Euro Payments Area), bei dem ausschließlich nur noch die IBAN (International Bank Account Number) für den Zahlungsverkehr verwendet wird. Beim internationalen Zahlungsverkehr ist vorübergehend noch der BIC (Business Identifier Code) erforderlich.

Probleme bei Postpaid-Kunden

Mit besonderen Risiken ist diese Umstellung in der Mobilfunkbranche für Postpaid- und Pseudo-Prepaidkunden verbunden, aber auch beim echten Prepaid kann es Probleme geben, wenn die Aufladung des Guthabens per Überweisung erfolgt. Während für Bestandskunden sich das Risiko noch im überschaubaren Rahmen hält, kann es bei Neukunden, Vertragsverlängerungen und bei Änderung der Bankverbindungen zu einem sprunghaften Anstieg der Rücklastschriften kommen.

Der Grund: Anstelle von Bankleitzahl und Kontonummer muss künftig in Deutschland eine 22-stellige Buchstaben- und Zahlenkolonne ausgefüllt werden, und da kann ein Tipp- oder Schreibfehler böse Folgen haben. Denn die Mobilfunkunternehmen reagieren auf Rücklastschriften ziemlich empfindlich und reagieren recht zügig mit einer Sperrung des Mobilfunkanschlusses.

Tipp: Peinlich genau auf exakten IBAN-Code achten!

Struktur des IBAN-Codes (Quelle: Deutsche Bundesbank)

Struktur des IBAN-Codes (Quelle: Deutsche Bundesbank)

Deshalb sollte bei Änderung der Bankverbindung, bei einer Vertragsverlängerung und insbesondere bei einem Neuvertrag peinlich genau auf den exakten IBAN-Code geachtet werden. Meist ist dieser auf der Bankkarte zu finden. Um Unsicherheiten zu beseitigen, oder wenn der IBAN-Code völlig unbekannt ist, kann dieser mithilfe von Bankleitzahl und Kontonummer auf einem IBAN-Rechner ermittelt werden.

Struktur des IBAN-Codes

Der IBAN-Code ist einfacher, als es die Buchstaben- und Zahlenkolonne vermuten läßt. Der IBAN-Code beginnt mit einem zweistelligen Ländercode (in Deutschland „DE“), gefolgt von einer zweistelligen Prüfziffer. Die Prüfziffer soll sicherstellen, dass die Überweisung beim richtigen Empfänger ankommt bzw. die Lastschrift beim richtigen Kontoinhaber abgebucht wird. Bei einer fehlerhaften Prüfziffer wird die Überweisung nicht ausgeführt bzw. die Lastschrift zurückgegeben.

Danach folgt die achtstellige Bankleitzahl und die zehnstellige Kontonummer. Hat die Kontonummer weniger als 10 Stellen, werden die fehlenden Stellen linksbündig mit Nullen aufgefüllt.


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