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NSA: Metadatenanalyse und Handyortung für gezieltes Töten

Die Enthüllungs-Webseite „The Intercept“ behauptet, das der US-Geheimdienst NSA Daten an das US-Militär weitergibt. Durch über Handyortung ermittelte Daten, sollen die Ziele für Drohnenschläge bestimmt werden. Offenbar jedoch müssen auch Unbeteiligte Ihr Leben lassen.

The Intercept: Die Enthüllungs-Webseite

Die Enthüllungsplattform „The Intervept“ ist gerade erst gestartet. Gegründet vom Ebay-Mitbegründer P.Omidyar ist „The Intercept“ ist eine Webseite, die Enthüllungen auf Basis der Snowden-Unterlagen fortführen will. Snowden hatte dem Jounalisten Glenn Greenwald, dem Reporter Jeremy Scahill und der Dokumentarfilmerin Laura Poitras seine Dokumente überlassen.

Handyortung als Zielerfassung für Drohnen

Wie „The Intercept“ berichtet, werden Überwachungsdaten für die Zielerfassung bei Drohnenangriffen von der NSA auch an das US-Militär und an die CIA geliefert. Die Webseite beruft sich bei Ihren Aussagen auf Unterlagen von Edward Snowden und Angaben eines ehemaligen US-Drohnenpiloten. Allerdings sterben immer wieder Unschuldige durch US-Luftangriffe.

Screeshot firstlook.orgtheintercept

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Keine Prüfung der Daten vor Ort

Um ein potentielles Ziel für einen Drohnenangriff zu identifizieren, erfordert es eine Prüfung seitens der Agenten vor Ort. Laut The Intercept ist dies nicht der Fall. Angeblich nutzt die US-Armee die Metadatenanalyse und die Handyortungsdaten ohne weitere Überprüfung. Es ist also nicht sichergestellt, das die georteten Handys tatsächlich in den Händen der jeweiligen Zielpersonen sind. Um einer Überwachung zu entgehen, werden angeblich gleich bis zu 16 Sim-Karten von Zielpersonen verwendet. Einige der Handys sollen auch im Besitz von Freunden oder Familienmitglieder sein. Diese sind über eine Überwachung aber oft nicht informiert.

Keine eindeutige Identifizierung

Zitat des Drohnenpilots in „The Intercept“: “Wenn die Bombe einschlägt, wissen wir, dass das Handy dort ist. Aber wir wissen nicht, wer es in der Hand hält”.”Die Leute glauben, es gebe eine Liste mit Zielpersonen. Aber in Wirklichkeit gibt es nur eine Liste von Zielhandys.”

Schon im Oktober 2013 gab es erste Informationen darüber, das der US-Geheimdienst NSA mit den US-Militär zusammen arbeitet. Im Bericht der „Washington Post“ und unter Berufung auf Snowdens Unterlagen ging es damals jedoch nur um abgefangene Mails.


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1 Kommentar zu NSA: Metadatenanalyse und Handyortung für gezieltes Töten

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  1. Björn Boisen schrieb am 12.02.2014 um 16:09

    Ich schreibs Euch ja nur ungern, aber die BRD GmbH hat mittlerweile auch die erste Zulassung für eine SIG-INT Drohne im Luftraum von …tschland erhalten. Bei dem Fluggerät handelt es sich ebenfalls um eine unbemannte Drohne die in einer Flughöhe von 7000 Metern für “Signal-Intelligance” für Fernmelde-Aufklrärung sprich Handy-Ortung und Gesprächsaufzeichnung eingesetzt wird.

    Wer also bisher glaubte wir würden im eigenen Land nur von der #NSA beschnüffelt, unterliegt einem folgenschweren Irrtum, auch “RautenMutti” beschnüffelt das eigene Volk um “politische Verwerfungen” rechtzeitig erkennen und bekämpfen zu können.

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