Samstag, den 15.02.14 11:11

aus der Kategorie: Hardware

Milliarden-Schäden durch gefälschte Mobiltelefone

Fälschungen aller Art sorgen weltweit für große Verluste. Der Zoll beschlagnahmt jährlich mehrere tausende Plagiate. Auch Smartphones werden oft und gern kopiert. Für die Hersteller entstehen jährlich Schäden in Milliardenhöhe.

2013: 148 Millionen Plagiate

Gefälschte Mobiltelefone verursachen bei den Herstellern einen immensen Schaden. Im Jahr 2013 wurden rund 148 Millionen gefälschte Mobiltelefone im Einzelhandel verkauft. Die Dunkelziffer soll um einiges höher sein. Im Jahr 2011 waren es 125 Millionen Exemplare. Der Trend geht somit stark zum Plagiat, als zum Original.

6 Milliarden Dollar Schaden

Der Schaden für die Hersteller ist beachtlich und betrug allein im Jahr 2013 6 Milliarden Dollar. Dies sind Schätzungen gemäß der offiziellen Zahlen. Rechnet man die Dunkelziffer noch mit ein, erhöht sich die Schadenssumme weiter. Über Auktionsplattformen und Händler im Internet oder inoffiziellen Shops werden weitaus mehr Geräte illegal verkauft.

Fake-China-Kopie-HandyGefahr durch “Fake Phones”

Die Gefahr von den sogenannten “Fake Phones” sollte nicht unterschätzt werden. Die Qualität ist oftmals minderwertig. Die Bauteile im inneren der Telefone wurden keiner Qualitätskontrolle unterzogen. Über Akkus aus Asien hört man oft negative Schlagzeilen. Neben Bränden und Explosionen können Sach- und Personenschäden die Folge sein. Verwendete Chemikalien sind eine Gefahr für die Umwelt und eigene Gesundheit.

Datenschutz fraglich

Kopierte Mobiltelefone können auch ein Sicherheitsrisiko bezüglich Datenschutz darstellen. Vorinstallierte Trojaner und Malware können unbefugt Zugriff auf Daten des Telefons nehmen und so gegebenenfalls sensible Daten ausspähen. Die Qualität der Geräte entspricht nicht denen der Originale, Gespräche klingen anders oder brechen ab, Datenverbindungen erreichen nicht die vorgegebenen Geschwindigkeiten.

Asiaten kaufen 50 Prozent der “Fake Phone”

Die Kunden in Europa bevorzugen doch eher das Original vom Hersteller. Nur 1 Prozent der Europäer kaufte ein “Fake Phone”. Spitzenreiter ist Asien, dort werden 50 Prozent der gefälschten Smartphones verkauft. Afrika landet mit 21 Prozent auf Platz 2.

Fazit

Mobiltelefone sind ein Prestigeobjekt geworden. Ärmere Länder können sich die originalen Telefone oft nicht leisten und greifen auf billigere Lösungen zurück. Firmen wie Apple greifen diese Trends auf und lassen ältere Modelle neu aufleben. So wird das betagte iPhone 4 neu aufleben und in Schwellenländern für Kunden verfügbar werden.

Auch in Deutschland ist die Nachfrage im Luxussegment groß. Wenn es nicht immer das aktuellste Mobiltelefon sein muss, können mit Vormodellen einige Euro gespart werden.


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2 Kommentare zu Milliarden-Schäden durch gefälschte Mobiltelefone

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  1. Ifm schrieb am 22.02.2014 um 21:42

    Das ist ja das Déjà-vu. Die Musikindustrie hat schon mit dieser sinnfreien Behauptung, dass jede Kopie bei Nichtexistenz den Kauf eines Originals bedeuten würde. Das wurde zum Anlass genommen, irgendwelche Kopierschutzmechanismen durchzudrücken mit dem Ergebnis, dass der Umsatz trotzdem rückläufig ist und heute sind sie eines besseren belehrt.

    Nun ist die Handy-Industrie auf demselben Pfad. Der eigentliche Verlust der Unternehmen ist, dass die sie sinnlos Geld für sowas ausgeben. Mögen sie sich darauf konzentrieren dann einzugreifen, wenn der Käufer getäuscht wird.

  2. Patrik schrieb am 20.02.2014 um 04:08

    Sommerloch im Winter..?!
    Oder was soll der Artikel hier darstellen?
    Geschädigt wird durch die Geräte nur einer: der Käufer. Und viele versuchen BEWUSST Chinahandys zu kaufen wo sich der scheiß Zoll dann querstellt und man effektiv das Geld zum Fenster rausgeschmissen hat.. Been there, done that.

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