Samstag, den 01.03.14 10:00

aus der Kategorie: DSL & Internet, TopNews

NSA zeichnet Webcam-Bilder von Millionen Yahoo-Usern auf

Yahoo hat Webcam-Bilder von verschiedenen Usern abgefangen und gespeichert! Das berichten die Kollegen vom Guardian unter Berufung auf Edward Snowden. Dabei hat das Internetunternehmen Unterstützung von der National Security Agency – oder kurz NSA – erhalten. Die Überwachungen wurden zum Teil willkürlich und ohne genauen Verdacht durchgeführt.

Yahoo speichert Nacktbilder

Wieder einmal erschüttert ein neuer Skandal die Medien-Szene in verschiedenen Ländern. Wie der bekannte Whistleblower Edward Snowden vor kurzem veröffentlichte, hat die NSA auch mit Yahoo zusammen gearbeitet. Während der Kooperation wurden Nutzer des Portals mittels der eigenen Webcam ausspioniert. Das geht aus entsprechenden Geheimunterlagen hervor.

Wie es in den Schriftstücken heißt, trug das Projekt den Titel “Optic Nerve” und endete im Jahr 2012. Letzten Gerüchten zufolge sollte es vor kurzem wieder reaktiviert werden. Bis dato hatte es allein im Jahr 2008 mehr als 1,8 Millionen Benutzer samt Webcam-Bildern aufgezeichnet. Besonders pikant: Auf drei bis elf Prozent aller Fotos seien Personen in “eindeutig sexuellen” Positionen zu sehen. Weiteren Informationen zufolge, benutzen Yahoo allein im Januar 4,3 Millionen Nutzer.

NSA “versucht” Gesetze einzuhalten

Hintergrund dieser Aktion war es, neue Methoden zur Gesichtserkennung zu testen. Außerdem Überwachten die Mitarbeiter der NSA bereits verdächtigte Personen und sollten “neue interessante Ziele” ausloten. Um die eigenen Server nicht zu überlasten und um zumindest Teilweise die geltenden Gesetzte einzuhalten, ließ man die Aufnahmedauer auf fünf Minuten begrenzen.

Der britische Geheimdienst Government Communications Headquarters (GCHQ) hat  Webcams von Yahoo-Nutzern ausspioniert.

Der britische Geheimdienst hat Webcams von Yahoo-Nutzern ausspioniert.

Mitarbeiter unter Schutz

Snowden zufolge, stellten gerade unbekleidete Personen eine große Herausforderung für britische Geheimdienstmitarbeiter da. Sie ließen sich nur schwer Ausgrenzen. Zwar ließ die NSA die Aufnahme entsprechender Videos und Bilder zu, wollte aber gleichzeitig seine Mitarbeiter vor dem Betrachten schützen. Analysten war es freigestellt, ob sie die Dateien öffnen.

Untersee-Glasfaserkabel angezapft

Mit welchen Mitteln die Webcams genau angesteuert wurden, ist nicht beschrieben. Experten gehen aber davon aus, dass sich Untersee-Glasfaserkabel manipulieren ließen. Sämtliche personenbezogenen Daten gingen zur Analyse durch das XKeyscore-Programm der Amerikaner.


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