Montag, den 06.07.15 11:58

aus der Kategorie: Microsoft

Falscher Microsoft-Support betrügt Windows XP-Nutzer

Microsoft SurfaceBetrüger haben es derzeit auf Windows XP-Nutzer abgesehen, die im World Wide Web nach einem Update oder anderen Informationen zum Support des Betriebssystems suchen. Mit Hilfe eines Telefonats geben sie sich als Mitarbeiter Microsofts aus und versprechen, den Wunsch des Kunden gegen einen kleinen Obolus zu erfüllen. In Wahrheit sind sie jedoch auf die Kontodaten und Informationen der Betroffenen aus.

Falscher Microsoft-Support

Die Maschen selbst ist nicht neu und beschäftigt Microsoft bereits seit einigen Monaten. Die Betrüger geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus und kontaktieren ahnungslose Windows-Nutzer per Telefon. Im Verlauf des Gespräches erklären sie, der heimische PC sei von Schadsoftware befallen und müsse überprüft werden.

Der Kunde wird dazu aufgefordert, diese Überprüfung unter Anleitung selbst durchzuführen und dafür verschiedene Anwendungen zu öffnen und Programme zu installieren. In Wahrheit spielen die Betrüger Fernwartungssoftware und Trojaner auf, die im Anschluss dazu genutzt werden, die persönlichen Daten und Informationen des ahnungslosen Opfers auszuspähen. Für ihre „Dienste“ erheben die Betrüger meist eine Gebühr von bis zu 200 Euro.

Aktuell haben die Cyberkriminellen offenbar gezielt die Nutzer des in die Jahre gekommenen Microsoft-Betriebssystems Windows XP ins Visier genommen. Wie ITespresso.de berichtet, analysieren die Betrüger allem Anschein nach die Suchanfragen im Web und ermitteln Windows XP-Nutzer, die nach einem Update auf eine aktuellere Windows-Version suchen oder andere Supportanfragen haben.

Betrüger auf der Suche nach Windows XP-Nutzern

Im Anschluss erhalten die Nutzer erst eine Email und später einen Anruf, die den Anschein erwecken, direkt von Microsoft zu stammen und die Notwendigkeit unterstreichen, ein Update durchzuführen. Wurde das Opfer geködert, nutzen die Betrüger den bereits bekannten Trick, um sich Zugang zum Rechner zu verschaffen.

„Eine englisch sprechende Dame, die sich als Support-Mitarbeiterin von Microsoft vorstellt, ruft an und teilt mit, dass der gegenständliche PC täglich hunderte von E-Mails aussendet, die sich auf den Empfänger-PCs multiplizieren und weitergeleitet werden“, zitiert ITespresso einen Betroffenen. Im Anschluss werde ein Programm auf den PC geladen und eine Gebühr von 10 Euro vom Bankkonto abgebucht.

© Creativa - Fotolia.com

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Den Angaben zufolge greifen die Betrüger auf die vielen Nutzern bekannte Fernwartungssoftware TeamViewer zu und verschleiern ihre Aktivitäten mit einem umfangreichen Scanvorgang mit der Software Advanced Windows Care. Im Programmverlauf wird der Bildschirm kurzzeitig schwarz. In diesem Zeitfenster erfragt die Dame die Bankverbindung für die Abbuchung der Gebühr, die sie im Hintergrund jedoch dazu nutzt, um über Western Union eine Transaktion vorzunehmen. Im vorliegenden Fall ergaunerten die Betrüger auf diesem Wege 850 Euro.

Microsoft rät dazu, auf derartige Anrufe nicht zu reagieren: „Microsoft stellt an dieser Stelle noch einmal fest, dass wir ungefragt keinerlei telefonischen Kontakt zu Personen aufnehmen.“ Martina Totz von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz erklärt: „Der beste Schutz ist, ein solches Gespräch ohne weitere Diskussion sofort zu beenden.“


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