Dienstag, den 10.11.15 12:01

aus der Kategorie: TeleColumbus

Verbraucherzentrale rügt Tele Columbus für Kundenunfreundlichkeit

Tele ColumbusTele Columbus – Im April zog sich der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus nicht nur den Unmut zahlreicher Kunden zu, sondern rief auch die Verbraucherschützer der Verbraucherzentrale Sachsen auf den Plan. Das Unternehmen hatte Kunden innerhalb der Laufzeit mit einer kurzfristigen Ankündigung in deutlich teurere Tarife umgestellt und zeigt sich seitdem von seiner kundenunfreundlichen Seite.

Tele Columbus im Streit mit den Kunden

Für viele Kunden des Kabelnetzbetreibers Tele Columbus kam die Ankündigung im April 2015 überraschend. Das Unternehmen stelle sein Portfolio um, hieß es in einem Informationsschreiben, betroffene Kunden mit einem Alttarif würden aus diesem Grund zum 1. Mai 2015 in die Doppelflat 16.000 migriert.

Betroffen von der Umstellung waren Nutzer mit einem älteren Internettarif ohne Festnetzflat. Die Angebote Internet 1.000, Internet 6.000 und Internet 16.000 wurden den Angaben zufolge kurzfristig eingestellt, Nutzer in den hochwertigeren Tarif Doppelflat 16.000 umgestellt. Das Problem: Die Doppelflat 16.000 bietet nicht nur mehr Inhalt, sondern kostet mit 19,99 Euro pro Monat deutlich mehr als die bisherigen Tarife. Die Offerten Internet 1.000, Internet 6.000 und Internet 16.000 waren zu monatlichen Preisen von 9,99 Euro, 12,99 Euro und 14,99 Euro erhältlich – eine Preissteigerung von bis zu 100 Prozent.

Das Vorgehen von Tele Columbus stieß bereits im April auf Kritik. Zahlreiche Kunden bemängelten die kurzfristige Ankündigung von häufig nicht einmal 14 Tagen, Verbraucherschützer die Umstellung mitten in der Vertragslaufzeit ohne Beachtung von Fristen und Bindungen. Die Verbraucherzentrale Sachsen riet betroffenen Kunden, am alten Tarif festzuhalten und Mehrkosten nicht zu begleichen.

Verbraucherschützer rügen Tele Columbus

Ein halbes Jahr nach der überraschenden Umstellung zeigt sich Tele Columbus noch immer von seiner kundenunfreundlichen Seite. Wie die Verbraucherzentrale Sachsen berichtet, mussten sich Kunden in den letzten Monaten ein dickes Fell wachsen lassen.

“Wer dieser Empfehlung gefolgt war, musste seither echte Standhaftigkeit beweisen, wie betroffene Tele Columbus-Kunden uns inzwischen berichtet haben”, erklärt Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen. Der Internetanbieter versandte nicht nur zahlreiche Mahnschreiben und Zahlungsaufforderungen, sondern drohte bereits mit dem Inkasso und sprach erste Kündigungen aus.

Telecolumbus

“Wir raten betroffenen Tele Columbus-Kunden, auch weiterhin die strittigen Forderungen an Tele Columbus nicht zu begleichen. Wenn das Unternehmen sich im Recht wähnt, muss es seine Forderung nach Vertragsänderung gerichtlich durchsetzen. Das hat es bis jetzt nicht getan”, rät Katja Henschler.

Die Verbraucherschützer haben mit dem Vorgehen von Tele Columbus bereits Erfahrung. Im Jahr 2008 versuchte das Unternehmen mitten in der Vertragslaufzeit höhere Preise durchzusetzen. Auch damals riet die Verbraucherzentrale dazu, die fragwürdige Forderung nicht zu begleichen. “Der Versuch, bestehenden Kunden mit einer fehlenden oder nicht nachvollziehbaren Begründungen Verträge mit höheren Kosten unterzuschieben, ist uns aus unserer Beratungspraxis hinlänglich bekannt.”


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