Freitag, den 06.10.17 14:54

aus der Kategorie: Drillisch

Drillisch Roaming-Umstellung: Dank Abmahnung der Verbraucherzentrale

Drillisch Roaming-Umstellung – In den vergangenen Wochen haben mehrere Drillisch-Marken vom voreingestellten Auslandspaket auf den von der EU regulierten Tarif umgestellt. Hintergrund der plötzlichen Änderung ist offenbar eine Abmahnung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, die vom Landgericht Frankfurt am Main per einstweiliger Verfügung bestätigt wurde.

Drillisch Roaming-Umstellung

Nach Einführung des neuen EU-Tarifs im Juni 2017 setzten viele Anbieter die neuen Vorgaben ohne zu Murren um. Diese sehen vor, dass deutsche Tarife ohne zusätzliche Kosten im EU-Ausland genutzt werden können. Ebenfalls zulässig ist jedoch die Bereitstellung sogenannter alternativer Roamingpakete, Kunden muss jedoch jederzeit der Wechsel in den EU-Tarif ermöglicht werden.

Mehrere Drillisch-Marken setzten seit Juni auf diese Roamingpakete und boten ihren Kunden Tarife inklusive vorgefertigter Pakete mit Auslandskonditionen an. In den vergangenen Wochen haben mehrere Marken jedoch unvermittelt auf den regulierten EU-Tarif umgestellt. Darunter winSIM, smartmobil, simply und PremiumSIM. Bislang war unklar, was Drillisch zu diesem Schritt bewogen hat. Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mitteilt, ist sie nicht unschuldig daran.

Verbraucherzentrale ging gegen Europa-Pakete vor

„Unter den Marken winsim und smartmobil hat die Drillisch Online AG Mobilfunktarife vertrieben, in denen ein „Europa-Paket“ voreingestellt war. Bei Vertragsschluss konnte es nicht abgewählt werden. Für Kunden hatte das den Nachteil, dass sie zunächst nicht von den Roaming-Regeln der EU profitieren konnten“, erklären die Verbraucherschützer.

Neben einer Sprach- und SMS-Flat enthielt das Europa-Paket eine festgelegte Datenmenge, die im EU-Ausland genutzt werden konnte, meist um die 1 GB. Diese Volumina fielen in vielen Fällen deutlich geringer aus als die im Inland gültigen Datenmengen. Die Inlandskontingente konnten im Ausland jedoch nicht genutzt werden, es stand nur das Europa-Paket zur Verfügung. „Nach Verbrauch des Datenvolumens im Europa-Paket war eine Internetverbindung nur dann möglich, wenn Kunden für zusätzliche Kosten Datenvolumen hinzu buchten“, heißt es.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ging gegen dieses Vorgehen vor und erhielt vor dem Landgericht Frankfurt am Main per einstweiliger Verfügung (Aktenzeichen 2-06 O 263/17) Recht:

In dem noch nicht rechtskräftigen Urteil folgt das Gericht der Auffassung der Verbraucherzentrale NRW, wonach Verbrauchern bei Vertragsschluss der EU-regulierte Tarif („Roam like at home“) angeboten werden muss.

Einstweilige Verfügung sorgt für EU-Tarif

Aufgrund dieser Vorgänge habe Drillisch bei seinen Marken winSIM und smartmobil das Europa-Paket gegen den EU-Tarif ausgetauscht und bietet diesen nun als Voreinstellung an, meinen die Verbraucherschützer. Neu- und Bestandskunden können auf Wunsch weiterhin das Europa-Paket nutzen, müssen es jedoch manuell hinzubuchen. Nutzer, die bereits einen Drillisch-Tarif verwenden, können im Kundenportal vom Europa-Paket in den EU-Tarif wechseln.


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