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Montag, den 04.12.17 11:30

aus der Kategorie: Mobilfunk, TopNews

Gegen Ping-Anrufe: Ab Januar verpflichtende Preisansage bei ausländischen Rufnummern

© Robert Kneschke - Fotolia.comVerpflichtende Preisansage bei ausländischen Rufnummern – Die Bundesnetzagentur geht gegen sogenannte Ping-Anrufe vor und verpflichtet die Mobilfunkanbieter, Kunden bei Anwahl bestimmter ausländischer Nummern über die entstehenden Kosten zu informieren. Seit Wochen versuchen Betrüger, mit Ping-Anrufen unvorsichtige Verbraucher in eine Falle zu locken.

Ärgernis Ping-Anrufe

Seit einigen Wochen versuchen Betrüger verstärkt, unaufmerksame Verbraucher mittels Ping-Anrufen in eine Falle zu locken. Die potentiellen Opfer erhalten dabei einen Anruf von einer unbekannten Nummer, der nur wenige Sekunden dauert. Wer nun jedoch zurückruft, um in Erfahrung zu bringen, wer der Anrufer ist, tappt direkt in die Falle.

Statt kostengünstiger deutscher Nummern nutzen die Betrüger für die Ping-Anrufe ausländische Nummern, erkennbar an der Vorwahl. Vor allem Rufnummern mit Vorwahlen aus Tunesien (+216), Burundi (+257) und den Seychellen (+248) kamen in der Vergangenheit zum Einsatz. Der Rückruf auf diesen Nummern verursacht in der Regel hohe Kosten, da die ausländischen Destinationen nicht von den innerhalb Deutschlands gültigen Mobilfunktarifen und Flats abgedeckt sind.

Bundesnetzagentur führt neue Vorgaben ein

Die Bundesnetzagentur hat sich der Problematik angenommen und führt neue Vorgaben ein, die Verbraucher vor den dubiosen Abzockversuchen schützen sollen. Bis 15. Januar 2018 müssen alle Anbieter eine Vorabinfo in ihren Systemen einpflegen, die beim Anwählen bestimmter ausländischer Rufnummern über die entstehenden Kosten informiert.

“Wir schützen Mobilfunkkunden vor den Folgen telefonischer Belästigung und schieben den Ping Anrufen einen Riegel vor”, erklärt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. “Mit der von uns angeordneten Preisansagepflicht machen wir das rechtswidrige Geschäftsmodell der Täter wirtschaftlich unattraktiv und schaffen Transparenz für den Verbraucher. Rufen die getäuschten Verbraucher zurück, so können sie künftig das Gespräch abbrechen, ohne dass für sie Kosten entstehen. Die Umgehung des deutschen Verbraucherschutzniveaus nehmen wir nicht hin.”

Ping-Anruf mit Ländervorwahl von Burundi

Betrüger setzen auf Unachtsamkeit

Die Betrüger nutzen für Ping-Anrufe häufig Ländervorwahlen, die leicht mit deutschen Ortsvorwahlen verwechselt werden können. So ähnelt die Vorwahl von Madagaskar, die 00261, der von Koblenz mit 0261. Auch Serbien und Liberia weisen mit 00381 und 00231 ähnliche Vorwahlen wie Rostock und Dortmund mit der 0381 und 0231 auf.

Die Bundesnetzagentur verzeichnete allein im Oktober 2017 rund 30.000 Beschwerden über Ping-Anrufe. “In diesem Zusammenhang hat die Bundesnetzagentur in den letzten Monaten zahlreiche  Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbote ausgesprochen. Ping Anrufe verstoßen gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb”, heißt es.

Wer auf einen Ping-Anruf reagiert, wird in der Regel mit einer Bandansage konfrontiert, die das Gespräch in die Länge ziehen und damit den Profit der Betrüger erhöhen soll. “Die Bandansagen reichen von unverständlichen Ansagen in ausländischer Sprache bis hin zu Gewinnspielen, Erotikansagen oder angeblichen Paketzustellungen”, erklärt die Bundesnetzagentur. “Ziel der Betrüger ist es, dass die Anrufer möglichst lange in der Leitung bleiben. Die Verursacher profitieren von den generierten Verbindungsentgelten.”

Zu den Auslandsvorwahlen, über deren Preisen ab 15. Januar 2018 verpflichtend informiert werden muss, gehören:

Burundi (00257); Tschad (00235); Serbien (00381); Seychellen (00248);Tunesien (00216); Elfenbeinküste (00225); Guinea (00224); Sudan (00249); Marokko (00212); Tansania (00255); Benin (00229); Mali (00223); Uganda (00256); Madagaskar (00261); Albanien (00355); Bosnien-Herzegowina (00387); Somalia (00252); Liberia (00231); Malediven (00960); Jemen (00967); Mazedonien (00389); Sierra Leone (00232); Global Mobile Satellite System (00881).

Bildquelle: © Robert Kneschke – Fotolia.com


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