Donnerstag, den 01.02.18 14:05

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Marktwächter verklagen 1&1 wegen Irreführung bei LTE-Angaben

1&1 erhöht SurfgeschwindigkeitMarktwächter verklagen 1&1 – Die Marktwächter Digitale Welt haben eine Klage gegen 1&1 eingereicht und legen dem Anbieter Irreführung zur Last. In den Augen der Verbraucherschützer machte das Unternehmen irreführende Angaben bei LTE und den Surfgeschwindigkeiten.

Marktwächter verklagen 1&1

Wie die Marktwächter Digitale Welt der Verbraucherzentralen mitteilen, haben sie Klage gegen 1&1 eingereicht. Den Verbraucherschützern ist dabei die Bewerbung von LTE-Geschwindigkeiten in den Mobilfunktarifen ein Dorn im Auge. Sie legen 1&1 hierbei eine Irreführung der Kunden zur Last.

Konkret geht es um Formulierungen wie „LTE Highspeed-Datenvolumen“ und „Unterwegs mit LTE-Geschwindigkeiten surfen“, mit denen 1&1 um neue Kunden wirbt. Die Angaben erwecken bei Kunden den Eindruck, dass Ihnen die volle LTE-Bandbreite zur Verfügung steht, heißt es. Tatsächlich schränkt der Anbieter die LTE-Datenraten im Kleingedruckten massiv ein.

Irreführende Angaben

„Vergleicht man Onlinewerbung von 1&1 zum Zeitpunkt der Klageerhebung mit den Angaben auf den dazugehörenden Produktinformationsblättern, fällt jedoch auf, dass der Verbraucher bei weitem nicht mit der technisch möglichen LTE-Geschwindigkeit surfen kann“, erklärt Tom Janneck, Teamleiter beim Marktwächter Digitale Welt in der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Tatsächlich wird in den Produktinformationsblätter lediglich eine LTE-Geschwindigkeit von 21,6 Mbit/s zugesagt. Das sei „eine Datenübertragungsrate, die keinesfalls schneller ist als jene älterer Technologien vor LTE“, so die Marktwächter.

In den Augen der Verbraucherschützer handelt es sich dabei um eine Irreführung der Kunden. „Wirbt ein Unternehmen mit einer fortschrittlichen Technologie wie LTE, bietet deren Vorteile aber tatsächlich gar nicht an, muss nach unserer Auffassung gerichtlich geprüft werden, ob hier Verbraucher irregeführt werden“, meint Tom Janneck. „Das ist vergleichbar mit einem Auto, das laut Werbeaussagen 250 Km/h schnell fahren könnte, tatsächlich aber vom Hersteller bei 100 Km/h abgeregelt ist.“

Klage nach Abmahnung

Vor Einreichen der Klage hatten die Marktwächter 1&1 bereits eine Abmahnung erteilt. „Nachdem sich das Unternehmen weigerte die geforderte Unterlassungserklärung abzugeben, sahen wir uns gezwungen Klage zu erheben. Denn es gilt: Wo LTE drauf steht, muss auch eine der LTE-Technologie entsprechende Geschwindigkeit drin sein!“

Eine gemeinsam mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstituts forsa durchgeführte Studie ergab, dass sich viele Kunden unter LTE eine höhere Download-Geschwindigkeit im Vergleich zu vorherigen Technologien vorstellen. „Die Erwartungen der Verbraucher und die tatsächlich gebotene Bandbreite des Telekommunikationsunternehmens passen so einfach nicht zusammen. Die Enttäuschung beim Kunden, der auf das Werbeversprechen von 1&1 baut, ist also vorprogrammiert.“, meint Tom Janneck.


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