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Donnerstag, den 14.06.18 11:55

aus der Kategorie: Mobilfunk

Roaming in der EU: Vorsicht auf Schiffen und Fähren

Roaming auf Fähren und Schiffen – Trotz Aufhebung der Roaminggebühren in der EU, gelten weiterhin Ausnahmen bei gebührenfreien Telefonieren innerhalb der EU. Vor allem auf Fähren und Schiffen sollten Reisende genau prüfen, über welches Netz sie gerade kommunizieren. Wer nicht aufpasst, landet schnell in einer Kostenfalle.

Roaming auf Fähren und Schiffen

Mit der Abschaffung der Roaminggebühren im Juni 2017 ist die Kommunikation auf Reisen nicht nur einfacher, sondern auch günstiger geworden. Im EU-Ausland kann seitdem der im jeweiligen Heimatland gebuchte Tarif genutzt werden. Aufschläge oder zusätzliche Gebühren sind nicht erlaubt. Zwar gelten auch hier gewisse Grenzen, etwa die Begrenzung auf einen Zeitraum von vier Monaten pro Jahr, die meisten Durchschnittsreisenden werden diese jedoch nie erreichen.

Vorsicht ist jedoch weiterhin auf Fähren und Schiffen geboten, die nicht unter die EU-Roamingverordnung fallen. Vor allem auf See, also außerhalb der Reichweite der Landnetze, können Smartphones zu diesen keine Verbindung mehr aufbauen. Viele Reedereien bieten an Bord jedoch ein eigenes Mobilfunknetz an, mit dem sich die Geräte zum Teil automatisch verbinden. Das Problem: Diese Netze werden meist über Satellit bereitgestellt – und sind häufig kostenpflichtig.

Kreuzfahrt mit horrender Rechnung

Wie der NDR berichtet, ist im Frühjahr eine Familie aus Kiel in genau diese Kostenfallen getappt. Der 12-jährige Sohn hatte sich an Bord des Kreuzfahrtschiffes, mit dem die Familie von Kiel nach Oslo reiste, Videos auf dem Smartphone angesehen, während das Gerät mit dem Bordnetz verbunden war. 470 MB gingen dabei über den Äther. Eine Datenmenge, für die die Familie anschließend rund 12.000 Euro zahlen sollte.

Zum Verhängnis wurde den Reisenden die Bereitstellung des Netzes über eine Satellitenverbindung, die nicht unter das EU-Roaming fällt und zu eigenen Gebühren abgerechnet werden kann. Zwar hatte der Mobilfunkanbieter die Summe von 12.000 Euro bereits auf 5.000 Euro reduziert, zahlen sollten die Urlauber trotzdem. Die versuchen nun, der Zahlungspflicht über ihren Anwalt zu entgehen.

EU-Roaming nicht auf Schiffen und Fähren

Um nicht ebenfalls in diese Falle zu tappen, sollten sich Reisende vor Antritt einer Schiffsreise genau über die anfallenden Kosten auf See informieren. Ansprechpartner hierfür ist der Mobilfunkanbieter, der in der Regel eine separate Preisliste für Fähren und Schiffe bereithält. Außerdem bieten viele Reedereien WLAN an Bord an, welches meist eine kostengünstigere Alternative darstellt. Wer auf Nummer sicher gehen und Zusatzkosten vermeiden will, sollte abseits der Küsten die mobile Datenverbindung im Smartphone komplett deaktivieren. Außerdem empfiehlt es sich, auch eine Deaktivierung der automatischen Netzeinwahl sowie der automatischen Aktualisierung von Apps durchzuführen.

Die Verbraucherzentralen raten außerdem: “Bei der Ankunft im Hafen auf die richtige Netzeinwahl achten, denn das Handy wählt automatisch das stärkste Netz – was im Hafen auch das bordeigene Mobilfunknetz des Schiffes sein kann.”

Bild: Peter Hansen


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