Dienstag, den 18.09.18 11:45

aus der Kategorie: Mobilfunk

Bundesnetzagentur veröffentlicht Entwurf zur 5G-Frequenzversteigerung

Bundesnetzagentur homannEntwurf zur 5G-Frequenzversteigerung – Die Bundesnetzagentur hat einen ersten Entwurf zur Anfang 2019 geplanten 5G-Frequenzversteigerung vorgelegt. Über die Vorlage muss nun noch der Beirat entscheiden. Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, erklärt die wichtigsten Punkte.

Entwurf zur 5G-Frequenzversteigerung

Die für Anfang 2019 geplante Versteigerung der 5G-Frequenzen wirft ihre Schatten voraus. Die Bundesnetzagentur hat am 17. September 2018 einen Entwurf zur Auktion vorgelegt, der am 24. September 2018 vom Beirat der Bundesnetzagentur bearbeitet wird. Der Entwurf beinhaltet unter anderem Regelungen zur Versorgungsauflage, den Diensteanbietern und zum Nationalen Roaming. Mit einer finalen Festlegung der Bedingungen wird im November gerechnet.

„Wir planen anspruchsvolle Auflagen für eine Verbesserung der Mobilfunkversorgung. Beispielsweise haben wir die geltenden Auflagen bei der Datenübertragungsrate verdoppelt“, erklärt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. „Wir werden in den nächsten Jahren weitere Frequenzen vergeben, insbesondere auch solche, die für die Versorgung der Fläche besser geeignet sind. Der Ausbau der Netze bleibt eine dauerhafte Aufgabe.“

Bedingungen zur Frequenzauktion

Der Fokus der in Kürze stattfindenden Versteigerung liege auf Kapazitätsfrequenzen mit kurzer Reichweite, heißt es. An Autobahnen und Bundesstraßen plant die Bundesnetzagentur einen Ausbau mit 100 Mbit/s bis 2022. „Über die Auflage für die Haushalte wird zusätzlich ein großer Teil aller Straßen versorgt. Dies ist ein erster Schritt. In den nächsten Jahren werden weitere Frequenzen dazukommen, die einen weiteren Ausbau ermöglichen“, so Jochen Homann.

Man gehe mit den Versorgungsauflagen „an die Grenze des wirtschaftlich Zumutbaren und rechtlich Möglichen“, heißt es weiter. Dazu zähle auch die Verpflichtung jedes Anbieters bis Ende 2022 mindestens 500 Stationen „zusätzlich zu den Auflagen für Straßen und Haushalte für 5G aufzubauen“. Jochen Homann konkretisiert: „Wir sprechen also beispielsweise bei drei Anbietern von 1500 Stationen in Deutschland, mit denen der neue Mobilfunkstandard eingeführt werden muss. Außerdem müssen die Anbieter jeweils weitere 500 Masten aufstellen, mit denen sie mindestens 100 Megabit pro Sekunde in ländlichen Regionen die Versorgung verbessern.“

Kein verpflichtendes National Roaming

Da es rechtlich nicht möglich sei, das National Roaming verpflichtend festzulegen, öffne man „den Unternehmen die Tür für Kooperationen in unterversorgten Gebieten.“ Konkret heiße das: „Die Diensteanbieter leisten einen wichtigen Beitrag zum Wettbewerb. […] Wir sagen daher sehr deutlich: Die Unternehmen müssen verhandeln.“

Nach der Überprüfung durch den Beirat der Bundesnetzagentur haben die Marktteilnehmer die Möglichkeit,  ihre Ansichten kund zu tun. Die verschiedenen Meinungen und Vorschläge sollen den Plänen nach im November zu einer finalen Entscheidung zusammenlaufen. Die Auktion selbst findet dann im 1. Quartal 2019 in Mainz statt. Der vollständige Entwurf ist auf der Homepage der Bundesnetzagentur einsehbar.


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